Mittwoch, September 20, 2017

Argentinien: Zu Gast im Land von Mate und Steak

Life_Gourmet
 
Nach Paraguay und Uruguay geht's heute weiter mit meiner Reise durch eines der bekanntesten und beliebtesten Reiseziele in Südamerika. Ein Land das für Steaks, Tango, Mate und den Fußballspieler Maradona berühmt ist: Bienvenidos Argentinien!

Nach einem kurzen Abstecher auf die argentinische Seite des Iguazu-Wasserfalls und der darauf folgenden Reise durch Paraguay, schließt sich unsere Reise durch Argentinien an. Alles über die Iguacu-Wasserfälle findet ihr im Brasilien Beitrag.

Wie im letzten Beitrag bereits angekündigt, beginnt meine Reise direkt in der Hauptstadt des Landes in Buenos Aires. Die größte Stadt Argentiniens hat durchaus einiges zu bieten. Sicher erwartet man hier vergebens Gebäude im Alter mancher Gebäude in europäischen Städten, aber dennoch versprüht die Stadt einen speziellen Charme. Zahlreiche große, schön angelegte Plätze, die Hafencity und Stadtteile wie zum Beispiel La Boca und San Telmo bieten eine große kulturelle Vielfalt und erlauben einen Reisenden einen guten Einblick in die Welt der Einheimischen. Neben vielen Museen, dem Friedhof Recoleta auf dem Eva Perron (Evita) beerdigt ist und einigen Plätzen mit historischen Gebäuden rundherum solltest du vor allem ein typisches Argentinisches BBQ nicht verpassen, bei uns wurde es direkt im Hostel angeboten.
Friedhof La Recoleta (Eva Perron"Evita" ist hier begraben)
Unsere nächste Destination auf dem Weg in Richtung Westen war die Stadt Rosario. Dieser Ort ist bekannt dafür, dass hier die argentinische Flagge entworfen wurde und noch heute ist eines der Hauptdenkmäler der Stadt ein Monument, welches diese darstellt. Neben einem zufälligen „Sporttag“ der einem Marathon ähnelte gab es in der Stadt nicht viel zu entdecken, außer die nette Promenade in Richtung des Rio Grande, welche allerdings lediglich zum Spazieren und nicht zum längeren verweilen (keine Cafés) einlädt.
Flaggendennmal (das eigentliche war in einem Bauzaun)
Weiter geht es in die zweitgrößte Stadt des Landes nach Cordoba. Ähnlich wie in Rosario gibt es hier nicht wirklich viel zu entdecken, allerdings gestaltet sich das Party machen in dieser Stadt als sehr abwechslungsreich und vergleichsweise günstig. Die öffentlichen Parks sind nicht wirklich gut in Schuss gehalten und die an ein bis zwei Händen abzählbaren Gebäude und Kirchen können der Stadt keinen wirklichen Charme verleihen.
Eine der Kirchen
Die nächste Stadt auf unserem Weg heißt Mendoza. Hier übernachteten wir bei einem Couchsurfer in der Wohnung und neben einem Abholservice vom Terminal am frühen Morgen, verbrachten wir einige nette Abende mit Bier, Wein, Gesellschaftsspielen und Musik bei Marty, welcher Lehrer ist und in einer Band spielt. Die Stadt ist zwar teilweise ganz nett anzuschauen, aber wirklich überzeugen kann auch Mendoza mich nicht, da hilft auch nicht, dass Mendoza eine bekannte Weinregion ist und wir eine kleine Weintour durch verschiedene Weinkeller machten und eine Olivenfarm besuchten. Allerdings sollte die Stadt der Ort werden an dem sich die Wege von meiner Reisebegleitung und mir in verschiedene Richtungen orientierten. Während Sie direkt in den Norden nach Salta fuhr, machte ich einen Abstecher in das nördliche Patagonien nach Bariloche.
Olivenfarm
Weintour
