Dienstag, April 18, 2017

Japan - Osaka, Kōya-san und Himeji

Life_Gourmet
Pilgerweg Kōya-san
Meine Maschine landet pünktlich auf dem Flughafen von Osaka und direkt nachdem ich problemlos durch die Passkontrolle bin und mein Visa on Arrival erhalten habe ist auch schon mein Gepäck da. Wie gewöhnliche ziehe ich als erstes etwas Geld am ATM, welcher etwas versteckt in einer Ecke des Flughafens liegt. Bei den ersten beiden Automaten konnte ich übrigens nichts ziehen, beim ATM von 7eleven klappte es dann problemlos. Als nächstes fand ich mich an einem Automaten wieder, aber nicht für ein Getränk oder ein Snack, sondern für Simkarten! Die Auswahl war groß und ich entschied mich für eine Simkarte für 15 Tage, obwohl ich zwar 21 Tage da bin, aber da ich die letzten Tage sowieso in Tokio verbringen möchte halte ich es für ausreichend. Nachdem ich mir etwas zu Essen gegönnt hatte, zog ich mir am Automaten etwas schwerfällig (sehr unübersichtlich) ein Ticket nach Namba. (Ein größerer Bahnhof mitten in Osaka). In Namba angekommen zog ich eine weitere Karte für eine andere S-Bahn, um zu meinem Hostel zu gelangen.
Simkarten Automat
Japanischer Yen
In den nächsten Tagen machte ich Osaka unsicher und machte außerdem einen Tagesausflug nach Nara. Neben dem Schloss, welches übrigens eine Nachbildung ist und nicht einmal aus Holz gebaut wurde, besuchte ich die berühmte Einkaufsmeile Dotonbori, tauchte in Nipponbashi in die Manga und Spielekonsolen Kultur ein und schlief in meinem ersten Kapselhotel. Für die Kirschblüten war ich in Osaka zu früh dran, da nur einige weniger bisher offen waren. In Nara kommen dir überall auf der Straße hunderte von "wilden" Rehen entgegen und du hast die Chance diese zu streicheln. Diese Rehe/Hirsche sind leider eher Haustiere als wild, denn selbst die Geweihe hat man Ihnen abgenommen, damit sie keine Menschen verletzten können. Die Touristen und vor allem die Asiaten nutzten dies natürlich um zahlreiche Selfies mit den Tieren zu machen, worauf ich an dieser Stelle verzichtet habe. Etwas abseits von der Hauptattraktion in Nara führt ein Weg in den Wald an zahlreichen kleinen Tempelanlagen vorbei, obwohl dieser am Anfang noch sehr gut besucht ist, drehen die meisten nach dem ersten Tempel um und es wird immer ruhiger.
Dotonbori
Osaka Castle
Kirschblüte
Nara - Tempelweg
Tempel in Nara
Nara
Auch Japan beweist, dass man sich immer mehrmals sieht wenn man länger reist! In Osaka traf ich erneut auf Kevin den ich bereits auf Bali kennen gelernt habe. Er hatte ein Schnäppchen geschlagen und einen Error-Fare nach Shanghai gebucht und ist dann über Osaka nach Hause geflogen, aber natürlich nicht ohne eine Nacht in Japan zu bleiben und mit mir in einem Kapselhotel zu übernachten. Da wir beide eine Woche vorher wussten das wir hier aufeinander treffen werden, war Kevin so freundlich mir eine neue deutsche Simkarte mitzubringen, da ich meine alte verloren hatte. Vielen Dank nochmal dafür Kevin!
Wiedersehen mit Kevin
Kapselhotel
Von Osaka führte mich meine Reise nach Kōya-san. Warum? In Taiwan hatte ich in einem Hostel einen Italiener kennengelernt der von einer Übernachtung bei einem Couchsurfing Host dort schwärmte, da dieser ein Mönch ist. Kurzerhand notierte ich mir den Namen des Hosts, fragte über Couchsurfing bei Matthias an und er lud mich ein sein Gast zu sein. Matthias ist ein deutscher der vor mehr als 16 Jahren hierher ausgewandert ist und sich de Buddhismus widmete. Interessant daran ist, dass er studierter Theologe ist und mir so nochmal einen ganz anderen Einblick in den Buddhismus ermöglichte, da er viele Verbindungen zwischen den verschiedenen Glaubensformen ziehen konnte.
Seilbahn nach Kōya-san
