Freitag, Februar 17, 2017

Thailand - Phuket & Koh Samui

Life_Gourmet
Big Buddha (Koh Samui)

Spät abends landet meine Maschine auf Phuket/Thailand. Früh am nächsten Morgen machte ich mich auf zum Flughafen und sammelte meinen Kumpel Max ein, da seine Maschine in den frühen Morgenstunden landete. Nach einem kurzen Nickerchen starteten wir am späten Vormittag in Richtung Strand, um den Tag trotz Jetlag etwas zu nutzen, ließen wir es ganz entspannt angehen. Etwas rum liegen am Strand, etwas plantschen im Meer, etwas durch den Ort schlendern und natürlich gab es auch etwas zu essen. Direkt am nächsten Morgen starteten wir unsere Tour mit dem Roller rund um die Insel.  Wir besuchten den Hauptort Phuket mit seiner Altstadt und genossen ein heimisches Frühstück, bevor wir verschiedene Tempel wie den Wat Khao Ranh Samakkhitham und den Chaithararam Temple – Wat Chalong besuchten. Natürlich durfte auch ein ritt auf den Berg des „Big Buddhas“ nicht fehlen, bevor er in seiner ganzen Pracht direkt vor uns erstrahlte.  
Beach Sirinat National Park
Phuket Old Town
Vorbei ging es dabei an den furchtbaren Touristen-Angeboten einen der zahlreichen Elefanten zu reiten. Ein scheußlicher Anblick wie diese wundervollen Tiere in diesen „Farmen“ gehalten und behandelt werden. In kleinen Gehegen sind sie an allen Seiten festgekettet, sodass sie sich nicht einmal im Kreis drehen können. Die Verhaltensweise der Tiere in den „Mini-Gehegen“ lässt darauf schließen, dass sie bereits total gebrochen und psychisch gestört sind, da sie stetig hin und her wanken wie ein Volltrunkener. In diesen Momenten muss man sich fragen, wer die wirklichen Tiere sind? Die Elefanten oder wir Menschen? Schließlich sind stetig zahlreiche Elefanten mit Touristen auf dem Rücken unterwegs, um den extra angelegten Parcours zu bewältigen. Fotos davon schenke ich mir an dieser Stelle.
Big Buddha - Phuket
Chaithararam Temple (Wat Long)
Hauswand - Phuket Old Town
Weiter führt unsere Fahrt zu zahlreichen Stränden am südlichen Ende der Insel, wie zum Beispiel an den Laem Ka Beach, den Kata Beach und den Freedom Beach. Alle Strände sind während unseres Besuches überfüllt von Touristen und von Erholung kann zu keinem Zeitpunkt die Rede sein. Da lobe ich mir den Strand vom Vortag, welcher etwas südlich vom Flughafen im Sirinat National Park liegt. Hier findet man zwar keine Palmen, aber der Sandstrand ist genauso fein wie die meisten anderen, allerdings begegnen dir hier nur eine Handvoll Leute.
Natürlich darf auch ein Besuch der berühmten „Patong Partymeile“ nicht fehlen. Auch wenn wir nicht die Zeit hatten diese bei Nacht zu begutachten so nahmen wir uns am späten Nachmittag die Zeit die Meile entlang zu schlendern. Hier findet ihr eine touristische Bar neben der Anderen und das entsprechende Publikum. Man kann fast von 100% Touristen sprechen, denn Locals (Einheimische) verirren sich nicht hierher außer zum arbeiten. Ich bin generell kein Fan von großen Partymeilen ala Ballermann von daher konnte ich der Straße nicht wirklich viel abgewinnen. Ich treibe mich lieber in kleinen Gassen herum in denen sich auch die Einheimischen tummeln, von den Preisen die teilweise ein Viertel von dem sind was in dieser Partymeile aufgerufen wird mal ganz zu sprechen. 

Ich finde es erstaunlich, dass mancher hier seinen Jahresurlaub jedes Jahr aufs Neue verbringt und total begeistert ist. Die Insel selbst hat schon sehr schöne Ecken, aber ist mittlerweile einfach total von Touristen überlaufen und hat fast jeglichen früher sicher vorhanden gewesenen Charme verloren. Eine gute Alternative für Phuket sind sicher die umliegenden Inseln, allerdings werden viele Touren von Phuket aus für die Touristen auf diese angeboten, sodass von Idylle sicher auch keine Rede sein kann.
Zwischen Phuket und Koh Samui besuchten wir Singapur, welches ich euch in einem anderen Beitrag vorstellen möchte. 

