Mittwoch, März 15, 2017

Vietnam - Das historische Zentralvietnam

Life_Gourmet

In den frühen Morgenstunden erreichte unser Bus das Ziel Hoi An. Auf dem 30 minütigen Weg zu unserer Airbnb Unterkunft schickten wir ein Stoßgebet ans Universum und baten darum, dass unser Zimmer bereits bezugsfertig ist, denn trotz "Schlafbus" konnte keiner von uns auf wirklich viele Stunden Schlaf zurück blicken. Ob Karma oder Glück wir wissen es nicht, aber das Universum ließ uns nicht im Stich! Dinh unser Host zeigte uns die Wohnung und servierte uns Tee auf unserer eigenen Terrasse bevor wir unter die Dusche springen konnten und noch etwas Schlaf fanden. Am Nachmittag nutzten wir die kostenfreien Fahrräder um uns in der Stadt schon einmal etwas umzuschauen und den leeren Magen zu füllen. Die Richtige Sightseeing-Tour mit dem Rad machten wir dann am nächsten Tag und durch streiften die Gassen der Stadt die auch als Schneiderstadt bekannt ist. Wenn du dir in Vietnam Kleidung schneidern lassen willst, ist dies der richte Platz dafür.
Hoi An
Hoi An
Unser Unterkunft war traumhaft. Ein großes, helles Zimmer mit Balkon und Dinh sorgte sich ganz rührend um uns. Mit gutem Wlan, kostenlosem Frühstück, kostenlosen Fahrrädern und etwas ab vom Straßenlärm ein wahrer Glücksgriff für eine Unterkunft.

Etwas verrufen als nicht sehenswert ist der nächste Ort auf unserem Zettel mit dem Namen Hue. Deutlich kleiner, älter und als ehemalige Hauptstadt des Landes findest du hier neben dem alten Königspalast, zahlreiche sehenswerte Grabstätten von ehemaligen Führern des Landes und wundervolle Pagoden umringt von Reisfeldern. Erneut nutzten wir kostenlose Fahrräder von der Unterkunft um die Umgebung zu erkunden. Ein idealer Weg um Hue und seine schönen Seiten zu entdecken ohne nur auf touristischen Pfaden zu wandern. Auf unserer Radtour streiften wir Schulen, Friedhöfe, Reisfelder, Pagoden und fühlten uns sehr wohl unter den vielen Einheimischen, die uns gerne unterstützen als wir kurz den Überblick verloren haben wo wir sind. Mache auf alle Fälle eine Radtour, wenn es dich Mal hierher verschlägt denn so viel echtes Vietnam bekommst du nicht oft zu sehen! Vom Königspalast kommend fahre über die Brücke auf die südliche Seite des Flusses und folge diesem dann ist westlicher Richtung bis du die große Pagode auf der anderen Flusseite sehen kannst. Nun fahre in südliche Richtung bis du das südliche Stück des Flusses erreichst und fahre diesen dann in östliche Richtung entlang. Diese Tour lässt sich perfekt mit dem Besuch des Grabmals von Tu Doc verbinden.
Schulkinder
Königspalast
Riesiger Friedhof auf unserer Radtour
Königspalast
Königspalast
Garten des Königspalastes
Man könnte denken, dass Busfahren unser neues Hobby wird in Vietnam, aber es ist tatsächlich die einfachste und oft schnellste Variante um von A nach B zu kommen und in einem Nachtbus schenkt man sich dazu sogar noch die Kosten für eine Unterkunft. Angekommen sind wir diesmal in Phong Nha, was berühmt für seinen riesigen Nationalpark mit zahlreichen Höhlen ist, die man besichtigen kann. Natürlich gibt es auch hier teure Touren die man buchen kann, aber mit dem Roller kannst du auch alles perfekt alleine erreichen und das für einen Bruchteil der Tourpreise.

Unsere Unterkunft war leider wieder Mal nicht nennenswert, aber die Umgebung des Nationalparks ist unglaublich schön. Auf besagter Fahrt mit dem Roller in Richtung Paradise Cave kommst du auch an der Dark Cave vorbei, die du nur durch eine Zipline betreten kannst. Außerdem sind hier Badesachen und eine Taschenlampe fast Pflicht, denn ein Schlammbad und ein Abstieg im Dunkeln gehören zur Besichtigung der Höhle dazu. Wenn du der Straße noch etwas weiter folgst gelangst du schlussendlich zur Paradise Cave. Als erstes wirst du feststellen, dass hier einige Busse vor der Haustür stehen, aber bei unserem Besuch waren gerade alle dabei ihre Leute wieder einzuladen, daher konnten wir uns auf eine leere Höhle freuen. Nach dem Eintrittstor mit Ticketschalter führt ein längerer Spaziergang (0,5km) zum kurzen Aufstieg zum Eingang der Höhle. Der Holzsteg den du betreten darfst führt ca. 1km hinein in die Höhle, wobei diese über 31km lang sein soll. Für Leute die noch nie eine sehr große Höhle wie zum Beispiel in China  besichtigt haben, ist dies sicher ein Must-See.

Uns hätte viel mehr die Höhle "Son Doong" interessiert, welche die größte Höhle der Welt sein soll und in der sich ein eigener Urwald und ein eigene Fauna gebildet haben, allerdings ist diese nur für knapp 2500 Euro zu besichtigen, da man professionelle Bergsteiger und Equipment braucht und dies mehrere Tage dauert. Wer also den Euro oder Dollar übrig hat... stürze dich ins Abenteuer. Achso und denk dran dich anzumelden, weil angeblich gibt es Wartelisten von mehreren Monaten.
Rollertour Phong Nha Nationalpark
Paradise Cave
Paradise Cave
Rollertour Phong Nha Nationalpark
Sonnenuntergang Phong Nha Nationalpark
Ihr werdet es kaum glauben wie wir dann Mal wieder weiter gereist sind.... Ja genau richtig mit dem Nachtbus! ;) Wie es sich gehört haben wir uns am Tag vorher angemeldet und wollten unsere reservierten Plätze beziehen als der Busfahrer feststellt, dass sein Bus bereits voll ist. Verzweifelt diskutierten er und die Dame von unserem Hotel hin und her bevor er sein Telefon nahm und einen anderen Bus anrief. Eine andere Firma fuhr in dem Moment vor und sammelte andere Gäste ein, welche auch nach Hanoi fahren sollten. Unser Host nahm die Sache selbst in die Hand und riss dem Fahrer die Tickets aus den Händen, bevor Sie den anderen Busfahrer nach freien Sitzen für uns fragte. Glück im Unglück, es gab noch genau 3 Sitze, allerdings waren diese auf der Liegewiese im hinteren Bereich des Busses und genau dort lag ein etwas älterer, ungepflegter Backpacker der es mit der Hygiene nicht so ganz genau nahm. Er hat extrem, aber wirklich extrem! nach Schweiß gestunken. Nun ja die Fahrt dauerte 8 Stunden bevor wir die Hauptstadt des Landes erreichten.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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