Freitag, Juni 09, 2017

Ägypten - Das Tal der Könige und Sharm el Sheikh

Life_Gourmet
Hier geht’s zum erste Beitrag von Ägypten: Ägypten – Land der Pharaonen und Pyramiden

In Luxor angekommen checke ich in mein Hostel ein und freue mich auf einen Mittagsschlaf nach meiner 16 stündigen Zugfahrt von Alexandria. In einem Restaurant in der Nähe meiner Unterkunft (Straßenmärkte werde ich in den nächsten Tagen erst einmal meiden) bestelle ich direkt 2 Hauptgänge und schlemme königlich, da es auf der Zugfahrt nichts Vernünftiges gab.
Ausblick aus dem Zug - Fahrt entlang des Nils
Ausblick aus dem Zug - Fahrt entlang des Nils
Ausblick aus dem Zug - Fahrt entlang des Nils
Am nächsten Morgen besuche ich zuerst den Karnak Temple, bevor ich weiter zum Luxor Temple fahre. Die Anlage des Karnak Tempels gilt als größte Tempelanlage Ägyptens und liegt etwas außerhalb im Norden von Luxor. Besonders beeindruckend sind die riesigen imposanten Steinsäulen des Hypostyls im Tempel des Amun-Re. Die über 120 Säulen, welche noch heute in einem guten Zustand sind zeigen die einzigartige Baukunst der Ägypter vor tausenden von Jahren. In der Antike waren der Karnak Tempel und der Luxor Tempel mit einem über 2,5 Kilometer langen Allee verbunden, welche mit hunderten kleiner  Sphinx-Statuen gesäumt war. In den letzten Monaten hat man begonnen diese Allee zu rekonstruieren und nach und nach werden gefundene Sphinx-Statuen zurück an Ihren alten Platz gesetzt. Der Luxor Tempel hingegen ist deutlich kleiner, aber kann durch eine einzigartige Geschichte bestechen. Neben zahlreichen Kirchen zur Römerzeit wurde der Tempel umfunktioniert und sogar heute findet man noch kirchliche Zeichnungen an manchen Wänden. Deutlich später baute man auf den Ruinen der einen Seite des Tempels eine Moschee die noch heute dort steht.
Karnak Tempel
Teil der Sphinx Avenue
Steinsäulen des Hypostyls im Tempel des Amun-Re
Luxor Tempel
Luxor Tempel
Luxor Tempel
Am folgenden Tag klingelte gegen 7 Uhr der Wecker, denn gegen 8 Uhr fährt der Shuttlebus in Richtung Tal der Könige los. Nach einem Kurzbesuch bei den Memnonkolossen, geht’s weiter zum Habu Tempel (Totentempel von Ramsis III), welcher einer der am besten erhaltensten Tempel von Ägypten sein soll. Die Kulisse ist beeindruckend und manche Malereien sind noch nach einigen Tausenden Jahren gut zu erkennen. Bevor wir endlich zum Highlight des Tages dem Tal der Könige fahren, besuchen wir noch den Tempel von Hatshepsut, der komplett zerstört war und in jahrelanger Arbeit wieder aufgebaut und rekonstruiert wurde. Sie gilt als eine der wenigen weiblichen Pharaonen des Landes. Im Tal der Könige angekommen besuchten wir die Gräber von Ramses4, Ramses9 und Merenpetah. Warum genau diese? Man kann sich mit seinem Eintrittsticket 3 von 9 Gräbern anschauen, während es 2 weitere Gräber gibt für die man sich ein extra Ticket kaufen muss, wie zum Beispiel fürs Grab von Tutanchamun. Wir wählten diese Gräber aus, da es sich bei einem der Gräber um das Tiefste momentan zugängliche Grab handelt, eines weil es nie vollendet wurde, da der Pharao vor der Fertigstellung verstarb und eines, weil die Malereien und Verzierungen an den Wänden in diesem sehr guten Zustand sind. Auf dem ganzen Areal des Tal der Könige ist das schießen von Fotos untersagt und in den Gräbern gibt es Wächter die aufpassen, dass keine Bilder geschossen werden.
Memnonkolossen
Habu Tempel (Totentempel von Ramsis III)
Habu Tempel (Totentempel von Ramsis III)
Habu Tempel (Totentempel von Ramsis III)
Habu Tempel (Totentempel von Ramsis III)
Tempel von Hatshepsut
Tempel von Hatshepsut
Tal der Könige
Tal der Könige
Der Nil bei Luxor
Luxor
Luxor Museum
Luxor
Luxor
Festival in Luxor
Festival in Luxor
Eigentlich hatte ich geplant von Luxor weiter nach Abu Simbel zu fahren, aber Aufgrund meiner Erkrankung und einem festen Termin zu dem ich eine Freundin in Sharm el Sheikh treffe, verzichtete ich auf eine Weiterreise in den Süden des Landes. Die nächste Hiobsbotschaft erhielt ich in Luxor, als ich erfuhr das die Fähre von Hurghada nach Sharm el Sheikh zurzeit nicht fährt was bedeutete, dass ich meinen gebuchten Bus nach Hurghada stornierte und einen Bus zurück nach Kairo mit direktem Anschluss für einen Bus nach Sharm el Sheikh buchte. Die 20 Stunden Busfahrt waren ein besonderes Abenteuer, denn besonders der Abschnitt von Kairo auf die Sinai Halbinsel war geprägt davon das wir zahlreiche Kontrollen durchqueren mussten. Für uns Insassen hieß das aussteigen, Gepäck aus dem Kofferraum hieven und vor uns aufbauen. Mit Reisepass in der Hand wurden erst wir und dann unser Gepäck inspiziert, was an sich ja kein Problem ist, allerdings fand dies im 2 stündigen Takt 3 Mal statt und verhinderte die letzte Möglichkeit eines Gedanken an Schlaf.
Das Resort
Das Resort
In Sharm el Sheikh checkte ich gemeinsam mit Kerstin in ein Resort Hotel ein, welches wir einige Tage zuvor gebucht haben. Kerstin habe ich in Australien, genauer gesagt in Brisbane im Hostel kennen gelernt. In den letzten Wochen hatten wir uns darauf geeinigt uns in Sharm el Sheikh zum Schnorcheln/Tauchen zu treffen und eine Woche Urlaub zu machen. Sie flog extra aus Deutschland ein, während ich meine Ägyptenreise hier beende.

