Freitag, Juni 30, 2017

Südafrika, Lesotho, Wildcoast und Garden Route

Life_Gourmet
Nach meiner Safari Tour im Kruger-Nationalpark geht es mit dem BazBus in Richtung Kapstadt. Wieso der Bus? Natürlich ist es möglich sich ein Auto zu mieten und auch die Safari Touren auf eigene Faust zu machen, allerdings reise ich in der Nebensaison und in den Hostels sind kaum Leute anzutreffen und wenn doch dann eher Studenten, welche hier für ein paar Wochen unterkommen. Diese Tatsache und die Ungewissheit darüber wie sicher es wirklich ist Südafrika mit dem Auto alleine zu bereisen, haben mich dazu bewogen auf die Variante mit dem Bus zurückzugreifen, obwohl ich eigentlich nicht wirklich auf solche Touristen-Routen abfahre.
Meine Route führt mich von Johannesburg bis hin nach Kapstadt von wo aus ich das Land verlasse. Natürlich kann man in ca. 30 Tagen nicht jedes Fleckchen von Südafrika und nicht jeden Ort den der Bus anfährt besuchen, da das Land sich ziemlich lang zieht und man durch gewisse Fahrplaneinschränkungen (der Bus fährt nur alle 2 Tage) etwas in seiner Flexibilität gelähmt ist.
Nothern Drakensberg
Nothern Drakensberg
Mein erster Stopp ist Nothern Drakensberg für das ich mich entschieden habe, da ich gerne eine Tour in das kleine Land Lesotho machen wollte, was ich dann natürlich auch getan habe. Lesotho wird aufgrund seiner besonderen Lage auch „Das Königreich im Himmel“ genannt, da der tiefste Punkt des Landes auf über 1400Meter über dem Meeresspiegel liegt. In einem Bericht über die Ermittlung der menschlichen Entwicklung steht Lesotho auf dem 161. von 188. Plätzen und gilt somit als eines der am wenigsten entwickelten Ländern des Planeten. Flächenmäßig ist das Königreich Lesotho so groß wie Belgien und durch seine Lage im Landesinneren ist es komplett von Südafrika umgeben. Desweiteren ist das Land in dem ca. 2 Millionen Menschen leben, einer der wenigen Nationalstaaten der Erde in dem das Volk mit 99% aller Einwohner eine gemeinsame Kultur, Identität und Tradition besitzt.

Unsere Tour nach Lesotho begann mit einer ca. 90minütigen Fahrt vom nördlichen Drakensberg über die Grenze am Pass "Mononts'a". Direkt hinter dem Grenzübergang merkt man einen großen Unterschied der Länder, denn der Einreiseschalter in Lesotho ist in einer Art Bauwagen und Straßen sind kaum bis gar nicht vorhanden. Die Tour startete mit dem Besuch einer Schule und einer anschließenden Wanderung in den Bergen. Auf dem Gipfel eines Berges nahmen wir dann Mittag zu uns und bekamen ein traditionell zubereitetes Gericht (Maisbrei ähnlich). Anschließend besuchten wir eine Heilerin und konnten über einen Dolmetscher mit Ihr und einem weiteren Heiler des Dorfes darüber sprechen wie Sie Heilerin wurde, was sie nicht heilen kann und alles was uns sonst noch so einfiel. Der Abschluss bestand aus einem heimischen Bier, bevor wir zurück nach Northern Drakensberg fuhren.
Traditionelle Häuser
Heilerin in Lesotho
Lage in den Bergen
Weiter geht die Fahrt mit dem BazBus nach Durban, wo ich lediglich 1 Nacht verbringe um am nächsten Tag nach Coffee Bay weiterzufahren. Hier checkte ich vorerst für 2 Tage ein, doch noch am selben Abend verlängerte ich meinen Aufenthalt um 2 weitere Nächte, da das Coffee Shack eine wirklich angenehme Atmosphäre mit sehr fairen Preisen bietet. Am nächsten Tag beschließe ich meine ersten Surfstunden zu nehmen und direkt bei den ersten Versuchen stehe ich bereits einige Male die Wellen.
An den folgenden Tagen machte ich Ausflüge zum "Loch in der Wand" und genoss die idyllische Landschaft die mich sehr an Irland und Neuseeland erinnert. Ich vergleiche ja ungern Länder, aber in diesem Falle denke ich gerne an meine Zeit in Irland und Neuseeland zurück und genieße die Zeit in der Coffee Bay umso mehr...
Loch in der Wand
Coffee Bay
Coffee Bay
Coffee Bay
Weiter geht es über Port Elizabeth nach "The Crags". Hier ist der Beginn der bekannten "Gardenroute" und landschaftlich ist dieser Landstrich nicht vergleichbar mit dem vorherigen. Viele Bäume, wenig Berge, sehr grün und drum herum viele Nationalparks und Wanderwege. Von meinem Hostel aus machte ich gemeinsam mit anderen einen Wanderweg über 5 Stunden, welcher uns durch afrikanische Steppe, Wälder, eine Lagune bis runter zum Meer führte. Weiter ging es eine Sandbank entlang zwischen Meer und Lagune zu einem schmalen Pfad, welcher von Klippen auf der einen und dem Meer auf der anderen Seite gesäumt ist. Ein weiterer Höhepunkt war eine verlassene Bucht, die wir entlang liefen um zurück zum Ausgangspunkt zu kehren. Erstaunlich welch große Vielfalt an natur dieser Wanderweg auf knapp 10-15km zu bieten hat.
Blick vom Hostel (Wild Spirit Lodge)



Der Start des Weges
Auf dem Weg...
Die Sandbank (links kamen wir raus)
Strand
Pfad an den Klippen
Lagune
Aufgrund mehrerer Waldbrände und einem starken Sturm (Wind), welche die Brände extrem vergrößerte, mussten wir in der Zeit in der ich in "The Crags" war stets schauen, dass unsere Rucksäcke gepackt sind, damit wir im Evakuierungsfalle schnell alle wichtigen Sachen beisammen haben. An einigen Tagen hatten wir nur Strom im Hauptgebäude (Notstromaggregat) und das Wasser war auch beschränkt. Auf dem weitere Verlauf der Garden Route sah es ähnlich aus Orte wie Knysna oder Nicner wurden nicht mehr angefahren, da es zu gefährlich war und Orte wie Plettenbergsbay verschwanden gar einige Stunden im dunklen Rauch des Brandes. Gemeinsam mit anderen Leuten spendete ich Kleidung und etwas Geld für die Leute vor Ort die stark betroffen sind, bevor ich mich dazu entschied direkt weiter nach Mosselbay und raus aus der Krisenregion zu fahren. Leider konnte ich durch diese Umstände nicht wie geplant den Bungeejump von der Brücke machen, da mein Hostel keinerlei Shuttles in diesem Zeitraum anbot und keiner der anderen Besucher Lust hatte sich mir anzuschließen.

Weiter geht meine Reise durch Südafrika bis nach Kapstadt im nächsten Beitrag.



Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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