Dienstag, Februar 28, 2017

Thailand - Chiang Mai, Chiang Rai und Bangkok

Life_Gourmet
Weißer Tempel in Chiang Rai

Nach der Verabschiedung von Janina und Tim auf Koh Samui führt Max und mich die Reise nach Chiang Mai in den Norden von Thailand. Die Währung der Thailänder ist übrigens der Thailändische Baht mit einem Wert von ca. 1€ zu 38 Baht. Viele von euch werden im letzten Jahr gelesen haben, dass der König Bhumibol Adulyadej verstorben ist, welcher das Land von 1946 bis 2016 als Staatsoberhaupt regierte. Dies führte in ganz Thailand zu einer bestürzenden Staatstrauer, welche für 1 volles Jahr ausgerufen wurde. In den ersten Monaten durfte überhaupt nicht mehr gefeiert werden zu Ehren des verstorbenen Königs. Auch heute im Februar 2017 ist der verstorbene Monarch überall noch allgegenwärtig mit riesigen Bildern an Häuserfassaden, Plakaten an Wänden, Bildern in Geschäften, Wohnhäusern und selbst fast jedes Taxi hat ein Bild des verstorbenen irgendwo kleben. Das er auf jedem Geldschein/Geldstück zu sehen ist muss ich wohl nicht erwähnen...

Chiang Mai ist eine Großstadt mit ca. 400.000 Einwohnern und nach Bangkok und den ehemals paradiesischen und heute total überlaufenden Inseln vermutlich der Ort mit den meisten Touristen und Backpackern. Neben gefühlten 500 verschiedenen Tempeln im Stadtzentrum findet man ausschließlich sehr touristisch angelegte Cafes und Restaurants in denen auch fast zu 90% Urlauber sitzen. Der Nightmarkt am Südtor der Stadt findet jeden Abend statt und bietet eine große Vielfalt an Speisen und Getränken, sodass sich für jedermann etwas findet. Mit einem Roller machten wir einen Tagesausflug zum Doi Suthep - Pui Nationalpark, welcher auf einem Berg liegt und dir an verschiedenen Stellen einen schönen Blick auf die Stadt bietet, wenn das Wetter inkl. Smogwolke es denn zu lassen.
Chiang Mai von oben
Wat Phrathat Doi Suthep
Park im Bhuping Palace
Wat Phan Tao
Tempelgang in Chiang Mai
Nightmarket
Am folgenden Tag hatten wir uns eine Raftingtour auf dem Mae Taeng gebucht. Leider konnte diese nicht wirklich überzeugen, da der Wasserstand sehr niedrig war und die Tour so in 2er Booten durchgeführt wurde, um überhaupt durchgeführt werden zu können. Das Wasser war nicht wild außer an ca. 5 kurzen Passagen, sodass eine Wasserschlacht mit anderen Booten tatsächlich das Spannendste an der ganzen Tour war. Vielleicht bin ich was Raftingtouren an geht auch einfach sehr verwöhnt aus Neuseeland?
Natürliche Wasserrutsche (nach dem Rafting)
In Chiang Mai gibt es ja übrigens auch zahlreiche Angebote einen Tag mit Elefanten zu verbringen und mit diesen im Matsch baden zu gehen und diese dann wieder sauber zu machen. Auch wir stellten uns die Frage ob eine solche Tour wirklich Einrichtungen unterstützt die Elefanten gut behandeln und schützen und haben uns trotz vieler sehr positiver Bewertungen im Internet gegen eine Tour entschieden. Dies war die richtige Entscheidung wie sich am Tag darauf beim Rafting zeigte, denn am selben Fluss wie wir trieben sich auch einige Elefanten mit ihren Tagesgruppen herum. Die Touristengruppen und Elefanten am Wasser wirkten harmonisch, doch wenn man den Fluss einige Meter weiter herunter trieb konnte man am Ufer sehen wie viele Elefanten festgekettet waren oder in Gehegen standen. Manche der Mitarbeiter ritten auf den Elefanten und trieben sie mit einer Art Rute an schneller zu laufen. Momente in denen einem das Blut gefriert und man sich wünscht das diese Leute von einer Herde Elefanten überrannt werden. Diese Momente waren übrigens zu beobachten nach dem die meisten Elefanten-Touren bereits zu Ende waren, da diese oft nur bis mittags gehen.

