Montag, Mai 16, 2016

Indien und das Fest der Farbe (Teil 1)

Nora

Ja du siehst richtig, ich bin nicht Daniel, sondern Nora und versuche mich an meinem ersten Gastbeitrag.
Nora ist die komische die mit Daniel ab September auf Weltreise gehen wird :)
Ich war vom 18.3 bis zum 5.4 in Indien eine Freundin besuchen. Meine Freundin Hannah arbeitet in Delhi seit Anfang Januar in einem Kinderpflegeheim mit 5 behinderten Kindern.
Als sie letztes Jahr mit ihren Plänen ankam war mir sofort klar: ICH BESUCHE HANNAH! Dies sagen immer viele Menschen, aber ich bin der Typ der es dann macht!
Am 18.3 hieß es ab zum Flughafen und meine Reise starten. In Delhi angekommen lief ich sofort gegen eine Hitzewand, von 5° Regen in Hamburg zu 35° Sonne in Indien – GEIL!
Hannah holte mich mit einem indischen Freund am Flughafen ab und wir setzen uns ins Taxi, um zum Kinderpflegeheim zu fahren, was für die nächsten Tage auch mein Zuhause sein wird. Wir fuhren 1 Stunde durch Delhi und zahlten gerade mal 7€ dafür! Ich würde mal sagen Willkommen in Indien.
Den ersten Tag verbrachte ich mit Hannah im Kinderpflegeheim und begleitete sie in ihrem Alltag. Morgens um 5 das erste Kind wecken, beim Fertigmachen helfen, Frühstück machen, in das Schul-„Taxi“ setzen, 2 der anderen Kinder zur Schule bringen, den Rest vom Vormittag mit den nicht in die Schule gehenden Kindern beschäftigen usw. Volles Programm, ich habe riesigen Respekt davor was Hannah und die anderen Mitarbeiter hier leisten.
Genauere Infos im Blogeintrag von Hannahs Kollegin Anne (Hier) der Beitrag: Täglich grüßt das Murmeltier vom 01.03.2016
Am zweiten Tag hatte Hannah dann nun auch endlich Urlaub und sie zeigte mir ein paar besondere Ecken in Delhi – einen Hindu Tempel in dem wir gesegnet wurden für einen sehr tollen Ehemann und ganz viel POWER – einen Sikh Tempel, wo wir beim Essen machen geholfen haben –  Old Delhi,  hier trifft dann alles aufeinander was typisch Indien oder Delhi ist: Laut, voll, dreckig, durcheinander, grau und dennoch bunt, verrückt und doch hat alles seine Ordnung. Hannah wollte mich genau an diesem Ort in einen Kulturschock versetzen, aber ich war begeistert und wollte mehr über Indien und die Kultur erfahren. Später waren wir dann noch auf einem Markt und zum ersten Mal indisch essen – und glaubt den Indern nicht wenn sie sagen das Essen ist nicht scharf, ES IST IMMER SCHARF!
Hindu Tempel
Affen in der Großstadt
Old Delhi
Markt Old Delhi

Sikh Tempel
 Lebensgefahr beim Rikscha fahren

Am folgenden Tag machten wir uns morgens um 5 Uhr mit einem Taxi auf dem Weg nach Agra zum Taj Mahal. Wir haben nicht viele Vorstellungen über diesen Ort gehabt und ehrlich gesagt geschichtlich auch keine Ahnung, aber wenn man in Indien ist muss man auch zum Taj Mahal. 

Angekommen suchten wir uns einen Guide. Das war ein Tipp eines Inders und es lohnt sich wirklich, für 2 Stunden Führung haben wir zusammen umgerechnet 12€ bezahlt und die Führung war wirklich super. 

Mich begeisterte noch nicht einmal das Gebäude selbst, sondern die ganze Umgebung, die Atmosphäre und die Geschichte die hinter allem steht. Der Taj Mahal ist ein besonderer Ort  und zählt meiner Meinung nach zu Recht zur den Weltwundern. Erstes von 7 Weltwundern: CHECK!





