Montag, Februar 06, 2017

Neuseeland - Taupo, Tongario Crossing, Mount Egmont und Auckland

Life_Gourmet
Tongariro Crossing
Letzter Beitrag: Coromandel, Bay of Islands and Cape Reianga

Für den besagten Morgen verabredeten wir uns über Facebook mit 2 anderen Deutschen am Endparkplatz. Wir ließen unser Auto dort stehen und fuhren von dort gemeinsam mit dem Auto der Mädels zum Startpunkt, sodass wir nach der Wanderung direkt ein Auto vor Ort haben, um wieder in Richtung Taupo aufbrechen zu können. Natürlich wäre auch direkt vom Hostel ein Shuttle verfügbar gewesen, allerdings ist dieser relativ kostspielig.
Tongariro Crossing
Mount Ngauruhoe
Mount Ngauruhoe
Die Wanderung selbst fängt relativ unspektakulär an, indem es kaum bergauf geht, sondern ein paar Kilometer in Richtung Aufstieg. Nun folgt ein kurzer etwas intensiverer Teil indem auch viele Treppenstufen enthalten sind, bevor es wieder flach wird. Während du diesen Teil wanderst, hast du den besten Blick auf Mount Ngauruhoe, welcher aus den Herr der Ringe Filmen bekannt ist, als der Vulkan in dem der Ring geschmiedet wurde und vernichtet werden kann. Nach kurzer Anstrengung erreichst du die Spitze des Tracks, den du natürlich noch um Mount Ngauruhoe oder andere kurze Strecken zu verschiedenen Lookouts erweitern kannst. Ab hier geht es in kleinen Schritten Berg ab und du erhälst einen wundervollen Blick auf die übrig gebliebenen Kraterseen. Auf dem nun noch folgenden Stück bis zum Parkplatz hast du eine schöne Aussicht auf den umliegenden Nationalpark, Lake Taupo und beim Abstieg durchquerst du ein Stück Regenwald.

Von der Aussicht auf dieser Wanderung waren wir wirklich beeindruckt, allerdings gleichzeitig vom “Härtegrad“ etwas enttäuscht, da wir nicht an unsere Grenzen gegangen sind, obwohl wir dies erwartet hatten. Natürlich haben die Aussagen anderer uns vorher wirklich darauf vorbereitet das es hart werden wird, aber andere Wanderungen während unserer Zeit in Neuseeland waren deutlich fordernder wie zum Beispiel die auf den Roys Peak bei Wanaka, welche mich wirklich an meine Grenzen führte. Man muss natürlich dazu sagen, dass wir perfektes Wetter hatten und daher die Bedingungen für einen Auf- bzw. Abstieg wirklich optimal waren und kaum Windböen aufkamen. Ein anderer Reisender den wir auf unserer weiteren Reise begegneten berichtete uns, dass er das Tongariro Crossing 2 Tage später gemacht hat und knietief durch Schnee gewandert ist. Wir wollten den Bildern kaum glauben, als man sie uns stolz präsentierte und konnten kaum glauben, dass zwischen beiden Wanderungen nur 2 Tage lagen.

