Montag, Dezember 12, 2016

Australien - Ostküste + Sydney

Life_Gourmet



Von Cairns aus führte mich meine Reise nach Townsville. Da ich bereits in Indonesien viele Strände inspiziert habe und mein Bauchgefühl mir sagte, dass ich lieber früher nach Neuseeland möchte, entschied ich mich dafür meinen Flug umzubuchen und knapp 1 Monat früher zu fliegen. Gerade die Ostküste Australiens hat viele Strände als „Hauptattraktion“, von denen ich in den letzten Wochen auf alle Fälle genug hatte und daher reiste ich in großen Sprüngen in den 10 verbleibenden Tagen bis zu meinem vorverlegten Flug von Sydney nach Christchurch die Ostküste mit dem Bus herunter. Neben Townsville machte ich Halt in Brisbane, bevor ich meine letzten Tage in Sydney verbrachte.

In Townsville traf ich in meinem Hostel durch Zufall eine holländische Familie wieder, die ich auf der Tour von Adelaide nach Alice Springs kennengelernt habe und wir alle freuten uns sehr über das erneute aufeinandertreffen. Während meines 2 tägigen Halts in der Stadt musste ich feststellen, dass der Ort nicht viel zu bieten hatte. Einzig der Berg (Castle Hill) um den die Stadt herum gebaut wurde, bietet einen wundervollen Ausblick. Perfekt für einen Spaziergang zum Sonnenuntergang auf die Plattform, die dich oben erwartet und dir einen atemberaubenden Blick über die gesamte Stadt und den Küstenstreifen, inklusive der vorgelagerten Insel „Magnetic Island“ verschafft.

Townsville
Brisbane

Die Stadt Brisbane war mein nächster Halt. Hier erkundete ich gemeinsam mit Kerstin die ich in meinem Hostel kennengelernt habe die Stadt. Wir nutzten die kostenlose Fähre die man uns empfohlen hatte und genossen die Fahrt über den Brisbane-River. Im Anschluss schlenderten wir durch das CBD der Stadt und wagten einen Abstecher in die Botanischen Gärten. Nach dem Abendessen ließen wir den Abend gemeinsam auf dem Balkon unseres Hostels ausklingen. Am nächsten Morgen hatte ich bereits einen Ausflug gebucht, denn wenn ich schon einmal in der Gegend bin, möchte ich natürlich auch den berühmten Australien Zoo des „Crokodile Hunters“ Steve Irwin besuchen. Eigentlich bin ich kein Fan von Zoo’s oder Wildparks aller Art, aber über die Passion Steve Irwins habe ich bereits einiges gelesen und wollte mich nun selbst davon überzeugen, wie ein Teil seiner Arbeit vor Ort aussieht. Denjenigen den der Name ein Begriff ist die wissen, dass Steve vor einigen Jahren bei einem Tauchgang durch einen Stachelrochen verstorben ist. Seine Familie führt nicht nur den Zoo in seinem Sinne weiter, sondern vor allem auch einige Organisationen die an verschiedenen Punkten der Welt dagegen kämpfen, dass Tierarten aussterben, wie zum Beispiel die Orang Utans auf Sumatra.  


Bereits um 9 Uhr erreichte der Bus den Zoo und direkt am Eingang konnte man erkennen, dass heute ein spezieller Tag zu sein scheint, denn irgendwie ist alles geschmückt. Zügig stellte sich heraus, dass heute „Steve Irwin Day“ im Zoo war und dieser Tag groß gefeiert wurde. Neben zahlreichen Shows und vielen Aktionen war die Familie von Steve vor Ort. Es war sogar Zeit für einen kleinen Plausch mit Terri (Steves Witwe), welche mir für meine weitere Reise ganz viel Vergnügen und viele wundervolle Momente wünschte. Neben den legendären Krokodil-Shows trat am heutigen Tag eine scheinbar sehr bekannte Boyband in der Krokodil Arena auf, welche ich nicht kannte, aber die einheimischen Kinder waren völlig aus dem Häuschen. Vielleicht sind euch die Jungs von der Justice Crew ja ein Begriff? Der Zoo selbst ist relativ übersichtlich und bietet besonders heimische Tiere wie Krokodile, Koalas, Dingos, Wombats und Co zu sehen. Desweiteren gehört eines der größten Tierkrankenhäuser der Welt zum Gelände des Zoo’s, welches zum Teil begehbar ist und dir einen Blick hinter die Kulissen gestattet.



