Montag, Mai 29, 2017

Ägypten – Land der Pharaonen und Pyramiden

Life_Gourmet
Meine ersten Schritte auf dem afrikanischen Kontinent machte ich beim Verlassen der Maschine auf dem internationalen Flughafen von Kairo. Nachdem ich an einem Bankschalter vor dem Zoll für 25US$ ein Visa erworben habe, klebte der Zollbeamte dieses ein und stempelte das aktuelle Datum zur Einreise auf die Seite. Am Gepäckband wartete ich auf mein Gepäck und nahm dieses nach einer Weile in Empfang. Ich besorgte noch etwas Geld am ATM und verließ das Flughafengebäude.
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Meine ersten Tage in Ägypten kam ich bei Mahmoud (Couchsurfing) unter und direkt vom Flughafen aus, brachen wir auf um einen Teil der Altstadt in der Nähe der alten Stadtmauer zu entdecken. In der Al Mu’lzz Straße gibt es verschiedene sehr alte Moscheen, ein altes Badehaus, ein historisches Krankenhaus, eine Schule, eine Art Wassertank Gebäude in dem früher das Wasser gelagert wurde und natürlich viele kleine Cafés und Stände. Später frühstückten wir in einem der kleinen Cafés und machten uns auf zur Zitadelle von Salah Al-Din, welche eine der berühmtesten und schönsten Moscheen von Ägypten sein soll. Ich kann bestätigen, dass diese Moschee wirklich atemberaubend schön ist. Wir erkundeten die gesamte Umgebung in der man auch einen Ausblick auf die Stadt hat, sich das Polizei und Waffenmuseum anschauen kann und besichtigten ein altes Gefängnis. Weiter ging es zur Sultan Hassan & Al Refa’I Monument Region in der sich zwei weitere sehr bekannte Moscheen befinden.
Al Mu’lzz Straße
Altes Badehaus
Al Mu’lzz Straße
Stadtmauer
Zitadelle von Salah Al-Din
Ausblick von der Zitadelle von Salah Al-Din
Abendessen
Am folgenden Tag brechen wir auf in Richtung Gizeh Pyramiden und kaufen auf dem Weg noch Frühstück ein. Heute bin ich sehr aufgeregt, denn es ist schon lange ein Traum von mir die Pyramiden zu sehen und die Umgebung selbst zu erkunden. Natürlich ist die Region rund um die Pyramiden nicht mehr ganz so natürlich, wie man sich diese vorstellt. Zwischen den Pyramiden führt eine Straße entlang und auf der einen Seite befindet sich wenige Meter entfernt bereits die Stadt. Der Nil ist heutzutage einige Kilometer entfernt, da man der Verlauf des Flusses verändert hat. Bei einem Besuch der Gizeh Pyramiden darf natürlich auch die Sphinx nicht fehlen, welche wir besuchen bevor wir weiter in eine Papyrus Ausstellung fahren. Hier wird mir erklärt wie man Papyrus herstellt und wie man erkennt, welcher Papyrus echt ist und welcher nicht. Papyrus wird aus der Papyruspflanze hergestellt. Diese wird erst geschält, dann in Scheiben geschnitten und nun werden mit einer Walze die Zellen aufgebrochen, damit die Flüssigkeit und der Zucker austreten können. Für 5-10 Tage legt man die Pflanzenstücke nun in Wasser um die gewünschte Farbe durch die Oxidation zu erhalten. Anschließend legt man die Scheiben in 2 Richtungen (Von rechts nach links und von oben nach unten) übereinander und presst diese fest zusammen und lässt es trocknen. Nun hat man ein originalen, traditionellen Papyrus und sogar Kugelschreiber kann man einfach mit Hilfe von Wasser abwaschen. Echtheit: Stück der obersten Schicht abreißen, wenn kein Kleber genutzt wurde dann trennen sich die Schichten leicht ab und mit Wasser kann man diese einfach wieder zusammenführen.
