Freitag, März 24, 2017

Vietnam - Halong Bay, Sapa und Hanoi

Life_Gourmet
Fortsetzung von: Vietnam - Das historische Zentralvietnam

So schnell geht die Zeit rum, da sind wir auch schon wieder beim letzten Beitrag über unsere Reise durch das schöne Vietnam. Gestartet sind wir im Süden des Landes in Ho-Chi-Minh-Stadt, über den Mekong Delta, nach Dalat, Hoi An, Hue und Phong Nha, um dann im schönen Norden nochmal in alle Richtungen auszuschwärmen. Der Ausgangspunkt hierfür ist die Hauptstadt des Landes Hanoi. Was gibt es über die Stadt groß zu sagen? Sie ist laut, touristisch und nur an wenigen Ecken wirklich schön, aber dennoch kann man schon einige Tage hier verbringen ohne das einem langweilig wird. Neben der Altstadt, vielen Geschäften und dem ein oder anderen baulichen Denkmal kann man für wenig Geld ein Wasserpuppentheater besuchen, um den "Stadtsee" spazieren gehen und abends am Wochenende die vielen verschiedenen Straßenkünstler bewundern. Natürlich gibt es auch Restaurants in Massen, sodass du nicht nur eine Pho-Suppe oder ein Banh Mi für den kleinen Hunger findest. Einen detaillierten Steckbrief über das mit einem Link für einheimisches Essen findest du HIER.
Alte Bahngleise die durch die Stadt führen
Hoan-Kiem See
Chao Suon
Ho-Chi-Minh Mausoleum
Um auch mal das Zug fahren in Vietnam mitzuerleben buchten wir uns in den Nachtzug von Hanoi nach Lao Cai (Sapa) ein. Übers Internet stießen wir auf die Tour von Pham, einer Einheimischen aus einem Dorf der Region und buchten eine 2 tägige Tour mit einer Übernachtung in Ihrem Homestay. Am Bahnhof wurden wir direkt von einem kleinen Bus abgeholt und an einem Hotel etwa 1 Stunde entfernt von Lao Cai abgesetzt. Wir gingen ins Hotel hinein und waren etwas verwundert bis Pham von einem Tisch aufstand und uns begrüßte. Gemeinsam genossen wir Frühstück vom Buffet des Hotels (im Preis der Tour inbegriffen) und Pham erzählte uns wie der Verlauf für die nächsten Tage ist. Unsere großen Backpacks lassen wir hier im Hotel, dass heißt wir packen alles was wir brauchen für die 2 Tage in unseren Daybag. Nach kurzer Rumräumerei ging es dann auch schon los. Gemeinsam mit uns und Pham begaben sich Abbey und Jeffrey aus Malaysia auf diese Tour.

Zielstrebig steuerte Pham auf eine Markhalle zu und stolperte die Treppen nach oben und verwundert folgten wir bis sie stehen blieb und meinte, dass wir hier Gummistiefel kaufen könnten wenn wir wollen, da der Weg sehr matschig sein wird, aufgrund von Regen in den letzten Tagen. Wandern in Gummistiefeln? Wir fragten uns selbst worauf wir uns eingelassen haben und kauften uns unsere neuen Wanderschuhe. Bereits nach wenigen Minuten sollten wir wissen wofür, denn der Weg war wirklich ausgesprochen matschig, denn der Regen in den letzten Tagen hatte den Weg extrem aufgeweicht. Während unser Tour durch kleine Dörfer, Reisfelder, über Ackerland, durch Wälder, Berg rauf und runter begegneten uns nur 2 andere Touristen und zahlreiche Einheimische. Im Heimatdorf von Pham angekommen genossen wir ein traditionelles Kräuterbad im Holzfass und aßen später das von Pham und Ihrem Ehemann zubereitete Abendessen. Die Nacht war etwas kühl, da es ein sehr einfaches kaum isoliertes Haus ist, aber dennoch schliefen wir sehr gut.

