Montag, Mai 09, 2016

China - Etappe 3: Chengdu + Chongqing

Life_Gourmet

Per Flugzeug gelangten wir innerhalb von 2 1/2  Stunden zum dritten Ausgangspunkt unserer Reise nach Chengdu.

Nǐ hǎo Chengdu!

Eine weitere Großstadt Chinas wartet auf uns. Mit Chengdu bereisen wir eine der wichtigsten Städte von West-China und eine Gegend mit ca. 14 Millionen Einwohnern. Doch nicht nur viele Menschen finden hier Ihr Zuhause, sondern auch viele der berühmten "Großen Pandabären". Das liegt daran, dass diese Gegend eine riesige Panda-Aufzuchtstation errichten ließ, welche mittlerweile über 100 Pandas beheimatet. Das ist ein erheblicher Anstieg zu der Zahl von 6 Pandas zur Eröffnung der Station im Jahre 1987.

Die Panda Aufzuchtstation

Die Aufzuchtstation bei Chengdu, gilt als eine der erfolgreichsten Stationen für die Aufzucht der vom Aussterben bedrohten Pandabären.

Wusstest du, dass Pandas eigentlich keine Vegetarier sind? Natürlich fressen sie heute zu fast 100% Bambus, aber Ihr Gebiss und Ihr Verdauungsapparat sind entwickelt, wie bei den typischen Raubtieren. Die Lieblings Beschäftigung des WWF-Logo Tieres ist wie man es sich denken kann, das futtern. Meine Freunde würden nun behaupten, dass ich nach der Beschreibung auch ein Panda bin, allerdings benötige ich dafür nicht 12-16 Stunden am Tag. Einen kleinen Unterschied gibt es sicher auch mit der Menge der Speisen, da die Bären ca. 12-38kg Bambus am Tag verputzen und mein Speisenplan etwas vielfältiger gestaltet ist.

Früher hat die chinesische Regierung Pandas zum Zeichen besonderer Anerkennung an Länder oder Personen verschenkt. Diese Praxis hat man heutzutage abgeschafft, allerdings vermietet China Pandas an verschiedene Zoo/Tierparks weltweit. Natürlich nicht für lau, jeder Panda soll ca. eine halbe Million Euro im Jahr kosten und alle gezeugten Jungtiere sind und bleiben Eigentum der chinesischen Regierung.

Berühmt ist bei uns Europäern vor allem der "Große Panda", den kleinen Bruder "roter Panda", kennt kaum einer. Wenig vergleichbar mit dem für uns klassischen Bären sieht der "rote Panda" eher wie ein Waschbär oder Fuchs aus, daher wird er umgangssprachlich auch Feuerfuchs genannt.

Die Aufzuchtstation ist schon sehr gezielt auch auf Touristen ausgebaut. Schön zu wissen ist, dass die Station Eigentum einer Organisation für Tiere/Pandas ist und jegliche Eintrittsgelder daher in den weiteren Ausbau, der Aufzucht und den Schutz der Tiere fließen.


Die breite + schmale Gasse (Altstadt)

In Chengdu gibt es mehrere Kulturschutzgebiete, dazu gehören auch diese beiden Gassen. Die breite Gasse bietet dir viele Möglichkeiten deine Zeit angenehm zu vertreiben, denn du findest hier Hotels,
Cafés, Restaurants, Teehäuser und verschiedene Bars. In der schmalen Gasse findest du eher etwas westlich angehauchte Kaffeehäuser wie Starbucks, Kunstgalerien und Souvenirläden. Die Kombination aus traditionellen Gebäuden, mystischen Symbolen, wie zum Beispiel dem Drachen und trendigen Geschäften, wie Frozen-Joghurt Eisdielen, gelingt hier sehr gut und ist geradezu ein Blickfang egal wo man hin schaut. Wenn du in Chengdu bist, solltest du auf alle Fälle durch diese Gassen spazieren und nimm dir genug Zeit, um richtig in die Kultur einzutauchen.


Am folgenden Tag wären wir laut Ausflugspaket eigentlich zum Buddha nach Leshan gefahren. Allerdings war unsere Lust relativ beschränkt, 3 Stunden im Bus hin zu fahren, um den Buddha bei einer kleinen Bootsfahrt 30 Minuten lang beobachten zu können und dann erneut 3 Stunden zurück nach Chengdu zu fahren, daher haben wir auf die Teilnahme verzichtet und einen ruhigen Tag in der Stadt genossen. Hierbei besuchten wir verschiedene Parks wie den People's Park, die Uni, schlenderten die Einkaufsbasare entlang auf denen du Eier in allen Formen und Farben kaufen kannst und gelangten schließlich in die Jinli-Straße.