Weiter ging es zum Tempel-Gelände von Imhotep & der Sakkara. Das Gelände ist ähnlich groß wie in Gizeh und hier kann man neben einem Grabmal in einer Pyramide (Titi Ryramide) auch zahlreiche normale Gräber besichtigen die sich oberirdisch in Häusern befinden. Viele der Gräber sind mit zahlreichen Hieroglyphen verziert und natürlich mit Gemälden an den Wänden. Die Pyramide (Djoser) hat momentan mit einem Wasserschaden zu kämpfen, da unter der Pyramide Wasser aufgetaucht ist und dieses in die Grabkammer eindringt. -> Daher das Gerüst. Weiter geht es nach Memphis zum (Mit Rahina Museum) dort besuchen wir eine riesige Statue, die Alabasta Sphinx und zahlreiche weitere Fundstücke aus der Region Memphis.
Mit Rahina Museum
Djoser Pyramide
Hieroglyphen
Mit Rahina Museum
Grabstätte
Grabstätten
Djoser Pyramide und Palast
Am folgenden Tag ziehe ich in ein Zentrales Hostel in der Nähe vom Ägyptischen Museum, welches ich heute besuche. Neben den wohl bekanntesten Ausstellungsstücken, dem Sarkophag und der Totenmaske von Tutanchamun, gibt es hier viele weitere Ausstellungsstücke zu entdecken. Leider sind die Beschreibungen der Exponate größtenteils sehr dürftig oder nicht vorhanden, sodass man nicht richtig tief in die Materie eintauchen kann ohne einen Guide zu bezahlen.
Nach dem Museum treffe ich auf Mohamed (Couchsurfing) und wir fahren gemeinsam ins Viertel des alten Kairos. Hier besuchen wir die hängende Kirche, das koptische Museum, die Synagoge von Eben und einige weitere Kirchen (unter anderem Abu Serga) und die Moschee Amr ibn al-As, welche als größte Moschee Afrikas gilt.  Wir fahren weiter, um uns mit Mohameds Freunden zu treffen, denn er hat heute Geburtstag. Wir gehen in einem ägyptischen Lokal essen und genießen einen sehr schönen Abend. Zum Abschluss mieten wir uns ein kleines Boot und schippern über den Nil. Neben uns her fahren Boote, welche Hochzeiten zelebrieren, während unser Boot laute, arabische Musik dudelt und kitschig mit Lichterketten geschmückt ist.
Hängende Kirche
Abu Serga
Moschee Amr ibn al-As
Weiter führt mich die Reise mit dem Bus nach Alexandria. Die Stadt befindet sich im Norden des Landes am Mittelmeer und wirkt deutlich weniger chaotisch als der Verkehr auf Kairos Straßen. Geplant hatte ich nur zwei Tage in der Stadt von Alexander des Großen, aber nachdem ich an den ersten Tagen die Bibliothek von Alexandria, die Zitadelle von Qaitbay und das römische Amphitheater besichtigt hatte, streckte mich eine Lebensmittelvergiftung nieder und ich war gezwungen meinen Aufenthalt hier zu verlängern. Glück im Unglück, dass ich in den letzten Tagen eine Ärztin namens Youstina kennengelernt habe. Sie und Ihre Mutter helfen mir passende Medikamente zu besorgen, eine Probe im Labor abzugeben (muss man hier selbst machen) und kümmern sich um mich, während es mir das erste Mal auf meiner Reise wirklich dreckig geht. Bereits nach wenigen weiteren Tagen sind alle Symptome verschwunden und ich beschließe meine Reise in Richtung Luxor fortzusetzen. Youstina hilft mir ein passendes Ticket für den Nachtzug zu besorgen und bringt mich gemeinsam mit einem Freund zum Bahnhof um mich zu verabschieden.
Auch wenn mich mein Besuch in Alexandria sicher immer an die erste Lebensmittelvergiftung meines Lebens erinnern wird, so Blicke ich positiv zurück auf diesen Ort, denn die Stadt hat einen wunderbaren Charme und ich durfte viele sehr hilfebereite Menschen kennenlernen, denen ich sehr dankbar bin. Besonderer Dank gilt in diesem Falle natürlich Youstina und Ihrer Mutter.
Mit dem Nachtzug geht es weiter ins Landesinnere von Ägypten nach Luxor. Die Zugfahrt dauert ca. 16 Stunden und  alles was ich dort erlebt habe, erzähle ich euch im nächsten Beitrag.
Zitadelle von Qaitbay
Blick von der Zitadelle von Qaitbay
Bibliothek von Alexandria
Römisches Amphitheater

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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