Montag, Mai 22, 2017

Malaysia - Penang, Goergetown und Kuala Lumpur

Life_Gourmet
Streetart and Me
Ziemlich spät am Abend landet meine Maschine auf Penang. Nach der stetigen Routine am Flughafen, welche die Abholung des Gepäcks, das ziehen von Geld am ATM und das Verbinden mit dem Wlan beinhaltet, ging es weiter mit einem Uber nach Georgetown in meine Unterkunft in die ich gegen Mitternacht hinein schneite. Nach einer Dusche und der abendlichen Routine schmeiße ich mich ins Bett und schlafe erst einmal aus.

Am Morgen lerne ich dann Osman und Kilian kennen, die in den Nachbarbetten im selben Zimmer unterkommen sind. Kilian ist aus München und reist für ca. 1 Jahr um die Welt, während Osman aus London kommt und auch noch das ein oder andere Ziel vor sich hat. Da Kilian gesundheitlich etwas angeschlagen ist, breche ich mittags gemeinsam mit Osman auf um die Umgebung zu erkunden. Natürlich ist er schon einige Tage da und kennt sich daher schon etwas aus, während mich der Charme von Georgetown ziemlich zügig in seinen Bann zieht. Mittags speisen wir in einem der zahlreichen Restaurants im indisch angehauchten Stadtteil der Stadt, nachdem mir Osman einen guten ersten Einblick in die Streetart der Stadt verschafft hat. Da es in Malaysia ungewohnt warm für mich ist (35 Grad + hohe Luftfeuchtigkeit) nachdem ich aus Japan und Korea nur noch um die 20 Grad gewöhnt war, gönnte ich mir nachmittags eine Pause bevor ich mit Kilian zum Abendessen aufbrach.
Indisches Essen
Das Flair in Georgetown ist kaum in Worte zu fassen, denn noch nie auf meiner Reise habe ich es erlebt, dass eine Stadt mich so in seinen Bann zieht, obwohl sie auf der anderen Seite so touristisch ist. Mit seinen 200.000 Einwohnern ist Georgetown eine vergleichsweise kleine Stadt und dennoch haben einige Stadtteile verschiedene ethnische Schwerpunkte, wie zum Beispiel „little India“ und „Chinatown“. Ein weiterer positiver Faktor ist, dass Penang trotz vieler Touristen gutes, günstiges, einheimisches Essen bietet und durch seine eigenwillige Streetart überall ein wundervolles Flair zaubert. An allen Ecken, besonders an denen in denen man auf den ersten Blick nichts sieht, findet man die originelle Kunst des mittlerweile berühmten Künstlers aus Osteuropa.
Ein Steg in Georgtown
Natürlich gibt es auf Penang mehr zu entdecken als Georgtown und seine Straßenkunst. Es ist zum Beispiel möglich auf den Penang Hill zu wandern, dazu fährt man von Georgetown mit einem lokalen Bus zum Startpunkt und wandert dann ca.2 Stunden bergauf um einen wundervollen Blick über die Insel zu erhalten. Alternativ kann man sich die Anstrengung auch sparen und die Seilbahn nutzen um den Hügel zu erklimmen. Übrigens fahren in Georgtown Busse rum die man umsonst nutzen kann und das steht auf der Außenfläche auch ziemlich groß „FREE BUS“.
Monkey Beach
Ein weiteres Highlight ist sicher der Nationalpark von Penang der mit dem Bus etwa 45 Minuten entfernt von Georgtown liegt. Nachdem man sich eingetragen hat in das Register kann es auch schon los gehen auf die Erkundungstour. Über Stock und Stein folgen wir dem Weg durch den Urwald, über alte Holzbrücken, am Strand entlang bis hin zum Monkey Beach. Hier kann man Jet-Ski fahren oder einfach nur chillen in einem der alternativen Cafés vor Ort. Die Wanderwilligen können weiter in Richtung eines Leuchtturmes am Ende des Parks laufen zu dem es vom Monkey Beach aus ziemlich steil bergauf geht. Der Leuchtturm hat den Charme eines Geisterhauses, da sich drum herum nichts befindet außer Meer, Regenwald und viel Natur.
Karstberge
Mit dem Bus geht es von Penang aus weiter in Richtung Süden nach Kuala Lumpur. Auf der abenteuerlichen Fahrt die mit 4 Stunden angekündigt wurde, aber am Ende 8 Stunden dauerte kann man viel von der Natur des Landes vorbei fliegen sehen. Ziemlich traurig ist es, dass vor allem die Karstberge in diesem Gebiet die wirklich schön sind, aufgrund der Steingewinnung nach und nach abgebaut werden und somit von der Erdoberfläche verschwinden.
In Kuala Lumpur checke ich im Selben Hostel ein wie Osman. Am ersten Tag dort treffe ich eine Gruppe von Couchsurfern und wir besuchen gemeinsam die Batu Höhlen am Rand der Stadt. Die Höhlen sind kostenfrei z besichtigen und natürlich sehr touristisch, da in KL nicht sonderlich viel zu tun ist, wenn man das „Sightseeing-Programm“ mal betrachtet. Bereits am Aufgang zu den Höhlen kommen einem zahlreiche Affen entgegen, die natürlich auf Futter lauern. Im Innern der Höhle setzt sich dies fort, allerdings kann man relativ günstig auf dem Weg von der Bahn zur Höhle die ein oder andere Banane erstehen.
Batu Cave
Ein weiteres Mustsee der Stadt sind natürlich die Petronas Towers, die wie ich feststellen musste immer weiter und weiter zugebaut werden, da rundherum weitere Wolkenkratzer hoch gezogen  werden und aus vielen Richtungen bereits der Blick auf die Zwillingstürme beeinträchtigt oder nicht mehr gegeben ist. Eigentlich sehr Schade, da die Zwillingstürme sich in den letzten Jahren zum Wahrzeichen der Stadt entwickelt haben und das typische Merkmal der Skyline ist, um zu wissen das es sich um Kuala Lumpur handelt. Die zahlreichen Hochhäuser rundherum bieten natürlich viele Möglichkeiten in Form von Aussichtsplattformen oder Rooftopbars (z.B. Helibar), um den Blick auf die Petronas Towers zu jeder Tageszeit zu genießen. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch kurz vor Sonnenuntergang, da man ein Bild tagsüber, zum Sonnenuntergang und in der abendlichen Dämmerung schießen kann.
Petronas Towers
Petronas Towers
Park an den Petronas Towers
Der restliche Teil der Stadt bietet nicht viel Neues zu anderen asiatischen Großstädten, wie Bangkok oder Ho-Chi-Minh-City. Natürlich bekommt man in verschiedenen Stadtteilen leckeres, günstiges Essen, kann in verschiedenen gigantischen Malls einkaufen gehen und die ein oder andere Moschee, oder eines der Museen besuchen. Vielleicht ist es auch einfach schwierig gegen den Charme von Georgetown auf Penang an zukommen, da die Stadt wirklich anders ist und mich gefesselt hat. So schnell können 10 Tage in Malaysia als Stopover vorbei gehen ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter Besuch hier war, um meinen Einblick in das Land weiter zu vertiefen und einige weitere Ecken des Landes kennenzulernen.
Blick von der Helibar
Meine Reise führt mich weiter ins Land der Pharaonen und Pyramiden nach Ägypten. In Kairo werde ich das erste Mal den afrikanischen Kontinent betreten und ca.3 Wochen lang an verschiedene Ecken des Landes reisen und natürlich zahlreiche Museen, Tempel und Grabanlagen die teilweise über drei bis vier Tausend Jahre alt sind. 

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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