Montag, Januar 30, 2017

Neuseeland - Coromandel, Bay of Islands und Cape Reianga

Life_Gourmet
Cathedral Cove
Auf der Coromandel Halbinsel kommt man nicht drum herum die beiden Hauptattraktionen zu besuchen und auch wenn wir vorher bereits von einigen anderen Reisenden gehört hatten, dass diese sehr überlaufen sind wollten wir uns ein eigenes Bild machen. Der Hotwater-Beach erlangte durch den ungewöhnlichen Umstand an Popularität, dass man bei Ebbe mit einer Schaufel an den Strand gehen kann und ein Loch buddeln. Das klingt nun erst einmal nicht besonders, allerdings befinden sich unter einem Teil des Strandes heiße Quellen die dafür sorgen, dass dein gebuddeltes Loch schnell zu einem selbstgebauten Hotpot wird. Allerdings ist der Teil des Strandes an dem dies möglich ist relativ schmal, sodass sich auf sehr engem Raum viele Besucher mit Ihrer Schaufel tummeln. Keine wirkliche Entspannung, aber sicher nett es mal gesehen zu haben. Hier Mal der Vergleich zwischen einem guten Fotomoment und der Realität.
Hotwater Beach in einem günstigen Fotomoment :)
Hotwater Beach (die Realität)
Weiter ging es zu der nur wenige Minuten entfernten Cathedral Cove. Der Parkplatz selbst besteht nur auf ca. 20 Plätzen, sodass dieser zügig überfüllt ist und man auf einen Parkplatz ausweichen muss, der einige Kilometer entfernt ist. Mit einem Shuttle für wenig Geld kann man von diesem Parkplatz zum Startpunkt des Cathedral Cove Tracks fahren und wird dort wieder abgeholt. Der Weg zum Strandabschnitt selbst beträgt ca. 45 Minuten und belohnt dich mit einem wundervollen, aber ebenso überfüllten Strand wie beim Hotwater-Beach. Wir nutzten einen etwas ruhigeren Abschnitt des Strandes und entspannten einige Stunden in der Sonne, bevor wir und auf den Weg in die nördliche Hälfte der Halbinsel machten.
Cathedral Cove

Etwas nördlich von Coromandel Town gibt es einen Zug von dem ich bereits in einer Dokumentation gehört hatte. Ein Töpfermeister hat hier über 17 Jahre lang selbst Schienen verlegt und einen Zug auf eine Erhöhung seinen Grundstückes fahren lassen. Erst als Geldprobleme auftauchten, machte er diese Attraktion für die Öffentlichkeit zugänglich und baute Sie zu Ende. Die Driving Creek Railway ist ein nettes kleines Abenteuer mit einer knappen Stunde Fahrtzeit und führt einen vor Augen, was Menschen alleine alles bewirken können. Hier ein paar Eindrücke von der Bahn, einer Brücke und dem Ausblick während der Fahrt von einem Aussichtspunkt.
Zug während der Fahrt
Brücke auf der Fahrt
Ausblick auf der Aussichtsplatzform während der Fahrt

