Samstag, Juli 29, 2017

Brasilien: Rio de Janeiro und die Iguaçu Wasserfälle

Life_Gourmet
Strand in der Nähe vom Zuckerhut
Nach meiner kleinen Pause vom Reisen in der ich knapp 20 Tage in der Heimat und bei Freunden rund um Deutschland und Österreich verbachte, geht meine Reise nun auf dem südamerikanischen Kontinent weiter. Erster Halt ist die Stadt des Samba, des Zuckerhuts und der weltberühmten Jesus Statue: Rio de Janeiro.

Meine Maschine fliegt von Hamburg aus nach London und dann direkt weiter ins Herz von Brasilien. Wir verbringen einigen Tage in Rio und erkunden die Stadt von unserer Unterkunft in Santa Therese aus. Mit einer alten Straßenbahn die alle 20 Minuten fährt kann man von hieraus kostenlos in Richtung Zentrum fahren, nur die Rückfahrt ist relativ kostspielig, wenn man den etwas erhöht liegenden Stadtteil nicht täglich zu Fuß erklimmen will.
Oben fährt die Straßenbahn aus Santa Theresa kommend.
Die Straßenbahn
Natürlich gibt es in Rio einiges zu entdecken und neben den Escadapia Selaron, dem Zuckerhut, der Jesus Statue, Copacabana, Ipanema und Co. sind es vor allem die kleinen Dinge die diese Stadt auszeichnen. Direkt in unmittelbarer Umgebung von Santa Theresa gibt es eine vorbildlich restaurierte Ruine von der aus man einen wundervollen Ausblick auf die Stadt hat und das sogar kostenlos. Natürlich gehört in der Stadt des Samba auch ein Besuch der Jesus Statue dazu, welche völlig überlaufen ist und einem weder einen ruhigen Moment zum genießen der Situation, noch gute Fotoperspektiven der Statue bietet ohne zahlreiche Statisten auf dem Bild.

Park der Ruinen (Ausblick siehe unten)
Copacabana
Kunstmuseum (außen)
Ausblick von der Ruine
Besuch bei der Jesus Statue
Ausblick vom Jesus
Weiter geht es mit einem Besuch des Zuckerhuts und dem anliegenden Strand (Praia Vermelha). Mit der Seilbahn erklimmen wir den Berg und natürlich ist auch diese Aussichtsplattform durchaus voll von Menschen, allerdings ist für mich persönlich die Aussicht vom Jesus-Berg deutlich schöner, aber da streiten sich auch hier vor Ort die Geister drüber. Das ist sehr ähnlich der Frage welcher der Strände: Copacabana oder Ipanema schöner ist, wobei beide für mich nur riesige, überfüllte Strände sind ohne etwas besonderes, da gefiel mir der kleine Lagunen ähnliche Strand in der Nähe des Zuckerhutes deutlich besser.
Zuckerhut
Ausblick vom Zuckerhut
Ausblick vom Berg vor dem Zuckerhut
Ein weiterer interessanter Bereich in Rio ist der neu gestaltete Hafenbereich, welcher auch mit den meisten erhaltenen Kolonialbauten punkten kann. Neben einer hoch modern designten Promenade findet man in den kleineren und größeren Straßen drum herum die manchmal fast wie eine Geisterstadt wirkenden Gebäude aus der Kolonialzeit.
Einen etwas größeren Sprung machen wir von Rio direkt zu den größten Wasserfällen des Erdballs in der Gegend um Foz de Iguaçu. Die Stadt liegt einen knappen Tag Busfahrt (24Stunden) entfernt und ist der Ausgangspunkt zum großen Wasserspektakel zwischen Brasilien und Argentinien. Es ist möglich beide Seiten der Wasserfälle zu besuchen und natürlich tun wir dies auch.

Wir beginnen mit der brasilianischen Seite und nehmen den Bus der direkt vor dem Hostel abfährt und direkt am Eingang des Nationalparkes endet. Für beide Seiten gibt es auch ziemlich kostspielige Touren die wirklich nicht notwendig sind, denn beide Seiten sind sehr einfach alleine besuchbar! Die brasilianische Seite gibt dir einen guten Überblick über die Größe des Wasserfalls (bzw. der Wasserfälle) und erlaubt die Schnappschüsse von etwas Entfernung, wobei es auch Plattformen gibt auf denen man etwas nass werden kann. Die Chance auf dem Weg durch den Park dem einen oder anderen Nasenbären zu begegnen sind durchaus gut, aber sei vorsichtig mit Speisen! :)

TIPP: Lasse dich vom Bus ganz ans Ende der Tour fahren und laufe dann vom Ende zurück! Warum? Es bilden sich riesige Schlangen auf den langen Wegen zu den verschiedenen Plattformen und du beginnst zwar direkt bei der Besten, aber kannst dadurch viele Touristen die noch auf dem Weg zum Ende sind umgehen. Desweiteren kommst du schneller voran, da du vermutlich der einzige bist der diesen Kurs rückwärts läuft und du nicht wie die anderen in Kilometer langen "Entenmarsch Schlangen" warten musst.
Nun geht es zur etwas schwieriger erreichbaren argentinischen Seite. Du nimmst einen Bus der dich in die Stadt Port de Iguaçu führt, diese sind oft extra mit Argentinien Schildern gekennzeichnet. An der Grenze steigst du nur auf der argentinischen Seite aus, da du für die Iguaçu-Wasserfälle nicht aus Brasilien ausgestempelt werden musst (bei Tagestrips!), dich aber in Argentinien ein stempeln musst! Der Bus wartet auf dich und deine Mitfahrer und setzt seinen Weg fort. An der Hauptstraße kommt er in einen Kreisverkehr und direkt dahinter ist die erste Bushaltestelle an der du aussteigst, wenn du bereits Pesos hast, denn die brauchst du um den Eintritt zu zahlen! Die Argentinische Seite akzeptiert weder die brasilianische Währung noch Kreditkarte! Solltest du keine Pesos haben, fahre bis zum Terminal durch, denn dort gibt es einige ATM etwa 2 Blocks entfernt. Vom Terminal aus fährst du mit dem Bus zu den Iguaçu-Wasserfällen. Dies ist der Selbe Bus in den du einsteigst, wenn du direkt nach dem Kreisverkehr aussteigt und auf der anderen Straßenseite wartest, aber du sparst dir ca. 20. Minuten Busfahrt zum und vom Terminal hin!

Was gibt es dort zu sehen?
Die argentinische Seite bietet einen anderen Blick auf die Wasserfälle als die brasilianische Seite. Es gibt 2 Wanderwege die angelegt wurden, damit man von deutlich weiterer Entfernung, einen Überblick auf die Vielzahl der Wasserfälle erhält. Allerdings kann man auch mit einer Bahn direkt in den "Teufelsschlund" fahren und ins Auge der Wassermassen sehen. Nachteil daran ist, dass der Zug meistens einige Stunden Wartezeit mit sich bringt, aber man kann dir Strecke an den Gleisen entlang auch laufen (ca.5km) und dann nach etwas Wartezeit auf dem Steeg (aufgrund der Menschenmassen) einen Blick in die Tiefe werfen.
Wasserfälle vom oberen Pfad
Wasserfälle vom oberen Pfad
Teufelsschlund
Teufelsschlund
Weiter führt mich die Reise in das kleine eher weniger touristische Paraguay. Im nächsten Beitrag berichte ich euch dann von meiner Woche am zweitgrößten Wasserkraftwerk der Welt, der Hauptstadt Asuncion und den erhaltenen Jesuiten Ruinen im Süden des Landes.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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