Sonntag, November 06, 2016

Indonesien - Lovina + Kuta auf Bali

Life_Gourmet

Am ersten Morgen in Lovina mieteten wir uns direkt nach dem Frühstück 2 Roller und besuchten den buddhistischen Tempel  „Brahmavihara-Arama“. Die Anlage ist etwas abgelegen und umgeben von einer Art Wohngebiet, jedoch tut das dem Tempel keinerlei Abbruch! Die Eintrittsgebühr ist gering, sowie auch das Aufkommen weiterer Touristen oder Locals an diesem Ort. Die wundervollen Bauten und die vorhandene Stille machen diese Anlage für uns zu einer der schönsten dieser Art auf Bali und auf alle Fälle ist sie deutlichen sehenswerter als die Touristenfallen vor denen Scharen von Bussen stoppen! Ein bisschen erinnert der Haupttempel an den Tempel Borobodur auf Java, welcher der größte buddhistische Tempel in Südostasien ist.

Brahmavihara-Arama
In der näheren Umgebung gibt es mitten im Jungle die heißen Quellen „Air Panas Banjar“, welche wir im Anschluss besuchten. Man mag sich fragen, wer bei der warmen Außentemperatur von 35 Grad Celsius heiße Quellen braucht, dennoch ist ein Bad erfrischend und wohltuend. Ein positiver Nebeneffekt war, dass wir den kräftigen Regenschauer im heißen Wasserbecken über uns ergehen ließen und so einer ungewollten Dusche ohne Regenklamotten trotzen konnten. Amüsant ist übrigens, dass außer uns fast nur Locals an diesem Ort waren und diese verließen beim Einsetzen des Regens alle Schlagartig das Becken mit dem schwefelhaltigen Wasser.

Air Panas Banjar

Auf dem Weg zurück in den Süden brachte uns unser Fahrer wie gewünscht zu den „GitGit Zwillings Wasserfällen“ von denen wir gelesen hatten. Hier habt ihr die Möglichkeit zu schwimmen, einfach nur zu relaxen oder eine Kletter-Tour zu buchen, die euch bis zu den Wasserfällen bringt und euch dann ermöglicht euch am/im Wasserfall abzuseilen oder ab der Hälfte der Höhe ins Wasser zu springen. Auf dem weiteren Weg in Richtung Süden schenkten wir uns den berühmten Tempel „Pura Ulun Danu Bratan“, da dies eine reine Touristenabzocke ist und ließen uns von unserem Fahrer ein Stück weiter am selben See auf einen Parkplatz absetzen. Hier genossen wir unser Mittagessen auf einem alten Holzsteg zwischen einheimische die angelten. Am Nachmittag strandeten wir in Ubud und schwärmten aus in unsere Unterkünfte, um uns später zum Abendessen und auf ein Bierchen wieder zu treffen. Dies sollte unser letzter gemeinsamer Abend sein, da Basti + Jessi nun in Richtung Gili Meno weiterzogen, während ich am nächsten Morgen ein Shuttle nach Kuta (Bali) gebucht hatte.

Git Git Wasserfall
In Kuta angekommen, bezog ich mein Bett im Hostel und verbrachte den restlichen Tag am Pool. Im Hostel lernte ich den Indonesier Fachri kennen der aus Jakarta kommt und hier auf Bali wieder einmal seinen Urlaub verbringt. Gemeinsam machten wir in den folgenden Tagen auf dem Roller Ausflüge in alle Himmelsrichtungen. Am ersten Tag stand der Tempel „Uluwatu“ an der südlichen Spitze Balis auf dem Plan. Der Tempel selbst wird überall spektakulär angepriesen, ist jedoch nicht wirklich sehenswert, da nur die Tatsache der Lage auf einer Klippe diesen Ort für Sonnenuntergänge so begehrt macht. Im Anschluss stand „Waterblow“ auf dem Plan, was eine Attraktion im Osten des südlichsten Zipfel von Bali ist. Hier treffen die Wellen des Meeres auf eine ungewöhnlich löchrige Felsformation und verursachen durch den Druck der Wellen eine geysirartige Explosion an mancher Stelle zwischen den Felsen. Natürlich stand ich beim Fotos schießen an der falschen Stelle, sodass ich von oben bis unten nass wurde.