Der letzte Halt meiner Australienreise, wie sollte es anders sein… ist Sydney. Die Stadt mit der wohl bekanntesten Oper der Welt, die man mag es kaum glauben sogar deutlich teurer war, als unsere Hamburger Elbphilharmonie. In einem relativ zentralen Hostel (das einzige was einigermaßen bezahlbar, aber dennoch sehr teuer und sehr schlecht war) kam ich für die letzten 3 Nächte unter. Fußläufig ist die Oper durch den Botanischen Garten in ca. 20 Minuten erreichbar und das Wetter bot zwar nicht viel Sonne, aber immerhin war es nicht so kalt wie in Melbourne, als ich dort war. Die Stadt Sydney ist die Einwohnerreichste Stadt des Landes und dies ist nach vielen Tagen und Wochen auch deutlich spürbar. Als ich aus dem Bus stieg der mich von Brisbane nach Sydney brachte, war direkt der erste Eindruck, dass ich mich in einer Großstadt befinde. Doch was tun? Täglich gibt es kostenlose Walking-Touren die im Botanischen Garten beginnen und einem wie in Melbourne die Möglichkeit geben, die Stadt besser kennenzulernen und den Guide einfach mit einem kleinen Obolus (freiwillig) zu danken. Neben einem Besuch der Oper ist natürlich auch ein Besuch der legendären Harbour-Bridge unabkömmlich! Von hieraus erhält man einen wundervollen Blick auf die Skyline der Stadt. Weiterhin empfehle ich eine ausgiebige Erkundungstour durch die hügeligen, abwechslungsreichen Gassen und Straßen vorbei am Darling's-Habour, durch den Hyde Park, die Botanischen Gärten und die Saint Mary’s Cathedral. 


Fazit Australien:

Australien ist ein beeindruckendes und unbeschreiblich riesiges Stückchen Erde. Man sagt vorher zwar immer das Land ist riesig, aber so richtig fühlen kann man dies erst, wenn man die Entfernungen der Städte und Orte zueinander selbst einmal zurück gelegt hat. Strecken von mehreren 1000km sind keine Seltenheit und Busfahrten die 36 Stunden dauern nicht nur ein Märchen. Das Land ist überflutet von "Travel & Workern" und an allen Ecken und Enden trifft man Europäer bzw. Deutsche. Für mein Gefühl schon fast zu viele, um gescheit in das Leben der Locals eintauchen zu können ohne Vitamin B bzw. Bekannte vor Ort. Australien selbst bietet eine große Palette an Sehenswürdigkeiten und unvergleichlichen Erlebnissen wie zum Beispiel eine Übernachtung im Swag am Ayers Rock, einen kristallklaren Sternenhimmel mit Milchstraße in der Wüste, eine wundervolle Unterwasserwelt (nicht nur im Great Barrier Reef), große Regenwaldgebiete, eine Palette von einzigartigen Tieren in freier Natur und vieles mehr. Alles im allen hat mich das Land sehr beeindruckt, aber nicht so verzaubert wie ich es mir vorher vorgestellt habe. Nichts desto trotz bin ich glücklich das Land der Kängurus persönlich kennengelernt und viele Erfahrungen, Eindrücke und neue Reisekontakte mitgenommen zu haben und wer weiß vielleicht sieht man sich in ein paar Jahren wieder und dann haut es mich um?!

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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