Sonntag, Juni 12, 2016

Weltreise - Der Countdown läuft

Life_Gourmet
Täglich klingelt der Weckruf meines Handys, um mich für den täglichen Alltagstrott meines Jobs und der Routine hier in Deutschland zu wecken. Direkt der 2 Blick auf dem Handy ist der schrumpfende Countdown der Tage bis zum Start unserer Weltreise. Gestartet sind wir mit mehr als 300 Tagen auf der Uhr und in den letzten Tagen wurde unser Countdown endlich 2stellig.

300...200...100.. es ist schon erstaunlich wie schnell die Zeit dann doch voran schreitet und wenn man sieht was noch alles zu tun ist und worum man sich noch alles kümmern muss, dann kommt man schon manchmal leicht ins Schwitzen, aber Nora und ich erden uns immer damit, dass wir sehr gut im selbst gesetzten Zeitplan sind. Die ersten Reiseziele sind ausgesucht, die ersten Flüge sind gebucht, Wohnungen + einige weitere Verträge gekündigt und das mit der Arbeitsagentur ist auch in Angeriff genommen.

Noch etwas vergänglicher wirken die verbleibenden Arbeitstage bis Ende Juni. Ursprünglich geplant war zwar, dass ich einen Monat länger arbeite, doch ich habe mich mit meinem Arbeitgeber nun so arrangiert, damit ihm keine doppelten Kosten für Personal entstehen. Glück im Unglück ist, dass ich für Juli bereits Urlaub in Island gebucht habe wie ihr wisst. Also habe ich mich nach Erhalt der Kündigung direkt arbeitslos gemeldet, um einer Sperrzeit zu entgehen. Bei der Meldung meiner Arbeitslosigkeit, habe ich mit angegeben, dass dieser Urlaub bereits im Januar gebucht wurde und ich somit im Zeitraum  von Anfang Juli bis 18. Juli nicht für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen kann. Da man sich nicht nur telefonisch "Arbeitssuchend", sondern auch persönlich "arbeitslos" melden muss, nahm ich alle geforderten Unterlagen, inklusive der Termin Einladungen und brachte den Besuch bei der Agentur für Arbeit hinter mich. Reibungsloser als gedacht, tippte die junge Dame alles in Ihren Computer ein, stellte die eine oder andere Frage und beendete das Gespräch. Per Post hatte ich bereits einen Termin für ein persönliches Gespräch zugestellt bekommen, allerdings sollte der Termin am 5. Juli stattfinden, daher teilte ich der Sachbearbeiterin nochmals mit, dass ich in diesem Zeitraum im Urlaub bin und daher einen neuen Termin brauche. Sie dürfe darüber nicht entscheiden, aber notierte alle Fakten und nahm die Kopie der Flugbestätigungen die ich idealerweise mit gebracht hatte. Sie reicht es an den zuständigen Kollegen weiter und siehe da, nicht einmal 2 Stunden später klingelte das Telefon und mein Urlaub wurde "genehmigt". Direkt heute kam dann der neue Terminvorschlag, welche endlich akzeptabel am 18. Juli stattfindet soll.

Wie fühlt es sich an dem "normalen Leben" nach und nach den Rücken zu kehren, während man sich auf eine Weltreise vorbereitet?
Das Gefühl ist unbeschreiblich gut und befreiend, je mehr Stufen man auf dem Weg in Richtung Weltreise bewältigt. Ich glaube eine weitere sehr große Sache wird das Arbeitsende sein, denn natürlich macht ein Vollzeit Job es fast unmöglich in den "Weltreise Modus" zu schalten, sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren und den eigenen Plänen zu widmen.

Wie ist das Gefühl in die Zukunft zu schauen ohne darauf zu achten, wie die berufliche Perspektive aussieht?
Die Freude an der Arbeit die ich vorher etwas verloren hatte, kehrt mit einem Ziel bzw. einem Ende vor Augen etwas zurück und ich genieße die letzten Arbeitstage mit einem super Team deutlich mehr, als ich die Monate zuvor genießen konnte.

