Montag, Oktober 03, 2016

Indonesien - Jakarta und Yogyakarta

Life_Gourmet
Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt und mit 240 Millionen Einwohnern auch einer der bevölkerungsreichsten Staaten des Planeten. Das Land verteilt sich auf über 17.000 Inseln und die Hauptstadt Jakarta liegt auf der größten Insel des Landes mit dem Namen Java.

Mal wieder in der Nacht (wie sollte es auch anders sein) erreichten wir per Flug von Dubai nach Indonesien den Flughafen von Jakarta. Bei der Einreise erhielten wir einen Stempel in den Reisepass und wurden durch gewunken. Nachdem wir mind. 45 Minuten auf unser Gepäck warten mussten, fuhren wir mit dem Taxi die 22km vom Flughafen zum vorher gebuchten Hotel und landeten völlig übermüdet gegen 3 Uhr nachts im Bett.

In der Wartehalle für das Gepäck hatten wir genügend Zeit bereits Ausschau nach einem ATM zu halten und siehe da unsere Kreditkarten kamen erneut zum Einsatz. Die Währung vor Ort ist die indonesische Rupiah, welche einen Wechselkurs von 1€ zu ca.14.700Rp. hat. Wir entschieden uns dazu 1.000.000Rp. abzuheben mit einem Wert von knapp 68,00€. Auf der gesamten Reise durch Indonesien entstanden übrigens keine Kosten für Auslandsgebühren, man kann also durchaus auch viele kleine Beträge abheben.

Am nächsten Tag wollte wir schauen ob Jakarta wirklich wenig sehenswert ist, wie sehr viele Blogs es beschrieben haben und siehe da es ist genau so! Es ist nicht mal das typische laute, stickige oder chaotische was gefühlt jede asiatische Großstadt hat, sondern einfach das ausbleibende Flair oder der fehlende gewisse Funke der überspringt. Lange Rede kurzer Sinn, aus 3 geplanten Nächten in der Hauptstadt des Landes machten wir zwei und fuhren direkt am nächsten Morgen mit der Bahn in Richtung Südosten der Insel nach Yogyakarta.
Jakarta
Altstadt Jakarta
Altstadt Jakarta

Die Zugfahrt von Jakarta nach Jogja (so bezeichnen die Einheimische Ihre Stadt gerne) dauert etwas über 8 Stunden und führt von der westlich liegenden Hauptstadt in die Mitte der Insel. Auf der Fahrt gibt es eine schöne Aussicht auf die Vielfältigkeit der Insel mit zahlreichen Reisfeldern, verschiedene Städte und viele Regionen der Insel Java.

Ausblick auf der Zugfahrt
Ausblick auf der Zugfahrt
Ein schönes "Zuhause" fanden wir in Laura's Backpacker 523 indem sich relativ zügig herauskristallisierte, dass Nora und ich nicht weiter gemeinsam reisen werden, sondern von nun an getrennte Wege gehen werden. Mehr dazu HIER

Yogyakarta bietet eine große Bandbreite von Ausflugsmöglichkeiten egal ob verschiedene sehr sehenswerte Tempel, Rafting, Vulkanbesteigung oder Fahrradtouren unser Host Laura stand mir mit all Ihrem Wissen zur Seite und glaubt mir sie kennt Indonesien wie Ihre Westentasche! Preis-Leistung ist in diesem Hostel wirklich 1a. Neben Frühstück und Tee/Kaffee/Wasser Flatrate, gibt es abends sogar einen kostenlosen Snack für alle Bewohner.
Laura's Backpacker 523
Am ersten Morgen in Jogja nutze ich einen Shuttlebus der mich um 5 Uhr morgens beim Hostel abholte und direkt zur Tempelanlage Borobudur brachte. Diese Uhrzeit habe ich als optimal empfunden, da ein früherer Besuch des Tempels mit Sonnenaufgang zwar noch schöner sein soll, aber doppelt so teuer ist und bei den Wetterverhältnissen an den Tagen vorher nicht klar war, ob man überhaupt etwas sehen wird an diesem Morgen. Der Borobudur ist die größte buddhistische Tempelanlage in Südostasien und über 1200 Jahre alt. Fast ideale Verhältnisse zum fotografieren fand ich an diesem Morgen vor. Nebelschwaden über den umliegenden Bergen und nur eine Handvoll andere Touristen besuchten die Anlage in aller Frühe.