Am zweiten Tage machte uns leider ein wenig das Wetter einen Strich durch die Rechnung, da wir leider kaum Reisterrassen sehen konnten aufgrund von sehr dichtem Nebel. Nichtsdestotrotz wanderten wir ein paar Stunden durch das sehr lang gezogene Dorf, durch Reisterrassen die nach und nach etwas aufklarten und vorbei an Schulen, kleinen Geschäften und Bambuswäldern. Am Nachmittag chauffierte uns ein Taxi zurück zum Hotel wo wir unsere Rucksäcke abholten und mit einem Bus zurück zum Bahnhof gebracht wurden. Wir blicken zurück auf 2 sehr eindrückliche Tage, voller Spaß, einer super englisch sprechenden Einheimischen und dem ein oder anderen gelungenen Foto.

Um Pham und Ihre Familie zu unterstützen haben wir eine Facebook Fanseite erstellt und freuen uns, wenn auch ihr ein Like da lässt.
Reisterrassen
Reisterrassen
Einheimische Kinder
Traditionelles Kräuterbad im Fass
Wir und Pham (rechts)
Arbeiter beim Berg abstieg
Viele Spinnennetze in den Bäumen
Reisterrassen
Phams Küche im Homestay
Unser Zimmer
Von Lao Cai aus nutzten wir erneut den Nachtzug bis nach Hanoi und nach einmal Umsteigen befanden wir und auch schon in Haiphong. Mit der Fähre setzten wir zu unserem nächsten Ziel Cat Ba über. Die Insel ist der perfekte Ausgangspunkt für Touren in die Halong Bay und bietet neben einem großen Nationalpark und einem der besten Aussichtspunkte über die Bay (Cannon Fort) den ein oder anderen Strand zum entspannen. Die Hotels/Hostels sind hier so günstig wie fast nirgendwo anders in Vietnam und das Mieten eines Rollers ist ein wahres Schnäppchen. Bis zum Cannon Fort hoch sind es gerade mal 5 Minuten vom Hauptort aus und der Ausblick über die vielen vorgelagerten Inseln ist fantastisch.

Auf unserer Tour durch die Halong Bay fuhren wir vorbei an schwimmenden Fischerdörfern, vielen kleinen Felseninseln und wundervollen Stränden. Angekommen in der Bay nutzten wir ein Kajak um diese auf eigene Faust zu erkunden. Leider ist das Wasser an vielen Stellen sehr stark durch Abfall verdreckt und man kann Plastik, Dosen und anderen Müll schon vom weiten auf dem Wasser treiben sehen. Bei blauem und Himmel und Sonnenschein sicher eine noch schöneres Fotomotiv als bei uns mit etwas Nebel, aber das gibt dem ganzen etwas mystischen, wenn das Boot langsam zwischen den Felsinseln entlang gleitet. Auf Monkey Island kann man dann noch einen Berg besteigen, allerdings ist dies nichts für Flip Flop Träger, denn der Aufstieg besteht nicht aus einem angefertigten Pfad, sondern ist über zum Teil schafkantige Felsen. Wie es der Name schon sagt kann man natürlich den einen oder anderen Affen auf der Insel antreffen.
Halong Bay Tour
Monkey Island
Kajak fahren in der Halong Bay
Halong Bay Tour
Selfie im Kajak mit Mara und Ulla aus Berlin
Kajak fahren

Fazit

Von Hanoi aus trennen sich die Wege von Melanie und mir. Ihre Reise führt zurück in die Heimat nach Österreich, während meine Reise mich weiter in den Osten nach Taiwan führt. Vietnam hat mir deutlich besser gefallen als Thailand und ich habe das Gefühl, deutlich intensivere Einblicke in das Leben der Einheimischen bekommen zu haben. Natürlich findet man auch hier in den Hauptorten einige Touristen, aber deutlich nicht in dem Ausmaße wie in den Städten in Thailand (Bangkok, Chiang Mai). Wir hatten knapp 30 Tage Zeit um dieses Land zu erkunden und es ist ein angenehmer, angemessener Zeitraum, um einen sehr guten Einblick in das Land, die Kultur und die Leute zu erhalten. Unsere Highlights waren das Mekong Delta, die Halong Bay und unsere Tour mit Pham in Sapa.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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