Mit dem Zug fährt man von Osaka nach Gokurakubashi, um von dort aus mit einer Seilbahn, welche allerdings auf Schienen fährt (sehr steil) nach Kōya-san zu gelangen. Dort angekommen sammelte Matthias mich ein, bevor wir ein Kaffee tranken und ich den Nachmittag dazu nutzte einen Pilgerweg zu beschreiten. Der Ort selbst ist schon einige Jahrhunderte ein Pilgerort und früher hatten nur Männer bzw. Mönche zutritt. Den letzten Teil dieser Pilgerwege zu denen auch einige der ältesten der Welt gehören, ging ich entlang nachdem ich einige Tempel des Dorfes auf eigene Faust besichtigt hatte. Hunderte von Säulen und Gräbern säumten den Pilgerweg der sich durch einen riesigen Waldfriedhof schlängelte. Am Ende erwartet dich der Tempel des Mönches, der diesen Ort am Meisten geprägt hat und der angeblich noch heute über die Pilger und die Mönche dieses Ortes wacht.
Tempel in Kōya-san
Pilgerweg Kōya-san
Pilgerweg Kōya-san
Tempel in Kōya-san
Tempel in Kōya-san
Pilgerweg Kōya-san
Pilgerweg Kōya-san
Abends suchten Matthias ein traditionelles Japanisches Restaurant auf in dem wir verschiedene Fischsorten, rohes Huhn, rohes Pferd, frittierte Hühnerknie und einiges mehr aßen. Die Speisen waren sehr lecker und natürlich gönnten wir uns auch etwas Sake. Auf dem Rückweg vom Restaurant nahm sich Matthias ganz viel Zeit mir die einzelnen Gebäude bzw. Ihren Sinn und Zweck zu erklären. Diese Unterhaltung war sehr besonders und ihm gelang es sehr gut mir den Buddhismus durch seine ausführlichen Erklärungen etwas näher zu bringen.
Abendessen in einem japanischen Restaurant
Am nächsten Morgen fand eine buddhistische Messe statt, bevor ich erst mit der Seilbahn Kōya-san verließ und dann mit dem Zug über Osaka nach Himeji weiter fuhr.
Tempel in Kōya-san
In Himeji kam ich bei einem Couchsurfer namens Toan unter. Wir hatten nicht viel Zeit uns kennenzulernen, da er bis spät abends beim Badminton war, aber wir nutzten die verbliebene Zeit und schauten ein Japanischen Film mit englischem Untertitel. Morgens besuchte ich das Himeji Castle, welches als das Größte und als eines der besterhaltensten Burgen/Schlösser von Japan gilt. Leider war das Wetter super was zur Folge hatte, dass sehr viele Touristen sich heute hier her verirrten, aber dennoch ist das Schloss mit dem anliegenden Garten sehr sehenswert und auf alle Fälle einen Besuch wert wenn man in der Gegend ist. Die Kirschblüte war hier schon etwas weiter, allerdings war auch hier noch nicht der Höhepunkt erreicht.
Himeji Castle
Himeji Castle
Da ich nun schon einige Monate auf Reisen bin, war es mir im Vorfeld nicht möglich einen Railpass zu beantragen was zur Folge hatte, dass immense Transportkosten auflaufen werden, da alleine die Strecke von Osaka nach Himeji bereits mehr als 10 Euro kostet und die beiden Städte noch sehr nahe bei einander liegen. Die Frage welche Möglichkeiten habe ich als Backpacker um die Preise zu drücken, stellte sich mir und Toan half mir dabei eine passende Antwort zu finden. Doch bevor ich das Geheimnis im nächsten Beitrag lüfte, möchte ich allen die auf Reisen sind und das Selbe Problem haben den Tipp geben, dass man auch so einen Railpass beantragen kann. Gib als "Versandadresse" einfach dein erstes Hotel in Japan an und dann wird der Voucher dorthin geschickt.(Informiere das Hotel vorher darüber) Du musst dann zwar einmal vom Flughafen ins Hotel fahren, den Gutschein abholen und dann erneut zum Flughafen oder in ein anderes Railpass Büro um deinen Voucher einzulösen, aber der Weg lohnt sich alle Mal, denn du sparst hunderte von Euro, viel Zeit, bist deutlich flexibler und kannst mehr von Japan sehen in der Zeit die du da bist!

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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