Samstag, September 10, 2016

Island - Rundreise im Land der Elfen Teil 2

Life_Gourmet
Dieser Beitrag ist der 2.Teil meiner Island-Rundreise. Hier findest du den 1 Beitrag: HIER

Vík í Mýrdal
Vík í Mýrdal ist der südlichste Ort auf dem Festland Islands und bekannt für seinen schwarzen Lavastrand. Bereits 1991 wurde der Strand vom „Islands Magazine“ zu einem der 10 schönsten Strände der Welt gewählt. Zuerst glaubt man seinen Füßen kaum, denn der Sand ist genauso weich und fein wie der Sand an "normalen" Stränden und die schwarze Farbe gibt dem ganzen etwas ganz besonderes.
Lavastrand
Im berühmten Skaftafell-Nationalpark findet ihr nach einer kleinen Wanderung den Svartifoss. Der Wasserfall selbst ist relativ unspektakulär und klein, allerdings macht seine Umgebung Ihn zu etwas ganz besonderes. Eine aus Basaltsäulen, wie Orgelpfeifen angeordnete Felswand, welche sehr an das Sibelius-Denkmal in Helsinki erinnert, umrahmt den Wasserfall in einem Halbkreis und macht den Svartifoss nicht nur zu einer Fotoschönheit. Wir haben am Fuße des Svartifosses unsere Füße ins zugegebenermaßen etwas kühle Wasser gehalten und unser Mittagessen dort genossen.

Svartifoss
Svartifoss
Der Jökulsárlón ist eine Gletscherlagune, die sich aus Europas größtem Gletscher dem Vatnajökull ergießt. Aufgrund des schwindenden Gletschers ist diese Lagune mittlerweile das tiefste Gewässer Islands. Es ist ein trauriges und dennoch einzigartiges Schauspiel, wie sich die Eisberge im See bewegen und Teile von größeren Eisfelsen abbrechen und dadurch die Formen der Eisberge stetig in Wandel sind. Viele 1000 Vögel kreisen um die Berge und den See auf der Suche nach Futter, dass mag daran liegen das der See durch einen Fluss eine direkte Verbindung ins Meer hat. Durch diese Verbindung ist der See und das Eis stetig im Bewegung. Bei Ebbe könnt Ihr ein weiteres Schauspiel verfolgen, denn plötzlich liegen die riesigen Eisberge am Strand herum und du kannst Ihnen ganz nah sein. Manche sind ganz trüb, manche sehr klar und wieder andere voller Schmutz. Ein wirklich bemerkenswerter Moment der dir den Atem stocken lässt, wenn dann am selben Strand auch noch Robben auftauchen, die sich auf den Eisschollen treiben lassen.
Jökulsárlón


In unserem Guesthouse vom Vorabend, fand ich durch Zufall auf einer Karte, die hinter der Eingangstür angebracht war, einen Hinweis auf einen Hotpot ganz in der Nähe. Im kleinen Ort Hoffell genossen wir also unser erstes Bad im Hotpot an der freien isländischen Luft. Die Isländer selbst nutzen keine Saunen, sondern warmes Wasser aus dem Vulkangestein, welches Sie in verschiedene Becken leiten. Die Temperaturen der Becken sind unterschiedlich und Beginnen meistens so bei 35° Grad und werden dann von Becken zu Becken wärmer. Ein wirklich idyllischer Ausblick auf die Berge, einen Gletscher und viel viel Weite..

Hotpot
Während des EM-Halbfinales Deutschland-Frankreich lernten wir andere Gästen in unserem Guesthouse kennen. Da man sich das Debakel als Deutscher kaum anschauen konnte, vor allem aber weil der Stream vor Ort so miserabel war, dass er stetig das Bild eingefroren hat, kamen wir miteinander ins Gespräch. Emma und Ihre Familie haben Ihre Tour durch Island fast abgeschlossen, allerdings in der entgegengesetzten Richtung zu uns, sodass wir von den Tipps des jeweils anderen profitieren konnten. Im Ort Höfn, sollten wir im Hafen, nach einem gelben Haus mit blauem Dach Ausschau halten, wenn wir einen richtig guten Burger essen wollen und natürlich wollten wir! Preis-Leistung? Gut! Knappe 15 €uro für Burger, Pommes und Cola, fast schon ein Schnäppchen hier in Island.