Das Resort selbst hat eine sehr gepflegte Anlage und mit der zugebuchten Halbpansion blieben keine unserer Wünsche offen. Mit 3 Pools, 3 Bars, eigenem Strand und kaum anderen Besuchern nutzten wir diesen kurzen Urlaub neben dem Schnorcheln zum entspannen. Während der Woche besuchten wir die Hauptorte Sharm el Sheikh und den „Old Market“ in Sharm. Desweiteren machten wir 2 komplette Tagesausflüge zum Schnorcheln/Tauchen im Nationalpark Ras Mohammed und in Tiran. Während der Ausflüge hatten wir jeweils die Möglichkeit an 3 verschiedenen Riffen bzw. Riffabschnitten zu schnorcheln. Deutlich besser gefiel uns der Trip nach Ras Mohammed, da dort nicht nur die Korallen sondern vor allem die Fischvielfalt deutlich größer zu sein schien.

Das Fazit zu Ägypten:

Eine Backpacking Reise in Ägypten ist mit unter keine einfache Angelegenheit und Anfängern würde ich sogar davon abraten, da es an manchen Orten spürbar noch nicht so sicher ist wie es in vielen anderen Ländern der Fall ist. Der Fakt, dass viele kein Englisch sprechen und öffentliche Verkehrsmittel teilweise schwierig ausfindig zu machen sind, macht es etwas schwieriger hier zu reisen, allerdings ist eine Reise für geübte Backpacker durchaus nur eine kleine Herausforderung, besonders wenn man über Couchsurfing zahlreiche lokale Kontakte kennenlernt und diese einem gerne behilflich sind. Die historischen Bauwerke und Tempel, sowie die ganze Geschichte des Landes sind sehr interessant und bieten auf alle Fälle einen tieferen Einblick in die Vergangenheit der Menschheit, als man Ihn vielerorts bekommt. An mancher Stelle, wie zum Beispiel an den Pyramiden von Gizeh habe ich mir die Umgebung etwas anderes vorgestellt, da man die Pyramiden eher in der Wüste, als in unmittelbarer Nähe zur Stadt vermutet und der Verlauf des Nils verändert wurde und somit das Bild, dass man aus Filmen kennt unwirklich erscheint. Nicht destotrotz würde ich einen Besuch der Pyramiden jedem empfehlen der sich für einen Urlaub oder eine Reise in Ägypten entscheidet.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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