Die Jinli Altstraße + Wuhou Tempel

Diese Straße wird auch die erste Straße des Shu-Königreiches genannt. Das geht auf die Zeit der Drei Königreiche zurück (ca. 208–280 n. Chr.)  Für die meisten vielleicht nicht so interessant wie viele anderen Dinge, bei mir hingegen freute sich das Kind im Manne, denn bereits vor vielen vielen Monden, spielte ich mit Freunden auf der Spielekonsole ein Spiel, welches genau von jenen 3 Königreichen handelte. Es begleitete mich einige Jahre, da es immer wieder neuere und erweiterte Spiele gab. Auch wenn Shu das Königreich meines Kumpels war und somit "mein Feind", flammten viele Erinnerungen an diese Zeit auf, als wir durch den Tempel von Liu Bei und Zhuge Liang schlenderten.

Die 350 m lange Straße ist sehr belebt und auf beiden Seiten kann man die Gebäude aus der Zeit der Qing-Dynastie bewundern. Alle Ladeninhaber, Kellner und Verkäufer tragen Kleidung im traditionellen Stil, wie vor über Zweitausend Jahren. Wir können also ein bisschen erahnen, wie es sich damals an fühlte diese Straße zu durchqueren. Besonders bekannt ist diese Straße für die lokalen Spezialitäten, wie Kung-Pao-Hühnerwürfel, Mapo Doufu, Dim Sum und einiges mehr.



Chongqing

Am folgenden Tag brachte uns der Schnellzug in eine der größten Städte der Welt - Chongqing. Noch nie gehört? So ging es uns vorher ehrlich gesagt auch. Die Stadt ist mit mehr als 34 Millionen Einwohnern und einer Fläche so groß wie Österreich, eine der bevölkerungsreichsten + größten Städte Chinas und vermutlich auch der gesamten Welt. Durch Ihre Lage auf Hügeln am Zusammenfluss von Jangtse und Jialing im Süden von China, besticht die Stadt durch ein atemberaubende Skyline auf einer Halbinsel.



Der Eling-Park liegt auf einer Anhöhe in der Stadt, sodass man eine wunderbare Aussicht auf große Teile der ganzen Stadt hat. Im Park sind viele verschiedene Pflanzenarten, ein traditionelles Teehaus und ein Restaurant zu entdecken. Den kostenpflichtigen Aussichtsturm kannst du dir schenken, da man auch so einen sehr guten Blick auf das Stadtbild erhält.


Die Volks- und Kongresshalle zählt mit ihrem riesigen Dom, der dem Himmelstempel von Peking nachempfunden wurde, zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Da wir tagsüber einen kurzen Ausflug zur Halle gemacht haben kann ich nicht bestätigen, ob die Beleuchtung abends so spektakulär ist, wie es in unserem Reiseführer beschrieben wurde.


Der Jiefangbei-Square ist das Geschäftsviertel der Stadt. Das Herzstück ist die riesige Fußgängerzone mit zahlreichen Läden, Edel-Boutiquen, Büros, Hotels, Einkaufszentren und Restaurants. Nachdem wir unser Mittagessen genossen haben, nutzten wir die ausstehende Zeit für etwas Shopping abseits des Jiefangbei-Square, da Prada und Gucci nicht ganz unserem Budget entsprachen.

Der Tag endete mit der Ausschiffung auf unserem Flusskreuzfahrtschiff Century Sun.


Resümee von Chengdu + Chongqing

Wer China besucht muss auch Pandas sehen, das ist so klar wie Kloßbrühe. Die Aufzuchtstation in Chengdu ist hierfür ein super Ort. Im generellen bin ich kein großer Freund von Zoos oder Tierparks, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass in diesem Park die Ausstellung der Tiere an erster Stelle steht. Von den knapp 100 Pandas sind lediglich 20-30 Bären in den sichtbaren Gehegen untergebracht. Generell hat uns Chengdu gut gefallen, die Einheimischen waren hilfsbereit wenn man mit der Karte nach dem Weg fragte und die Tuk Tuk Fahrten waren zwar erst sehr abenteuerlich, aber am Ende haben wir uns doch gut mit dieser Art der Fortbewegung angefreundet. Chongqing hingegen haben wir als nicht unbedingt sehenswert empfunden. Natürlich kann man auch hier 2-3 Tage verbringen und Aufgrund der Größe der Stadt würde einem nicht langweilig werden, aber uns imponierten andere Städte deutlich mehr und das obwohl wir Shanghai und Hongkong noch gar nicht gesehen hatten.

Hier findest du ein Video unserer Tuk Tuk-Fahrt auf meinem Youtube Kanal: Hier 

Weiter geht es mit:
Etappe 4: Yangtse Flusskreuzfahrt

Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

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