Sonntag, März 05, 2017

Vietnam - Unsere Reise durch den Süden

Life_Gourmet
Floating Market
Von Bangkok aus nahm ich direkt in den frühen Morgenstunden eine Maschine nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Dort angekommen wurde ich mit meinen Visaunterlagen beim dortigen Schalter vorstellig. Nach etwa 10 Minuten und der Zahlung der Visagebühr war ich stolzer Besitzer eines Touristenvisa für 30 Tage. Für 14 Tage kannst du als Deutsche/r auch kostenfrei einreisen, allerdings ist dieses Visa on Arrival nicht verlängerbar und nach der Ausreise ist eine erneute Einreise für 30 Tage ausgeschlossen. Da ich bereits einige Monate auf Reisen bin, konnte ich das Visum nicht in Deutschland beantragen. Das vorstellig werden in einem Konsulat (Vietnam Konsulat in Bangkok) ist teurer als die Variante für die ich mich entschieden habe. Über Vietnamvisachoice.com habe ich alle nötigen Einreiseunterlagen erhalten, nachdem ich meine Daten dorthin übermittelt habe. Nun brauchte ich einfach bei der Einreise in Vietnam am Visaschalter vorstellig werden und die Unterlagen vorlegen. Du benötigst außerdem 1Passbild + die Visagebühr in US$ und schon steht deinem Aufenthalt nichts mehr im Wege.

Da ich mit einem Uber vom Flughafen in die Unterkunft fahren wollte, brauchte ich als erstes die einheimische Währung und hob mit meiner Kreditkarte am ATM Geld ab. Die einheimische Währung ist der Vietnamesische Dong und hat einen Wechselkurs von 1€ zu 24.100 Dong. Wie geplant fuhr ich mit einem Uber vom Flughafen zu meiner bei Airbnb gebuchten Unterkunft. Das Zimmer befindet sich etwas außerhalb von der Innenstadt, aber mit einem Uber kann man kostengünstig von und in die Stadt fahren. Vorteil: Keine anderen Touristen in diesem Stadtteil, sehr gutes, sauberes Zimmer mit harter Matratze, Dachterrasse und Waschmaschine zur kostenfreien Nutzung.
Bild in der Unterkunft
Am späten Abend folgte mir dorthin wie geplant Melanie, die mit einem Flugzeug aus Manila etwas später landete. Mit Melanie war ich bereits durch Neuseeland gereist und als ich in Thailand unterwegs war, traf sie Ihre Familie auf den Philippinen. Nun sind wir erneut vereint um Vietnam unsicher zu machen.