In dem kleinen, aber gemütlichen Städtchen fühlte ich mich direkt pudel wohl, dass mag auch daran liegen das es den typischen Charme einer Schweizer/Österreicher Bergstadt versprüht und die Lage an einem riesigen See du umgeben von zahlreichen Bergen tut sein übriges dazu, um diesem Ort eine Gemütlichkeit zu verleihen. Mit einem Bus fuhr ich etwas aus der Stadt hinaus in einen der Nationalparks in dem man wunderbar wandern gehen konnte. Auf meinem Weg hinauf auf den Berg Campanario begegnete mir sogar keine Menschenseele und ich konnte den wundervollen Ausblick ganz für mich genießen. In der Umgebung von Bariloche gibt es einige Berge die zu besteigen oder mit der Seilbahn befahrbar sind. Im Winter (Juli + August) hat man hier sogar eine Menge Schnee in den Bergen, sodass die Stadt ein beliebter Ort für Argentinier zum Skifahren ist.
Von Bariloche aus reiste ich nach Chile, wovon ich euch das nächste Mal berichten werde, allerdings überquerte ich die Grenze im Norden Chiles (Atacama Wüste) erneut und genoss neben der Überquerung der Anden die im nördlichen Argentinien beheimatete Stadt Salta.
Fahrt von San Pedro nach Salta
Die Stadt ist gar nicht so klein wie man zuerst vermutet wenn man eine Stadt in den Bergen denkt, aber dennoch geben zahlreiche Gebäude aus der Kolonialzeit und der zu erklimmende Berg „San Bernado“ der Stadt etwas Spezielles. Von Salta aus machte ich einen Ausflug nach Cachi, welcher mich durch den Nationalpark Los Cardones führte. Auf der Fahrt kannst du neben wilden Condors, Lamas und einigen Alpaccas auch verschiedene Landstriche beobachten. Zuerst ist es sehr bergig und die Tour führt sogar höher als 4000 Meter, bevor der Landstrich sich nach und nach verändert und du plötzlich eine Wüste mit tausenden Kakteen vor dir siehst. Die Stadt Cachi selber ist eher ein touristisch angelegtes Städtchen, welches den Charme einer kleinen Einheimischen Siedlung verloren hat, aber der Weg ist das Ziel, oder wie heißt es so schön? Ich würde eine Tour jederzeit empfehlen,  da die verschiedenen Ausblicke und Landstriche wirklich sehr Abwechslungsreich und schön sind.
Da ich nicht genau wusste, ob es möglich ist direkt von Salta aus nach Bolivien zu reisen, da man hierzu viele verschiedene, aber größtenteils sehr veraltete Informationen findet, legte ich auf dem Weg in den Norden einen Stopp im überschaubaren Städtchen Humahuaca ein. Viel zu tun ist hier nicht und ein Nachmittag ist mehr als genug, um das kleine Städtchen etwas kennen zu lernen und durch die belebten Gassen zu schlendern. Von Humahuaca aus fährt ein Bus dann direkt zur bolivianischen Grenze, die man dann zu Fuß selbst überquert. Der Grenzübergang ist nicht wirklich ansprechend gestaltet und viele Touristen sucht man hier vergebens. Nach etwa 30 Minuten Wartezeit konnte ich Argentinien dann endlich in Richtung Bolivien verlassen und strandete in dem kleinen Grenzstädtchen Villazón, worüber ich euch im Beitrag zu Bolivien dann mehr erzählen werde.

Fazit zu Argentinien

Besonders hervorheben möchte ich in Argentinien den Bereich rund um Bariloche der mir sehr gefallen hat und ich wäre auch gerne noch weiter südlich gereist, aber leider war ich einfach zur falschen Jahreszeit in der Gegend, sodass das Wetter je südlicher man kommt immer schlechter wurde und ich nur sehr viel Glück hatte auch 2 sehr schöne Tage in Bariloche zu erwischen. Desweiteren hat mir auch dir Gegend rund um Salta sehr gut gefallen und jedem Reisenden der in Argentinien unterwegs ist würde ich einen Abstecher in den Norden des Landes empfehlen. Auch die Überquerung der Anden mit dem Bus ist ein ganz besonderes Abenteuer! Ich selbst habe Sie einmal von Bariloche nach Puerto Varas und einmal von San Pedro (Atacama) nach Salta überquert, aber hörte das besonders auch die Überquerung von Mendoza nach Santiago sehr eindrucksvoll sein soll.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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