Jeder von euch der bereits in der Gastronomie gearbeitet hat weiß, dass es oft ziemlich undankbare Jobs sind, da man eher wenig verdient, bescheidene Arbeitszeiten hat, einiges an Überstunden schiebt und zu allerletzt beobachten kann wie der Freundeskreis stetig kleiner wird. Man hat einfach immer frei, wenn fast alle anderen arbeiten und arbeitet, wenn alle anderen zusammen feiern gehen, Grillabende veranstalten oder sich die neuen Filme im Kino ansehen. Natürlich weiß man all diese Sachen vorher und ich erzähle niemandem etwas neues in dieser Beziehung, doch es gibt Zeitpunkte im Leben da verschieben sich die Prioritäten und früher unwichtige Dinge wie Arbeitszeiten die vorher kein Problem waren sind plötzlich unerträglich bzw. ein Ärgernis, da das Privatleben teilweise extrem eingeschränkt wird.

Ich möchte auf dieser Reise nicht nur viele Kulturen, Länder und wundervolle Orte kennenlernen. NEIN! Das alleine wäre natürlich schon Grund genug für diese Reise, aber ich möchte Sie auch als Inspiration dafür nutzen, um mir klarer darüber zu werden, wie ich mir mein Leben bzw. meinen Job und mein Privatleben in Zukunft vorstelle.

Worum müssen wir uns noch kümmern?
Eine grobe Liste woran man vor der Reise alles denken muss und was es zu tun gibt habe ich euch bereits HIER schon einmal zusammengestellt.

Schritt I: Direkt nach der Entscheidung
Diese Schritte habe ich alle erfolgreich abgeschlossen. Mit Nora habe ich über das Internet eine passende Reisebegleitung gefunden. (Blogbeitrag) Unser Reisebudget liegt bei ca. 20.000 Euro pro Kopf und mit Impfungen sind wir beide fast komplett durch. Bis auf die ein oder anderen Tabletten die kurz vor der Abreise noch auf der Liste stehen. (Cholera + Malaria)

Schritt II: (ca. 1 Jahr bis 6 Monate)
Die meisten Amtsgänge habe ich hinter mir. Der Internationale Führerschein nenne ich bereits mein Eigen und in meinem Reisepass habe ich noch genug Platz für die nächsten Monate zu Verfügung. Mir fehlen allerdings noch einige Gegenstände für die Reise, die ich nun nach und nach anschaffen werde. Das beginnt bei vernünftigen Schuhen für Wandertouren, über technisches Equipment wie Akkus und Co, bis hin zu Zip-Beuteln für die optimale Aufbewahrung im Rucksack und etwas mehr Schutz vor der hohen Luftfeuchtigkeit in manchen Gebieten.

Schritt III: (ca. 6 - 3 Monate vorher)
In den kommenden Wochen werden wir nun etwas detallierter in die Planungen unserer Reise einsteigen. Was wollen wir sehen? Was dürfen wir nicht verpassen? Natürlich ist hier etwas Recherchearbeit notwendig auch um vielleicht den ein oder anderen Euro nicht unnütz aus dem Fenster zu werfen. Dazu gehören die richtigen Visa, passende Kreditkarten, Flugtickets, Verkehrsmittelverbindungen die uns von A nach B bringen und einiges mehr.

Überlegungen für den Start der Reise
Unseren kurz Besuch in Dubai außen vor gelassen, haben wir uns überlegt wie wir unseren Monat in Indonesien verbringen möchten. Eine Möglichkeit wäre eine Reise durch Sumatra bis in den Norden nach Medan. Von dort aus mit dem Flugzeug nach Kuala Lumpur oder Singapur, um dann nach Neuseeland weiter zu fliegen. Eine andere Variante wäre ein intensives Erkunden von Java inkl. Ausflug auf die 1000 Islands. Vielleicht hat jemand Erfahrungen oder kennt passende Blogbeiträge darüber? Wir wären sehr dankbar für eure Ideen und Anregungen.

Bis dahin bleibt reisefreudig!

Euer Life-Gourmet alias Daniel

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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