Den Abend nutzten wir gemeinsam mit anderen Backpackern in unserem Hostel, um ein traditionelles Schatten-Puppen-Theater zu besuchen. Da die Aufführung auf Indonesisch stattfand haben wir natürlich kein Wort verstanden, aber dennoch den Einblick in die Kultur des Landes genossen.


Direkt in Anschluss zum Schatten-Theater besuchten wir eine Attraktion von der wir auf anderen Blogs gelesen hatten. Auf dem Platz "Alun Alun Kidul" standen reihenweise bunt leuchtende Tretautos, die mit LED-Leuchten in allen Farben den dunklen Platz erleuchteten. Viele Besucher (fast ausschließlich Einheimische) mieteten sich die Autos um eine Runde um den Platz zu fahren und dabei von lauter Musik beschallt zu werden. Natürlich gönnten auch wir uns eine Fahrt mit einem dieser guten Stücke.

Direkt am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg um den 2 Tempel der Gegend zu erkunden, der sicherlich in keinem Reiseführer fehlt. Der Prambanan ist die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens und wurde ungefähr im ähnlichen Zeitraum erbaut, wie die Anlage des Borobudur. Für mich war das Gelände schon sehenswert, solltest du allerdings weniger Zeit haben und nur einen der Tempel besichtigen können, dann entscheide dich für den Borobudur, da dieser mich deutlich mehr überwältigt hat mit seinen detaillierten Skulpturen und Verzierungen auf dem gesamten Tempel

Um meinen Besuch in Jogja zu komplettieren, habe ich mir im Anschluss an den Prambanan noch den Wasserpalast Taman Sari angeschaut. Die kleine übersichtliche Anlage aus dem Jahre 1757 hat viel Charme, allerdings wirkt der Palast etwas ungepflegt und viele Räume stehen einfach nur leer, statt sie für eine Ausstellung oder ähnliches zu nutzen. Auf dem Rückweg bin ich dann noch an den berühmten 2 Bäumen von Jogja vorbei gekommen und habe mir etwas Glück abgeholt. Eine Geschichte besagt, dass es Glück bringt mit geschlossenen Augen auf geradem Wege zwischen den Bäumen entlang zu gehen. Zugegeben auch ich brauchte 2 Versuche, um etwas Glück mitnehmen zu können!

Nach verschiedenen Tagestouren zu Tempelanlagen, einem Schatten-Puppenspiel und einem Bummel durch die Stadt, machte ich einen Ausflug mit Laura und Ihren Freunden auf einen Berg in der Gegend. Hier genossen wir die schöne Aussicht ins Tal, bestaunten Reis- und Teeanbauflächen und plantschten am Fuße eines Wasserfalls in mitten eines Jungl's. Ein wundervolles Erlebnis mit wundervollen Locals, welches ich sicher nicht mehr vergessen werde! Auch wenn ich als Europäer natürlich ein beliebtes Selfie-Objekt zwischen den Asiatinnen war. Am Abend des gemeinsamen Tages, besuchten wir ein in der Gegend sehr beliebtes und berühmtes Restaurant. Natürlich nahm ich die "Mutprobe" an einen frittierten Hühnermagen zu probieren. Schmeckt nicht so schlimm wie es sich anhört!



Nach 4 Nächten in Yogyakata klingelte der Wecker in den frühen Morgenstunden. Heute heißt es Abschied nehmen von Lauras Hostel und Java. Zum ersten Mal zog ich alleine weiter in Richtung Bali! Einen kurzen Flug von knapp 80 Minuten später befand ich mich bereits auf der beliebten Urlaubsinsel.

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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