Hostelpool
Uluwatu
Waterblow

Am nächsten Tag machten wir uns auf zu einer ganz besonderen Aktion! Etwas nördlich von Denpasar gibt es die Möglichkeit 3 Canyons zu durchqueren. Klingt nicht spektakulär? Diese Tour hatte es wirklich in sich, denn Sie beinhaltete klettern, wandern, schwimmen und teilweise auch etwas Geschick. Ohne Tourguide machten wir uns auf den Weg in Richtung Canyons und versuchten einen möglichen Weg zu finden der uns durch die Canyons führt. Einfach durchs Wasser laufen geht an vielen Stellen nicht, da es oft sehr tief ist, schwimmen ging nur bedingt, da wir natürlich Rucksäcke mit Verpflegung dabei hatten, also starteten wir mit einer Kombination aus klettern, von Stein zu Stein springen und an flachen Stellen durchs Wasser laufen. Je tiefer wir ins Abenteuer eintauchten, desto größer wurde die Herausforderung den richtigen Weg zu finden der uns durch das Labyrinth von Wasser, Steinen und Urwald führte. Eine atemberaubende Erfahrung die ich jedem nur ans Herz legen kann, denn außer uns waren nur zwei andere Abenteurer in den Canyons unterwegs und die komplette Durchquerung dauert gute 3 Stunden mit kleiner Mittagspause. Der krönende Abschluss war der Weg zurück zum Parkplatz, da dieser quer durch Reisfelder führte, entlang an einheimischen Chilisträuchern und vorbei an einheimischen die den Reis kiloweise auf Ihrem Kopf abtransportierten.
Canyon
Canyon
Canyon Rückweg
An unserem letzten gemeinsamen Tag auf Bali besuchten wir dann noch den Wassertempel „Tanah Lot“ etwas nördlich von Kuta. Der Tempel selbst liegt auf einer kleinen Insel etwas 50m vom Ufer entfernt und kann nicht betreten werden, allerdings ist er eine echte Fotoschönheit. Rundherum findet man hier leider viele Touristen, da der Tempel ein begehrtes Ziel von allen Reisenden auf Bali ist. Empfehlen können wir die Wege etwas abseits vom Trubel, z.B. am Strand entlang spazieren und die Wellen beim peitschen gegen die Tempelinsel beobachten. Natürlich machten wir auch noch einen kleinen Abstecher an den Kuta-Beach, wie könnte man Kuta besuchen ohne auch mal an den Strand zu gehen?

Tanah Lot
Strand neben Tanah Lot
Übrigens sind wir abends immer bei lokalen Warongs essen gegangen die Fachri vor Ort kannte. Hier gab es natürlich viel scharfes essen, aber auch Hühnerinnereien, Gemüse und natürlich Reis. Ich probierte alles und es schmeckte wirklich vorzüglich!

Für meine letzten beiden Tage auf Bali spielte das Glück mir in die Karten. Am Abend zuvor lernte ich im Hostel Sebastian aus Deutschland kennen. Sebastian arbeitet bei einem bekannten Urlaubsportal und hat wie ich seine letzten 2 Tage auf Bali vor sich, um diese nochmal richtig zu genießen hat er sich in ein Resort ein gebucht, allerdings alles für 2 Personen. Nun dürft Ihr 3 Mal raten wen er für Lau mitgenommen hat! Ein Kleiner Tipp: Mich!

Resort
Resort
Yoga
So habe ich meine letzten Tage in Indonesien ganz entspannt ausklingen lassen und sogar noch einen gratis Yogakurs abgestaubt. Meinem eigenen Empfinden nach hatte dieser Kurs sicher nicht viel mit "echtem" Yoga zu tun, aber er gab uns einen kleinen Vorgeschmack.

Weiter führt meine Reise mich nach Australien ins Land der Kängurus und Koalas.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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