Montag, Dezember 05, 2016

Australien - Cairns, Great Barrier Reef + Daintree Forest

Life_Gourmet

Wie das Leben manchmal so spielt, las ich ein paar Tage vor meiner Ankunft auf Facebook, dass eine Hotelfachschulkameradin gerade in Cairns ist und ihr Travel and Work Jahr beginnt. Nachdem ich wusste in welchem Hostel Tamara ist, buchte ich selbiges für mich und freute mich darauf Sie nach mehr als 4 Jahren wieder zutreffen.
Lagune Cairns
Direkt am nächsten Tag machten wir es uns an der Lagune von Cairns gemütlich. Da die Stadt selbst keinen Strand hat, baute man in den vergangenen Jahren einen riesigen öffentlichen, kostenfreien Pool an der Promenade der Stadt. Das Wetter hätte besser nicht sein können und so war relativ schnell klar, dass wir am nächsten Tag einen Ausflug machen. Doch was wollen wir machen? Da Tamara und ein Freund bereits den Regenwald besucht haben, schlug ich einen Schnorcheltrip zum Great Barrier Reef vor. Nach kurzer Beratschlagung stand fest ja das ist es. Nachdem wir uns durch den Angebotsjungle von Schnorcheltrips geschlagen haben, landeten wir bei einem älteren Herrn am Schalter der uns nochmal erklärte wo die Unterschiede der verschiedenen Touren liegen. Viele sehr günstige Anbieter fahren zum Beispiel nur an den äußeren Rand des Riffs und daher ist die Umgebung unter Wasser weniger schön als in anderen Bereichen. Bei manchen gibt es als Mittag ein Sandwich andere wiederum bieten ein ganzes Buffet. Für uns stand relativ schnell fest, dass wir uns für den Anbieter "Down Under Tours" entscheiden, da dieser sowohl weiter ins Riff hinein fährt, vernünftige Verpflegung bietet und gerade für Schnorchelanfänger viel Sicherheit durch viel qualifiziertes  Personal bietet.

Unsere Entscheidung sollte wir nicht bereuen, denn direkt am nächsten Tag stachen wir morgens in See. Nach einer freundlichen Begrüßung und einem Kaffee begann der Ausflug damit, dass wir Schwimmflossen anprobierten und diese mit dem Schnorchel in ein Fach mit unserer zugeteilten Passagiernummer ablegten. Die Passagiere waren beim Zustieg einfach nummeriert worden, sodass die Nummern ausgerufen werden konnten, um zum Beispiel alle Taucher auf ein Deck zu bekommen oder festzustellen ob alle Mann an Bord sind.

Auf der Fahrt zum Riff erhielten wir unsere Sicherheitseinweisung, damit es vor Ort dann auch direkt los gehen konnte! Das Schiff stoppt und gleich ist es soweit, dass erste Mal werden wir die wundervolle Unterwasserwelt des größten und wohl bekanntesten Riffs der Welt bestaunen dürfen. Wir streiften die Flossen über unsere Füße, spuckten in unsere Schwimmbrille und verrieben es, setzten unsere Schnorchel auf und sprangen ins Unterwasserparadies. Eine Farbenpracht mit zahlreichen Anemonen, Fischarten, kleinen Schildkröten und vieles mehr zog uns in seinen Bann.

Nach knappen 2 1/2 Stunden war das Abenteuer für den Moment vorbei, denn wir fanden uns zum Mittag an Bord ein, um währenddessen zu einem anderen Riff zu fahren. Unsere Tour beinhaltete das Hastings Reef und das Norman Reef.
Nach dem Essen stürzten wir uns für 2 weitere Stunden ins nächste Abenteuer und diesmal sollten wir sogar einen kleinen Hai zu Gesicht bekommen. Natürlich haben wir versucht viele Momente mit der GoPro einzufangen, allerdings sind die Meeresbewohner manchmal ziemlich flink. Auf der Rückfahrt der Tour konnte man Bilder kaufen, Tee trinken und etwas Livemusik lauschen.



In den nächsten Tagen traf ich Leute von der App "Jodel", die auf mein Gesuch nach Leuten die gemeinsam ein Auto mieten wollen und einen Tagestrip zum Daintree Forest machen wollen geantwortet haben. Wie besprochen mieteten wir ein Auto und starteten früh in den Tag. Die erste Station auf unserem Ausflug war die Palm Cove. Hier gibt es einen kleinen Ort, einen schönen Strand mit abgesperrtem Schwimmbereich und einen Steg der tief ins Wasser führt. Nach einer kurzen Genusspause im Wasser fuhren wir nach Port Douglas. Ein wirklich überbewerteter Ort den wir schnell hinter uns ließen. Um in den Daintree Forest zu gelangen fährt man mit dem Auto auf eine Fähre, welche noch heute Kabel betrieben wird und setzt auf die andere Seite des Flusses Daintree-River über. Plötzlich ist es auch schon soweit auf beiden Seiten erstreckt sich einer der ältesten Regenwälder der Welt. Durch den Wald schlängelt sich eine gut ausgebaute Straße, die einen Besuch dieses Naturschauspiels einfach ermöglichen. An vielen Punkten gibt es Aussichtspunkte, Wanderwege und  Übernachtungsmöglichkeiten. Wir wanderten 2 verschiedene, angelegte Wanderwege die jeweils ungefähr 90 Minuten dauerten. Im generellen ist es natürlich schön angelegte Wege zu haben, allerdings kam bei uns nicht wirklich ein "Urwald Feeling" auf, da die angelegten Wege eher einem Spaziergang glichen und oft nicht wirklich eine spektakuläre Aussicht auf die vielfältige Pflanzenwelt in diesem Teil Australiens ermöglichten. Vermutlich ist es eher lohnenswert mehrere Tage in der Gegend zu übernachten und längere "Trekking Touren" die 8 Stunden oder länger dauern  zu machen. Auf dem Rückweg konnten wir am Ufer des Flusses Daintree-River noch ein kleines Krokodil beobachten, während es die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf einer Sandbank genoss.


An meinem letzten Abend in Cairns, saß ich gemütlich mit Tamara und Sten zusammen im Hostel und wir gönnten uns etwas Luxus. Ein paar Bier mögen zwar nicht nach luxus klingen, aber wer schon Mal in Australien war, weiß das ein kleines Bierchen im Lokal gerne mal 8$ kosten kann, daher kann man es im Land getrost als Luxus bezeichnen, wenn man sich ein Bier gönnt.

Von Cairns aus buchte ich mir für 300$ ein Ticket des Premier Buses. Mit diesem Ticket war es mir möglich innerhalb von 3 Monaten die Ostküste bis Sydney runter zu reisen. Natürlich hätte sich für meine verbleibenden 10 Tage ein Flug auch gelohnt, aber ich wollte zumindest 1-2 Ziele an der Ostküste mitnehmen, bevor ich das Land vorzeitig verlasse und nach Neuseeland aufbreche.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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