In den folgenden Tagen machten wir Sightseeing in Ho-Chi-Minh-Stadt und machten Planungen für unsere Reise. Neben einer Tour für den Mekong Delta kümmerten wir uns um eine Simkarte, leckeres Essen und besuchten das Kriegsmuseum vor Ort, welches für uns ein absolutes MUSS ist. Auch als Museumsmuffel bin ich jemand der gerne ganz in ein Land eintaucht wenn er es bereist und dieses Museum zeigt einen Teil der Geschichte der dieses Land bis heute hin sehr prägt.
Notre Dame in HCMC
Kriegsmuseum
Postamt HCMC
Fast genauso wichtig wie die Kultur und Geschichte des Landes kennenzulernen ist es die Speisen vor Ort zu probieren. Hier seht ihr das Nationalgericht Pho, welches eine Brühe mit, Rind, Nudeln, Gemüse bzw. Sprossen ist. Sehr lecker! Wo? Sucht euch lieber eine Garküche des Vertrauens in einer Gasse, als einen der touristischenen Nachtmärkte, da das Essen dort eher fad und fast doppelt so teuer ist.
Pho
Mit dem Bus reisten wir ins Mekong-Delta Gebiet, um vor Ort einen Einblick in das echte Vietnam zu erhalten. Verzichtet auf Touren von zahlreichen Anbietern die daraus einfach nur eine Schifffahrt auf einem Fluss machen, denn hier muss ein echter Local her! Nach etwas Recherche stießen wir auf Linh und ihre Familie die in Can Tho ein Guesthouse betreiben. Neben der Herberge macht Linh private Touren mit einem kleinen, alten Holzboot. Auf unserer Tagestour begegneten wir keinem anderen Touristen und Linh führte uns ins echte Vietnam! Nach einem Besuch auf einem kleinen, regionalen Floatingmarket, bewegten wir uns abseits der Hauptflusses in kleinen Seitenkanälen, entlang an Siedlungen von Einheimischen. Wir sprachen mit Personen vor Ort (mit Hilfe von Linh) und erhielten hautnahe Einblicke in Wohnhäuser von ärmeren Bürgern, auf verschiedenen Plantagen und konnten mit hier wohnenden Kindern herumalbern. Um zum Boot zu gelangen fährt man ungefähr 30 Minuten mit dem Roller zum Anleger. Nach der Tour fuhren wir abseits der Hauptstraßen durch Wohngebiete, über kleine Holzbrücken einen sehr schmalen Weg entlang auf den sich keine Touristen jemals verirren würden. Eine wirklich tolle Erfahrung die wir jedem nur ans Herz legen können! Hier gehts zu Linhs Website, gerne richtet ihr Grüße vom "Beautiful Daniel" aus...:) Sie wird wissen wer gemeint ist!
Sunrise Mekong Delta
Floating Market
Seitenarm des Flusses
Einheimische Häuser
Ich
Der Höhepunkt
Nach unserem wundervollen Aufenthalt in Can Tho hatten wir leider etwas Pech mit unserer Unterkunft in Dalat. Wir buchten über Airbnb den "Pinkroom" (ja die Frau durfte aussuchen) trotz vieler guter Bewertungen und eines wirklich engagiertem Hosts kamen wir nicht drum herum festzustellen, dass das Zimmer schmutzig und abgewohnt ist und das Badezimmer vermutlich seit einigen Monaten keinen Lappen mehr gesehen hatte. Die Verlinkung lasse ich nun mal weg, obwohl die Lage 1a war! Wer auf Herausforderungen der besonderen Art steht, muss einfach nur nach einem komplett pinken Zimmer die Augen aufhalten.

In der Stadt selbst kann man sich ohne Probleme ein paar Tage aufhalten, denn die Lage am See ist eine nette Abwechslung zu den "typischen" asiatischen Städte, nicht umsonst nennt man Dalat das Paris von Vietnam. Der Nightmarket im Zentrum ist groß und die Speisen dort sehr lecker, besonders eine Art Crêpe/Omelette die auf einem Grillrost zubereitet wird unbedingt probieren! Etwas außerhalb der Stadt gibt es die berühmte Pagode/Tempel "Linh Phuoc Pagoda" die einen Besuch wert ist. Ein Bauwerk was etwas an Gaudi (Barcelona) oder Hundertwasser erinnert und kostenlos besichtigt werden kann. Im Keller der Pagode gibt es ganz versteckt am Ende eine Art "Gruselkabinett" in dem sehr anschaulich verschiedene Folterszenen dargestellt werden, auch dies natürlich for free. Wenn man seinen Blick von der Pagode in Richtung Berg wendet kann man 2 Türme entdecken die zum "Dan that Da lat" gehören, dies ist eine Glaubensstätte die selten von Touristen besucht wird und so konnten wir still einer Messer beiwohnen.
Thanh that Da Lat
Linh Phuoc Pagoda
Das Crazy House ist mit Abstand die meist besuchteste Attraktion der Stadt. Viele wundersame Wege führen durch mehrere Häuser in denen man sogar nächtigen kann. Wie man sehen kann hat sich hier ein Künstler ausgelebt und die Wege verlaufen nicht gerade, sondern über Häuser hinweg, durch Fenster hindurch oder an Fassaden entlang. Für ein Eintrittsgeld von knapp 3 Euro hat man hier auf alle Fälle 1-2 Stunden etwas zu bestaunen.
Crazy House
Schließlich konnten wir der "Pinken Hölle" dann doch irgendwann entfliehen, nachdem man uns aus Versehen eingesperrt hatte und fuhren mit dem Bus erleichtert weiter nach Hoi An.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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