Wir alle bleiben dem körperlichen Verfall nicht fern und so stand am folgenden Tag mein 29.Geburtstag auf dem Plan. Meine Mitreisende Melanie und Eveline, die wir am Vortag kennen gelernt hatten bereiteten mir ein ausgiebiges Geburtstagsfrühstück, bevor wir unseren Ausflug zu den Hukafalls starteten. Vom Parkplatz aus gingen wir zuerst zu den Hukafalls, bevor einen kleinen Wanderweg am Waikato River entlang folgten der uns zu den Hotpools von Taupo brachte. An dieser Stelle mischten sich das kalte Wasser des Flusses und das heiße Wasser aus der Quelle zu einer angenehmen Temperatur und machten diesen Platz ideal für einen kleinen Ausflug ins Wasser. So lässt sich auch das 29ste Lebensjahr angenehm einläuten! Nachmittags verabschiedeten wir Eveline, da Ihr Bus sie weiter nach Rotorua brachte, aber zum Glück hatten wir gestern während des Tongariro Crossing auch noch Felicitas und Sabrina kennen gelernt, die heute im selbigen Hostel eincheckten. Mit den beiden hatten wir uns auf Facebook verabredet um die Shuttlekosten zu  (wie oben beschrieben) und zack so schnell sieht man sich wieder. Zum Abendessen wurde ich von den 3 Mädels mit Lasagne beglückt, bevor wir gemeinsam einen Schokoladenkuchen vernaschten. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an alle Mädels für einen sehr besonderen Tag!
Geburtstagskind mit schönen Frauen :)
Hukafalls
In der verbleibenden Woche in Neuseeland hatten wir noch einiges vor und daher verabschiedeten wir auch Felicitas und Sabrina am nächsten Tag und brachen auf zum Mount Engmont Nationalpark. Hier steht der berühmte Mount Taranaki, welcher von vielen Postkartenmotiven bekannt ist und in Peter Jacksons „Der Hobbit“ Triologie den Mystic Mountain, also den Heimatort der Zwerge und den Berg in den Smaug sich niedergelassen hat darstellt. Guten Mutes haben wir 2 Tage in dieser Gegend eingeplant, wohlwissend dass der Berg etwas scheu ist und seine Spitze nur wenige Tage im Jahr überhaupt zeigt. Das Glück scheint mit den Dummen zu sein, auf alle Fälle war es wieder einmal mit uns wie Ihr auf unseren Schnappschüssen erkennen könnt.
Mount Taranaki
Mount Taranaki
Die letzten Tage in Neuseeland sind angebrochen und nach einer Nacht in der Industriestadt Hamilton erreichen wir mit unserer Blue Berry unsere letzte Destination Auckland. Wie das beim Backpacken manchmal so ist, treffen wir vor Ort einige Leute die wir auf unserer Reise kennen gelernt haben wieder und verbringen einige Stunden miteinander. Neben unserem Travelbuddy Jasper von der Südinsel, trafen wir auch Eveline, Johanna und Dan vom Tongariro Crossing wieder. Ideal das Dan einige Zeit in Auckland gelebt hat und uns so einige schöne Fleckchen in der Stadt zeigen konnte. Natürlich durfte auch etwas typisches Sightseeing beim Skytower, auf Mount Eden und im Hafen nicht fehlen, bevor wir zu unserem letzten Abenteuer in Neuseeland aufbrachen.
Auckland
Auckland
Auckland
Auckland
Fähre gebucht und los gehts. Gemeinsam mit Johanna, Eveline und Dan besuchten Melanie und ich an unserem letzten gemeinsamen Tag die Waiheke Island vor den Toren Aucklands. Mit mehr als 100 Sandstränden, 19 Buchten und zahlreichen Weingütern der optimale Ort, um meine Zeit in Neuseeland revuepassieren und mit einer wundervollen Truppe an Menschen ausklingen zu lassen.

Als kleine Herausforderung zum Ende meiner Neuseelandreise hatte ich leider das Pech in einem Hostel mit Bettwanzen zu nächtigen. Das heißt am Tag der Abreise war ich von Bissen übersähet, welche sich an verschiedenen Stellen des Körpers (Beinen, Armen) wie eine Kette von Sunfly Stichen darstellte, allerdings treten die Bettwanzen Bisse immer auf einem Haufen(in einer Reihe) auf, desweiteren könnt ihr es sicher kaum glauben, aber sie jucken viel extremer als die Sunfly Stiche. Doch das soll mein Urteil über Neuseeland in keinster Weise trüben.

Ich blicke auf 65 Tage im Land der Kiwis zurück und muss feststellen, dass dieses Land noch atemberaubender, noch schöner, noch facettenreicher und fesselnder ist, als ich es vorher erwartet habe. Ich habe mich sehr intensiv auf Neuseeland vorbereitet und wusste relativ gut was mich erwartet, aber das Land, die Menschen vor Ort und vor allem der Wettergott haben meiner vorherigen Euphorie wohl die Krone aufsetzen wollen. Ihr dürft euch auf die Schulter klopfen es ist euch zweifelsohne gelungen. Neuseeland du wirst mich wieder sehen und bis dahin speichere ich ganz viele wundervolle Erinnerungen und Eindrücke ab, damit ich bei Gelegenheit immer mal in diesen Erinnerungen schwelgen kann.

Hier findest du die Links zu allen Beiträgen aus Neuseeland 

- Coromandel, Bay of Islands und Cape Reianga 
- Waikaremoana, Tauranga, Rotorua und Hobbiton
- Wellington bis Napier
- Von Queenstown zum Abel Tasman
- Von Christchurch in den Süden über Tekapo und Mount Cook
- Christchurch + Reisegruppe

Kleinigkeiten für den Backpacker von Nebenan:

Günstige Geschäfte: Countdown, Pak N‘ Save und New World
Unterkünfte: Hostels ca. 25-30$ je Nacht – BBH bietet eine gute Bandbreite an Hostels und als Mitglied (einmalig 45$) kannst du 4$ je Hostel sparen. Lohnt sich auf alle Fälle bei allen Aufenthalten die länger als 3 Wochen sind.
Kreditkarte: Wird fast überall Akzeptiert. In manchen „Farmstays“ ist nur Cash möglich.
Wandern: Ich bin wirklich kein fanatischer Wanderer, aber in Neuseeland solltest du dich viel in der Natur bewegen! 
Zeitverschiebung nach Deutschland: Neuseeland ist immer 12 Stunden vorraus
Währung: 1€ = ca. 1,50$
Günstiges Essen: Dominos Pizza (5$), selber kochen ist meist am billigsten!
Alkohol: teuer
Autofahren: Auf der linken Seite, 100km/h Höchstgeschwindigkeit (50km/h Innerorts), viele Serpentinen/Berge
Wilde Tiere auf die man treffen kann: Kiwis, Delphine, Wale, heimische Vögel, Pinguine, Robben und Fische

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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