Von Singapur aus flogen wir nach Bangkok, um von dort aus nach Surat Thani weiter zufliegen. Wie sollte es anders sein: Unser Flugzeug hatte 90 Minuten Verspätung, sodass wir genau 15 Minuten hatten, um quer durch den Flughafen zu rennen, ins Land einzureisen (Passkontrolle) und  an Bord zu gehen bevor das Boarding schließt. Unmöglich!?, da wir auch noch vom internationalen zum Domestic Terminal mussten. Wir machten bereits an Bord die Stewardess darauf aufmerksam, sodass direkt beim Aussteigen ein Mitarbeiter auf uns wartete, um uns durch unterirdische Gänge des Flughafens zu einer Transfer Passkontrolle zu geleiten. Der Mitarbeiter rannte voraus, während wir hinter ihm her liefen. Die Uhr tickte und tickte und der Mann am Einreiseschalter ließ sich außergewöhnlich viel Zeit, während er zwischendurch an seinem Kaffee nippte. Mit der Gelassenheit eines Königs stempelte er uns ein und wir durften einreisen. Kurze Kontrolle des Handgepäckes und wir liefen quer durch die Menschenmengen immer dem uns zugeteilten Asiaten hinterher. Die Strecke wollte und wollte nicht enden und natürlich war das Abflugterminal im letzten Flügel des Flughafens und sogar noch am Ende dieses Flügels. Wir schauten immer wieder verzweifelt auf die Uhr, die mittlerweile schon 2 Minuten drüber war. Na endlich der Schalter ist in Sicht und wir reichten dem Personal ganz hoffnungsvoll unser Tickets und Pässe hin, sie schaute uns und den Asiaten an, lächelte und sagte das die Maschine Verspätung habe und noch nicht geboardet wird. Wir stießen ein raunen der Erleichterung, aber auch der Erschöpfung aus, bevor wir realisierten, dass draußen nicht einmal eine Maschine stand. Bereits im Flieger hatten wir damit abgeschlossen, selbst die Maschine zu verpassen oder unser aufgegebenes Gepäck erst Tage später wieder zusehen. Etwa 40 weitere Minuten später startete das Boarding und wir gingen an Bord.
Unsere Maschine nach Surat Thani
An Bord der Air Asia Maschine gab es direkt Tickets für den Transfer nach Koh Samui zu  kaufen, welche die 2 stündige Busfahrt zum Pier für die Fähren und die Fährfahrt nach Koh Samui selbst beinhaltet, sodass man sich vor Ort um nichts mehr kümmern brauchte. Eigenen Recherche im Internet zufolge sind alle anderen Tickets eh nur 1€ günstiger, wobei man dann meist erst noch in die Stadt Surat Thani gefahren wird und vor dort aus dann zum Pier. Man ist also deutlich länger unterwegs, als mit der direkten Variante für die wir uns entschieden.

Mit dem Sonnenuntergang landete unsere Fähre im Hafen von Koh Samui. Nur wenige Schritte vom Hafen/Pier entfernt befand sich auch schon unsere Unterkunft in zweiter Reihe. Direkt für den nächsten Morgen verabredeten wir uns mit Janina und Tim. Die beiden sind Freunde aus der Heimat die gerade auf der Insel sind, um Ihre Flitterwochen nachzuholen. Gemeinsam machten wir in den folgenden Tagen eine Tour rund um die Insel in der wir viele schöne Plätze wie verschiedene Wasserfälle, Tempel und Strände besuchten.
Blick auf den Strand (nähe Unterkunft)
Wir 4 unterwegs.. :)
Tempel von Guan Yu
Tempel
Sonnenuntergang auf Koh Samui
Na Mueang I
Na Mueang I
Magic Garden
Big Buddha
Na Mueang I
Neben einem sehr schönen Abendessen am Strand des Hotels der beiden mit gedecktem Tisch und Grill-Buffet unmittelbar am Wasser zum Geburtstag von Tim war unser Highlight jedoch unser letzter gemeinsamer Tag, denn für diesen haben wir eine Tour gebucht die uns in den Angthong NationalPark führt und neben einer Wanderung auf einen Berg mit super Aussicht auf den Nationalpark, schnorcheln in eine paradiesischen Lagune und Kajak fahren entlang von wundervollen Insel und Steinformationen enthalten waren.  Ein Tag der uns allen sehr viel gegeben hat und damit sind nicht unsere Sonnenbrände gemeint, sondern atemberaubende Eindrücke rund um dieses wundervolle Fleckchen Erde.
Im Anschluss an diesen abenteuerlichen Tag auf hoher See, genossen wir die letzten gemeinsamen Stunden bei einem ausgiebigem Abendessen, bevor wir am nächsten Morgen mit der Fähre zurück nach Surat Thani übersetzten und ein Flugzeug uns nach Chiang Mai brachte.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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