Freitag, März 10, 2017

6 Monate auf Weltreise - Rückblick auf 180 Tage reisen

Life_Gourmet

Moin Moin Ihr Gourmets,

man mag es kaum glauben, aber es ist tatsächlich schon 6 Monate her, dass meine Reise am 13.September 2016 in Hamburg seinen Anfang hatte. Ein halbes Jahr in dem ich nicht nur wundervolle Orte, fantastische Menschen und das Ende der Welt kennen lernen durfte, sondern auch die ein oder andere Schattenseite des Reisens als Backpacker erleben konnte. Eine Zeit voller Höhen, aber auch Tiefen, voller atemberaubender Momente, neuer Erkenntnisse und dem ein oder anderen Tag im Regen.
Ich auf Gilli Meno in Indonesien
In den letzten Monaten besuchte ich die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai), Indonesien, Australien, Neuseeland, Thailand, Singapur und den Vietnam. Vom alleine reisen, über das Reisen zu 2, bis hin zum reisen zu 5 in Neuseeland war auch die Art und Weise wie ich gereist bin sehr unterschiedlich. Von längerfristigen Reisebegleitungen, über kurzfristige Mitreisende zu Tagesgefährten kann ich auch in dieser Sparte nun auf eine Fülle an Erfahrungen zurück greifen.
In Australien im Great Barrier Reef
Man liest vor dem Antritt einer solchen Reise oft, dass diese dich verändern wird, dass eine solche Reise deinen Blickwinkel auf viele Dinge verändern wird und du zwar als du, aber als ein anderes du zurück kehren wirst. Eine solche Entwicklung kann ich auch ohne Heimkehr bereits blind unterschreiben, denn ich durfte nicht nur viele neue Menschen kennenlernen und Länder entdecken. Nein ich hatte auch Zeit mich selbst in dieser Zeit zu reflektieren, mich selbst störende Gewohnheiten abzulegen und dieser Prozess wird in den nächsten Monaten und Jahren weiter andauern. Für meine persönliche Entwicklung während der Reise, aber vor allem für die Veränderungen mancher eigener starrer Gewohnheiten und Ansichten durch viele aufgeschlossene Menschen, sowie die Kulturen und Erlebnisse vor Ort bin ich schon heute sehr dankbar und kann daher ein positives Fazit für jeden einzelnen bisher verbrachten Tag auf Reisen ziehen.
In Neuseeland auf einem Great-Walk

Wie werden die nächsten Monate aussehen?

In wenigen Tagen gehen Melli und Ich getrennte Wege, denn auf Sie warten Familie und Freunde in der österreichischen Heimat, während mein nächstes Abenteuer mich weiter in den Osten der Erde führt. Ein eher kleines asiatisches Land, welches es bisher noch nicht weit nach oben in die Backpacking Ranglisten der Welt geschafft hat. Mein Weg führt mich für 2 Wochen nach Taiwan, bevor ich von dort aus weiter nach Japan weiter fliegen werde. Neben China und Neuseeland stand Japan schon immer weit oben auf meiner "Will ich unbedingt sehen"-Liste und natürlich ist dieser Zeitraum extra so ausgewählt, dass ich zum Kirschblüten-Festival bzw. der Zeit der blühenden Kirschblütenbäume vor Ort sein werde. Bisher plane ich einen etwa 3 wöchigen Aufenthalt, allerdings habe ich noch keine weiteren Pläne und lasse das ganze einfach erst einmal auf mich zukommen. Im Unterschied zu den vergangenen Monaten werde ich die nächsten Ziele mal wieder alleine bereisen, obwohl ich das gemeinsame Reisen mit anderen bzw. Freunden wirklich genossen habe, bin ich auch froh mal wieder etwas Zeit für mich zu haben. Ich für mich habe festgestellt, dass das alleine Reisen einfach eine intensivere Erfahrung auf einer anderen, mentaleren Ebene für die eigene Persönlichkeit ist und dies möchte ich in Taiwan und Japan noch etwas mehr erkunden und ausreizen!
Wiedervereinigung von Mir und meinem Backpack in Singapur

Was gibt es noch zu erwähnen?

In den letzten Monaten habe ich tatsächlich knapp 8kg auf der Strecke irgendwo verloren, aber der Finder darf sie gerne behalten! :) Das Gewicht meines Backpacks hat sich auch etwas reduziert, sodass ich auf knapp 16,5kg inklusive Handgepäck komme.

Was hätte mir das Reisen leichter gemacht? 
Leichter wäre es gewesen hätte ich im Vorhinein ein bisschen Backpacking-Erfahrung gesammelt, wenn auch nur eine Woche durch Deutschland, da ich vorher immer nur anders verreist bin und vor allem nie mit einem Backpack.

