Freitag, November 24, 2017

Kanada - Vancouver + Nationalparks

Life_Gourmet
Nach meiner Stippvisite in Mexiko/Cancun geht es weiter nach Vancouver/Kanada. Tatsächlich passiert mir etwa, dass mir noch nie passiert ist: Der Flieger hatte nur ca. 10 Gäste und quasi jeder eine eigene Stewardess, desweiteren war die Beinfreiheit erstaunlich groß, trotz eines normalen Sitzplatzes und schließlich landeten wir tatsächlich 1 Stunde früher wie geplant in Kanada. Für die Einreise muss man im Vorwege Online ein Formular (ETA) ausfüllen und dann erfolgt das ganze normale „man wird ausgefragt Prozedere“ beim Einreisen. Etwa 10 Minuten erzählte ich erst einem Beamten und später einer weiteren Beamtin, was ich in Kanada geplant habe, wie lange ich bleibe, usw., bevor die engagierten Beamten mir den Pass aushändigten und mich einreisen ließen.

Die ersten Tage in Vancouver verbrachte ich bei einer älteren Dame, die mir über die Couchsurfing App einen Schlafplatz anbot. Eine wirklich sehr interessante, reiselustige Frau! In den 4 Tagen Vancouver erkundete ich die Stadt und machte mich sowohl Zu Fuß, als auch mit einem anderen Nutzer der Couchsurfer App per Auto mit der Umgebung vertraut. Über Facebook plante ich bereits mit anderen einen Roadtrip durch die Nationalparks und nachdem alle woher geplanten Dinge in Sachen Auto nicht klappten, mieteten wir kurzerhand ein Auto und starteten zu 4 ins Abenteuer einige Nationalparks Kanadas zu entdecken.
Von Vancouver aus starteten wir in Richtung Hope, welches wir durchquerten, um unsere ersten beiden Nächte in Kamloops zu verbringen. Nach der 1 Nacht machten wir einen Tagesausflug nach Salmon Arm und zurück und gewöhnten uns erst einmal an das hier herrschende Klima von -10 Grad Celsius. Natürlich hielten wir an diesem Tagestrip an zahlreichen Seen, in kleinen Dörfern und an verschiedenen Aussichtspunkten, um die wundervolle Landschaft zu genießen! Am 3 Tag unserer gemeinsamen Reise geht es von Kamloops weiter nach Clearwater. Wir starten früh am Morgen, da unser Tagesprogramm für den Wels Gray Regional Park geplant ist, indem wir einige Wasserfälle besuchen die zum Teil sogar gefroren sind und trotz der Kälte dürfen einige kleinere Treks im Programm nicht fehlen. Von Clearwater geht es weiter in den Jasper National Park in dem wir 2 Nächte eingeplant haben. Wieder starten wir früh, um die dich recht üppige Zahl an Kilometern zu überwinden, aber die Straßenverhältnisse sind bestens, sodass wir früh genug ankommen, um einen Stopp am Kinney See einzulegen und einige Stunden zu wandern. Im Hotel nutzen wir abends das Angebot eines Whirlpools und bei -12 Grad setzen wir uns nur mit Mütze und Badehose bekleidet in den Aussen-Whirlpool und genießen die Sicht auf die Sterne.
Für den nächsten Tag steht dann eine Fahrt zum Maligne See auf dem Plan und dabei laufen uns tatsächlich einige Elche über den Weg, welche wir aus etwas Distanz aus unserem Auto beobachten. Leider fällt die zweite Hälfte des Tages ins Wasser, da einer unser Reifen Luft verliert und wir dieses beheben lassen müssen. Irgendwie haben wir nicht wirklich Glück mit diesem Mietwagen, denn bereits am zweiten Tag machte sich ein Riss in der Windschutzschreibe breit, obwohl weder Steinschlag noch unebene Straßenverhältnisse auf den plötzlich entstandenen Riss hindeuteten. Glücklicherweise haben wir sowohl Glas und Reifenschäden mit versichert!
Weiter geht es in Richtung Süden durch den Ice-Field Park für einen Abstecher nach Lake Louise, bevor wir weiter nach Golden fahren und dort 2 Nächte verbringen. Auf der Fahrt in Richtung Süden sind die Straßenverhältnisse schon deutlich schlechter (2 Pässe müssen überwunden werden) aber für unseren kleinen Flitzer auch ohne Probleme machbar, da es tagelang nicht geschneit hatte. Abstecher zum Sunwapta Wasserfall, zum Bow Lake und ein Stopp an der Saskatchewan Fluss Überquerung sind wärmsten zu empfehlen auf dieser Strecke, um das ein oder andere schöne Foto zu schießen.
Nach der 1 Nacht die wir erst spät abends in Golden angekommen sind, nutzten wir den folgenden Tag um den Ort Radium Hot Springs etwas zu erkunden. Das Wetter spielte leider nicht so mit wie an den vorherigen Tagen, sodass wir nach einer 3 stündigen Wanderung in eine der zahlreichen natürlichen, heißen Quellen einkehrten und für einige Stündchen im kanadischen Wasser plantschte, während es unaufhörlich auf unsere Köpfe herunter schneite. Natürlich darf durch eine Tour durch die Nationalparks der in und um Banff nicht fehlen, sodass hier unser nächster Halt angesetzt war.  Erneut passierten wir Lake Louise und machten einen Halt am Johnson Canyon, der sich uns wie einige der Wasserfälle ziemlich zugefroren präsentierte. Ohne Probleme kann man hier einige Stunden verbringen und bis zum Ende der Wanderroute wandern, allerdings sollte man sich Spikes besorgen, wenn das Wetter entsprechend schlecht ist.
In Banff spielte das Wetter nun gar nicht mehr mit, sodass wir zwar einige Orte besuchten, aber die Bilder fast alle ein Reinfall sind. Zu empfehlen ist ein Besuch des „Cave and Basin National Historic Site“, welches die Geschichte und Entstehung der Nationalparks in Kanada erzählt und das sogar kostenlos mit einem Pass für den Park (der 2017 ja auch kostenlos ist). Weitere nette Fleckchen sind der See Minnewanka und ein Aufstieg auf den Tunnel-Mountain. Natürlich gibt es viele weitere Sachen zu erkunden, aber wie bereits erwähnt spielte bei uns das Wetter nicht so richtig mit, daher waren einige Dinge geschlossen.

Am folgenden Tag teilte sich unser Grüppchen auf, denn wir ließen 2 unserer Mitfahrer in Banff zurück (die reisen weiter in Richtung Osten), während wir das Auto zurück nach Vancouver bringen. Wir starten früh und durchqueren auf unserer Rückfahrt noch den Glacier Nationalpark, bevor wir eine weitere Nacht in Kamloops verbrachten. Am folgenden Tag fuhren wir zurück nach Vancouver und konnten das Auto pünktlich an die Vermietung übergeben. Ein Haken hatte das Ganze, denn deren Systeme waren seit einige Stunden tot, sodass wir nun alles handschriftlich erledigen mussten und man mir keinen Schadensbericht inkl. Rechnung erstellen konnte. Man versicherte mir, dass man mir diese in den nächsten Tagen zukommen lässt (brauche ich für die Versicherung, um das Geld erstattet zu bekommen) Leider erhielt ich auch 1 Woche hinterher nichts, aber ich bin immer noch dran!
Nach 2 weiteren Tagen in Vancouver an denen ich mich zum größten Teil um meine Weiterreise in die USA kümmerte, verließ ich Kanada auch schon wieder und reiste per Bus weiter nach Seattle.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Coprights @ 2016, Blogger Template