Da uns Chiang Mai nur bedingt in seinen Bann ziehen konnte, buchten wir einen Bus in den Norden und fuhren weiter nach Chiang Rai in der Hoffnung etwas weniger Touristen vor zu finden und in der etwas kleineren Stadt mehr vom Leben der Einheimischen mitzubekommen. Unsere Unterkunft war gewollt einige Kilometer außerhalb des Stadtzentrums in mitten einer Siedlung von Einheimischen mit einem lokalen Markt in der Nähe. Während unseres 4tägigen Aufenthaltes sind uns in der Gegend übrigens keinerlei Touristen begegnet. Die Stadt selbst ist momentan im großen Umbruch, da Sie versucht an die großen Touristen Ströme aus Chiang Mai anzuschließen und sich dahingehend immer mehr verändert um mehr und mehr Touristen anzuziehen. Die Hauptattraktion der Stadt für Touristen ist der weiße Tempel. Diese Tempelanlage ist gerade einmal zu 20% fertig gestellt und wird durch die stetigen Einnahmen des Eintrittsgeldes weiter vervollständigt. Die geplante Fertigstellung ist für 2070 angedacht, dauert also noch etwas bis man es komplett bewundern kann.
Der weiße Tempel
Der weiße Tempel
Das schwarze Haus
Das Ende unseres Thailands Aufenthaltes führt uns in die Wiege aller Backpacker und die Hauptstadt des Landes nach Bangkok. Die Stadt zählt knapp 8,3 Millionen Einwohner und ist nicht nur im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Sinne der zentrale Mittelpunkt des Landes, sondern auch von seiner Lage. Mit über 17 Millionen ausländischen Besuchern im Jahr gilt die Stadt als eine der meistbesuchtesten Städte der Welt. (Platz 2 nach London).

Besonders hier in der Stadt ist der Tod des Königs noch heute allgegenwärtig. Auch wenn das feiern mittlerweile wieder gestattet ist (immerhin lebt Thailand vom Tourismus) so rät das Auswärtige Amt zum Tragen von gedeckten Farben, besonders in der Umgebung des Königspalastes in Bangkok. Täglich kann man komplett in schwarz gekleidete Trauerzüge von hunderten, nein eher tausenden von Menschen beobachten. Der Königspalast wird dafür sogar extra täglich um 15.30 Uhr für Touristen geschlossen. Alle Straßen rund um den Königspalast sind dauerhaft geschlossen, da sich vor den Eingängen oft Trauben von Menschen ansammeln.

In Bangkok trafen Max und ich auf Patricia die knapp 40 Tage gemeinsam mit mir und Melanie durch Neuseeland gereist ist. Wie klein die Welt doch ist ?!
Wat Pho Temple . Recycling Buddha
Wat Suthiwararam Temple
Chinatown
Wat Pho Temple
Golden Mountain Bangkok
Golden Mountain Bangkok
Khao San Road
Königspalast
Der Vorgängerstaat von Thailand trug den Namen Siam. Die Hauptstadt des genannten Staates war Ayutthaya, welche noch heute die Ruinen vom alten Ayutthaya beheimaten. Viele Experten halten diese Ruinen für die beeindruckendsten Ruinen von ganz Asien. Mit dem Zug kann man von Bangkok aus innerhalb von 3 Stunden die etwa 70 Kilometer nördlicher liegende Stadt erreichen und nach kurzer Fahrt mit dem Tuk Tuk oder Taxi landet man direkt an die Ruinen.

An dem Tag unseres Besuches waren hier außer uns kaum Besucher und so konnten wir fast lautlos in die Geschichte des alten Siams eintauchen.
Ayutthaya Ruinen

Ayutthaya Ruinen

Mein Fazit über Thailand

Meine Erwartungen an das Land waren relativ gering, da jeder der sich etwas mit dem Reisen als Backpacker beschäftigt hat weiß, dass die meisten Ecken von Thailand mittlerweile total touristisch erschlossen sind und man in sehr vielen Bereichen kaum noch das ursprüngliche Thailand erkennen bzw. entdecken kann. Wenn ich mir ein Land anschaue möchte ich dies stets unter der Prämisse das Land wirklich kennenzulernen. Ich möchte heimische Speisen essen, mit Locals abhängen, auf heimische Märkte gehen und erleben wie die Menschen vor Ort wirklich leben. Natürlich gehören auch ein paar typische Sightseeing Elemente wie Tempel- und Museumsbesuche oder ähnliches dazu um einen Teil der Kultur besser zu verstehen, aber ich finde es traurig wenn Urlauber bzw. Backpacker sich auf dies beschränken. Thailand hat mich nicht enttäuscht, aber beeindruckt hat es mich auch nicht, daher freue ich mich sehr auf mein neues Ziel den Vietnam und bin guter Dinge, dass es hier etwas weniger touristisch ist als in der Wiege des Backpacking selbst.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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