Was vermisse ich?
Neben Familie und Freunden vermisse ich vor allem auch das deutsche Essen, Schokolade, Brot und viele simple aber für uns selbstverständliche Dinge, wie zum Beispiel Trinkwasser aus dem Hahn.

Wie oft bin ich dem tot von der Schippe gesprungen?
Unzählige Male! Neben meiner Allergien gegen Seafood und Erdnüsse, welche es einem in asiatischen Ländern echt nicht einfach machen, habe ich Patricias Autofahrten in Neuseeland überlebt (Ein deutlich größeres Wunder, als das mit den Allergien) und eine wilde über 3 Meter lange Riesenschlage in Indonesien die mir bedrohlich nah kam.

Was hat den Geist aufgegeben oder ist nicht mehr dabei?
Gestohlen: Ein Handyladekabel auf Bali wurde mir gestohlen.
Kaputt: Meine Powerbank, eine Hose ist beim Wandern gerissen und mein Backpack löst sich in langsamen Schritten auf (Kauft bloß kein Montis Rucksack!)
Verschenkt: Regenschutz für den Tagesrucksack (nie benutzt), Safty-Geldbörse (Das Ding was man am Gürtel befestigt und innen von der Hose trägt (Braucht kein Mensch!)
Zu guter Letzt die schlechten Seiten des Reisens, die man auf anderen Reiseblogs nicht zu sehen bekommt. Eine kleine Aufzählung an Unannehmlichkeiten die einem Helfen das eigene Zuhause noch etwas mehr zu schätzen:

Extreme Schnarcher im Hostelzimmer
Sie können einem den Schönheitsschlaf vermiesen und die Nacht zur Hölle machen.

Sex von anderen im Hostelzimmer 
Bei mir waren es tatsächlich 4 Franzosen die eine Latina mit ins Zimmer brachten und diese dann nach allen Regeln der Kunst durch ge...... haben. Für alle Voyeure sicher ein großes Vergnügen.

Schmutz und ekelhafte Gerüche
Manche Hostels haben eine sehr eigene Auffassung von Reinigung, da erlebt man wirklich alles! Sogar das benutzte Bettwäsche nicht abgezogen wird, sondern einfach wieder ausgeschüttelt und als gemacht gilt.

Abzocker/Verhandeln!
In manchen Ländern wie Thailand erlebt man fast täglich, dass die Leute versuchen einen über den Tisch zu ziehen was die Kosten von Dingen an gehen. Eigene dir schnell an zu verhandeln, dass kann dir auf Dauer einige hunderte Euro sparen besonders bei Touren/Ausflügen.

Englisch lernen Fehlanzeige:
Besonders in Australien und Neuseeland bleibt das Lernen der englischen Sprache fast komplett auf der Strecke, denn in Hostels und auf den Straßen haben die Deutschen die Führung übernommen. Ich habe am Ende schon manchmal behauptet aus anderen Ländern zu kommen, weil viele nur mit den Augen rollen wenn man sagt, dass man Deutscher ist. In Neuseeland haben wir in unserer Gruppe viel englisch gesprochen, obwohl wir ausschließlich Deutsche waren. In Asien kann man mit Englisch dann schon wieder deutlich mehr anfangen, wobei auch hier überall Deutsche zu finden sind.

Ungeziefer/Tiere:
Noch nie von Sandflys gehört? Spätestens in Australien und Neuseeland wirst du von Ihnen hören und vor allem wirst du sie spüren. Australien hat nur Traumstrände? Achte auf Haie, Krokodile, Quallen, Rochen.. und nutze nur die abgesperrten Bereiche zum schwimmen, wie hat dir keiner erzählt? Oft gehen die Vorstellungen etwas unter wenn man dann die Realität kennen lernt. Gilli Islands haben nur Traumstrände? Ja sie sind zweifelsohne wunderschön, aber hat man dir auch von den hunderttausenden toten Korallen erzählt die durch das Dynamitfischen abgestorben sind und an den Stränden liegen?
Kayak fahren im Abel Tasman
Dies war ein kleiner Einblick in Dinge die auf Reisen leider nicht oder nicht nur so sind wie man sie sich Zuhause vorstellt. Dennoch gehören sie zum Reisen dazu und man lernt mit der Zeit nicht mehr die Touristentouren zu buchen, sondern sich selbst ein Boot mit Fahrer zu organisieren, eine Tour mit einer Einheimischen zu machen oder lokale Getränke/Speisen zu verzerren statt auf die vergleichsweise teure Pizza (Asien) zurück zu greifen.

Ich danke euch, dass Ihr mich auf meiner Reise begleitet und werde euch weiterhin mit meinen Beiträgen darüber auf dem Laufenden halten, was ich plane, was ich erlebt habe und wie meine weiteren Schritte für diese Reise aussehen.

Bis dahin bleibt reisefreudig!

Daniel alias Life-Gourmet

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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