Am 22.3 ging es dann ab in den Westen Indiens, nach Goa. Unser Flug hatte 2,5 Stunden Verspätung – aber hey dafür wurde bei uns im Flugzeug ein Film gedreht, Musik laut abgespielt, getanzt und warum? Es war 2 Tage vor Holi und die Inder drehten jetzt schon komplett durch. Ich glaube so was würde es in Deutschland nicht geben und alle würden sich schon längst beschwert haben, warum wegen so einer unangekündigten Sache der Flieger 2,5 Stunden Verspätung hat, aber wir genossen diesen Moment.
 Party im Flugzeug
In Goa angekommen gab es wieder eine Hitzewand, es war Grad mäßig genauso warm wie in Delhi nur mit dem Unterschied, dass es hier 80% Luftfeuchtigkeit sind.

Sofort fuhren wir zur unserem ersten Ort in Goa, Arambol im Norden Goas. Dieser Ort ist ein wirklicher Hippie Ort und wie ich oft sagte: hängengebliebene aus den 70ern. Aber Arambol war toll, das erste Mal Strand, kürzere Kleidung (denn in Delhi laufen Frauen bedeckt herum) und das erste kühle Bier.
Am 23.3 war dann Holi leider war bei uns nicht viel mit bunt und gegenseitiges bewerfen den Holi ist ein Fest des Hinduismus und Goa ist eher christlich. Also feierten wir uns schon, als am Strand ein paar Inder auf uns zu kamen und uns etwas Farbe ins Gesicht machten. Das sollte also unser Holi in Indien gewesen sein? Naja Bad Timing halt dachten wir noch bis der nächste Tag kam….denn uns hat keiner gesagt, dass der erste Tag nur religiös ist und die Inder den Tag danach erst richtig los legen. Doof nur, dass wir an diesem Tag weiter nach Ajuna reisten, denn so nahmen nicht nur wir ein Bad in der Farbe, sondern auch unsere Rucksäcke. Menschen kamen von allen Seiten bewarfen sich und schmierten einem die Farbe überall hin, hauptsächlich aber ins Gesicht. Man merke den Indern die Freiheit dieser Tage richtig an, denn es war egal wo du herkommst, welche Kaste, Reichtum oder Armut, Mann oder Frau alle waren gleich und alle hatten ihren Spaß.
Auf dem Weg nach Ajuna wurden wir auf den Busbahnhöfen, bei denen wir umgestiegen sind mehrfach beworfen und beschmiert, es hörte einfach nicht mehr auf und die Farbe hielte auch noch extrem gut (selbst nach dem Abwaschen). Holi ist ein sehr verrücktes und cooles Fest, jeder sollte es in Indien einmal mitgefeiert haben, wir waren allerdings froh, dass das Fest in Goa nur 2 Tage war denn in anderen Regionen Indiens wird es bis zu 10 Tagen gefeiert und jeden Tag mit dieser nicht abwaschbaren Farbe vollgeschmiert werden? Das wäre uns dann auch zu viel des guten gewesen.
Arambol Beach
Arambol Beach


Nun waren wir also in Ajuna…wir haben vorher schon viel über diesen Ort gelesen, aber wollten uns selbst unsere Meinung bilden und nun wissen wir es: WIR HÄTTEN AUF DIE MENSCHEN IM INTERNET HÖREN SOLLEN. Ajuna war der schlimmste Ort auf unserer Reise, es ist das Malle für die Menschen aus Russland. Wir fragten uns echt was die Russen an Ajuna so toll finden, da der Strand mit Abstand der hässlichste in ganz Goa ist. Also reisten wir schnell weiter und zwar ging es zur der Unterkunft Saraja.
Diese Unterkunft war ein Tipp von einem Bekannten von Hannah und es war ein super Tipp. Saraja ist eine Unterkunft die komplett Nachhaltig und mit Naturprodukten gebaut wurde. Wir schliefen mit 7 weiteren Personen in einer Art Baumhaus und unter uns war ein kleiner Dschungel. Neben Kröten und Schlagen gab es dort auch jede Menge Ameisen und andere Kriechtiere. Dieser Ort war magisch und die Leute dort auch. Also auf jedenfalls in Goa einmal im Saraja übernachten!

Von unseren weiteren Abenteuern, berichte ich euch im 2.Teil meiner Indienreise.

Nora / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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