Ein paar Minuten hinter Höfn in nördlicher Richtung verließen wir die Ringstraße und fuhren an den Fjorden Berufjörður, Fáskrúðsfjörður, Reyðarfjörður und Mjóifjörður entlang. Auch wenn die Straßen nun größtenteils nicht mehr geteert waren und sich in Schotterpisten verwandelten, würde uns der einzigartige Ausblick auf die Fjorde und das Gefühl diese Entlang zu fahren für alle Strapazen entschädigen. Mit Strapazen meine ich nun nicht die Straßen, sondern unsere Mitfahrerin Nelly die gefühlt auf jedem "Rollsplitt"  zusammen zuckte und lautstark darum bat langsamer zu fahren, obwohl man eh nicht viel schneller als 60 gefahren ist, um die entsprechende Aussicht zu genießen! Am Wegesrand gab es ein paar kleinere Wasserfälle, einen der schönsten Picknickplätze der Welt und neben zahlreichen Schafen die wirklich überall waren, erhaschten wir einen Blick auf wilde Rentiere und Papageientaucher.

Picknick Platz
Typische Fjordstraße
wilde Rentiere
Papageientaucher (Puffins)
In Egilstaðir stockten wir unsere Vorräte an Lebensmitteln und Wasser wieder etwas auf. Diese Stadt ist mit ca. 2500 Einwohnern die größte Stadt im Osten Islands und liegt direkt an der Ringstraße. Weiter ging es mit unserer Reise auf der Straße 917 in die Hellisheiði, welche eine Hochebene in Westisland ist. Ganz spontan haben wir uns für diese Straße entschieden und empfanden Sie als eine der schönsten Straßen von ganz Island. In Serpentinen-Form schlängelt sich die Straße langsam das Gebirge hinauf und beschert dir einen unvergesslichen, atemberaubenden Ausblick. Genieße den Moment und lasse diese wundervolle Aussicht auf dich wirken! Für alle ungeübten Bergfahrer denkt daran die Motorbremse zu nutzen, während ihr den Berg langsam herunter rollt, sonst kann es schnell zur Überhitzung deiner Bremsen kommen, glaubt mir wir sprechen aus Erfahrung! ;)

Weiter ging es zu unserer Unterkunft in Sænautasel, welche sicher einer der ungewöhnlichsten alle Unterkünfte hier auf Island ist. Vorbei am Dettifoss, welcher der leistungsstärkste Wasserfall Europas ist (Wasserkapazität) und am Selfoss führten uns die Straßen zu unserem traditionellen Torfhaus.

Hellisheiði
Hellisheiði
Hellisheiði
Hellisheiði
Hellisheiði
Dettifoss
Selfoss
Häuser am Straßenrand
Touristen Cafe (20km von Sænautasel)
Das traditionelle Torfhaus ist direkt gelegen an einem See in mitten der weiten Einsamkeit. In der Nähe des Torfhauses gibt es ein Haupthaus, welches auch ein Torfhaus ist. In diesem lebt die Familie der diese Anlage gehört. Desweiteren befinden sich hier die Toiletten und ein Aufenthaltsraum für alle Besucher im Torfhaus oder auf dem anliegenden Platz zum campen. Der Wohnbereich unseres Torfhauses besteht aus einer Kochnische mit Holzofen, einer gemütlichen Sitzecke und dem Schlafbereich im 2.Stockwerk. Außerhalb des bewohnbaren Bereiches gibt es im Torfhaus einen Stall und ein kleines Museum mit Dingen, welche früher auf einem Bauernhof genutzt wurden. (Alte Milchkannen, Werkzeuge, usw) Das Haus selbst hat weder Strom, noch Wasser oder eine Heizung. Es gibt vor dem Haus die Möglichkeit aus einem Wasserhahn Wasser zu holen. Holz für den Holzofen gibt es am Haupthaus zum selber hacken, bereitet euch genug davon vor, denn Abends kann es wirklich kalt werden! 

Haupthaus + See
Haupthaus
Haupthaus

Weiter geht es im 3.Teil unseres Reiseberichtes: HIER

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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