An der Westküste der Coromandel entlang fuhren wir wieder in Richtung Süden, um dann quer durch Auckland, nördlich nach Whangarei zu fahren. Auf einer kleinen Farm checkten wir für 2 Tage ein, die etwas außerhalb von Whangarei direkt an den Abbey Caves gelegen ist. Natürlich nutzten wir diese wunderbare Lage um die 3 Höhlen zu besuchen, die nie kommerzialisiert wurden, aber dennoch betreten werden dürfen. Die „Organ Cave“ ist die Tiefste der Höhlen und liegt am 30 minütigen Rundweg direkt zu beginn. Durch die Tiefe der Höhle kann man hier ideal Glühwürmchen anschauen und nach einem relativ anspruchsvollem Start (Barfuß mit Taschenlampe) steht man zügig bis zur Hüfte im kalten Wasser, allerdings lohnt sich das Ganze, denn gegen Ende bekommt man sogar einen kleinen Wasserfall zu sehen. Die „Middle Cave“ ist die zweite Höhle auf dem Rundweg und die kürzeste der drei. Sie ist einfacher zu betreten und das Wasser nicht einmal kniehoch. Auch hier kann man ein paar Glühwürmchen sehen und am Ende der Höhle fällt durch ein Loch in der Decke sogar etwas Tageslicht. Die dritte und letzte im Bunde ist die „Ivy Cave“. Diese ist am einfachsten zu betreten und generell am wenigsten Anspruchsvoll vom Schwierigkeitsgrad, aber dennoch ein kleines Abenteuer, da Sie wie die anderen Höhlen sehr untouristisch ist.
Glühwürmchen
Glühwürmchen
Nur etwa 30 Minuten mit dem Auto entfernt liegt der Matapouri Strand in einer kleinen Bucht. ER zieht sich lagunenartig von der einen auf die andere Seite und ist auch unter den Einheimischen ein sehr beliebtes Plätzchen, um die Sonnenstrahlen des Tages einzufangen. Leider gelangt durch stetige Windböen dauerhaft Sand in dein Gesicht, da dieser hier sehr sehr fein ist und dir fast keine ruhige Minute gönnt.
Nächster Halt in Richtung Norden ist Paihia in den Bay of Islands. Heutzutage ist die frühere Maori  Siedlung ein beliebter Ferienort und mit einer kleinen Fähre kann man nach Russel übersetzen, welches als erste Hauptstadt Neuseelands gilt. Hier findet man auch die älteste Kirche des Landes und im „Flagstaff Hill Historic Reserve“ erhält man bei klarer Sicht einen wundervollen Ausblick auf die Bay of Islands.
Älteste Kirche Neuseelands
Vorbei am berühmten Ninety Miles Beach, welcher nur 90km lang ist und als ausgeschriebener Highway gilt, geht es für uns an die nördliche Spitze Neuseelands das Cape Reinga. Hier kann man nicht nur hautnah miterleben wie sich der Pazifische Ozean und die Tasman See vereinigen, was schon ein wirklich schönes Bild ist, sondern auch für die Maori ist dies ein besonderer Ort, da lt. Ihrem Glauben die Seelen der Toten Ihren Pilgerweg nach Hawaiki (ins mystische Land) von hier aus antreten. Leider war das Cape Reianga einer der wenigen Orte an denen wir wirklich Pech mit dem Wetter hatten, sodass wir nicht in den vollen Genuß dieses einzigartigen Ortes kommen konnten.
90 Miles Beach
Cape Reianga
Cape Reianga
Etwas unüblich, aber bereits seit dem wir auf die Nordinsel gekommen waren, hatten wir das Wetter rund um Taupo im Blick. Wieso? Hier findest du eines der Must-Sees Neuseelands das berühmte „Tongariro Crossing“. Hierbei handelt es sich um eine Wanderung über ein Vulkan-Massiv von der einen auf die andere Seite, während der man wundervolle Ausblicke auf die Umgebung, Krater, Schwefelseen und vieles mehr erhält. Natürlich ist dies nur bei gutem Wetter der Fall, daher führte uns der Weg direkt vom Cape Reinga hierher. Für den folgenden Tag war bestes Wetter angekündigt und kein Wind, sodass die idealen Bedingungen für diese Wanderung gegeben waren. Vieles hatten wir über diese Wanderung gehört: „Sie ist das härteste was ich je gemacht habe“, „Ich bin körperlich an meine Grenzen gestoßen“, „Ich wollte nur noch sterben“ und doch hatten wir bisher vergebens auf gutes Wetter gewartet.

Bis jetzt! im nächsten Beitrag berichte ich euch von unserer Wanderung über das Tongariro Crossing und darüber ob alle überlebt haben. Bis dahin bleibt reisefreudig!
Euer Life-Gourmet alias Daniel

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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