Samstag, Februar 20, 2016

Die perfekte Routenplanung - Wichtige Faktoren für jede Reise

Life_Gourmet



Hierbei gibt es natürlich ganz offensichtliche Dinge, wie zum Beispiel das Budget oder die Zeit die man für eine Reise hat, allerdings gibt es noch einige Faktoren mehr, die dir dabei helfen besonders längere Reisen so zu planen, dass du die Reise noch mehr genießen und intensiver erleben kannst. Eine Routenoptimierung gibt dir oft die Möglichkeit, sogar deutlich länger zu reisen, da die Höhe deiner Einsparungen durch simple Dinge immens ausfallen kann.


Faktor 1  - Länderauswahl

Wie bei allen anderen Dingen gibt es auch bei der Auswahl der Länder direkt deutliche Unterschiede, was die Preise bzw. Lebensunterhalte in den jeweiligen Ländern angeht. Die Preise sind generell teurer in Großstädten als in Provinzen, Inseln sind teurer als das Festland und touristische Hochburgen sind natürlich immer ein Garant dafür, dass die Preise deutlich teurer sind als in einer Nebenstraße einen Steinwurf entfernt. Oft lassen sich nicht alle Länder in eine optimale Reihenfolge bringen, da Ticketpreise nicht in einem gewissen geldlichen Rahmen bleiben und gleichzeitig auch noch eine einigermaßen optimale Reisezeit im nächsten Land gegeben ist. Daher ist Planung schön und gut, aber behalte dir deine Flexibilität und wenn Flüge in ein anderes Land günstiger sind, dann überlege dir mehrmals welchen Flug du buchst. Wir sind zum Beispiel sogar mit dem Anfangsland unserer Weltreise flexibel und halten Ausschau nach einem passenden Flug-Schnäppchen, welches dann bestimmt wo wir unsere Reise beginnen werden.

Flexibilität hin oder her, jeder hat Länder und Regionen, die er auf jeden Fall sehen will, weil der Besuch dieser Gegenden schon immer einen unwiderstehlichen Reiz auf Dich ausgeübt hat oder gar der Anreiz dieser Weltreise für dich sind. Nutze diese Ziele als „Grundpfeiler“ um die herum du deine Reise gestaltest, achte aber darauf, dass nicht jedes Land bzw. jeder Kontinent einen Grundpfeiler darstellt, da du deine Möglichkeiten dadurch selbst extrem einschränkst. Solltest du merken, dass ein einzelnes Land sich nur sehr schlecht in deine Reise kombinieren lässt, dann lasse es außen vor und besuche es zu einem anderen Zeitpunkt separat.


Faktor 2 – Reiseerfahrungen / Konfliktgebiete

Nicht alle Länder eignen sich im gleichen Maße für „Backpacking Anfänger“ und jene die schon oft mit Rucksack über Stock und Stein unterwegs waren.

Abenteuerliche Transportmittel (Fahre mal Zug auf Sri Lanka), unhygienische Unterkünfte, Verständigungsprobleme (Kauf dir mal eine chinesische Fahrkarte), riskante Speisen und keine oder schlecht touristisch erschlossenen Gebiete bzw. fehlende Infrastrukturen sind nur einige von den Abenteuern und Herausforderungen die auf dich warten können!

Welch Auftakt für deine Weltreise denkst du dir?

Die Auswahl deiner Reiseländer wirkt sich schnell darauf aus, wie du herum reisen kannst und vor welche Herausforderungen du dich selbst stellst. In manchen Ländern ist der Belästigungsfaktor relativ hoch. Egal wo du vor die Tür gehst, wenn sich hier viele Touristen tummeln wird man in einigen Gebieten versuchen dich über den Tisch zu ziehen oder dir durch Aggressivität Dinge aufzuzwingen.

In einigen Ländern sind die Möglichkeiten sehr begrenzt, dass Land auf eigene Faust zu erleben, außer du kannst die Sprache oder hast Geld und Lust für organisierte Touren mit Dolmetschern bzw. Fremdenführern. Je einfacher, oft aber auch je gefährlicher das Land ist, desto größer ist die Chance dem Massentourismus zu entgehen. In leichteren Ländern gibt es häufig nur einen überlaufenden Hauptpfad, wenn du dich hiervon nur wenig entfernst, kannst du die Intensität der Herausforderungen gut selbst dosieren und zügig in die Sicherheit der Masse bzw. des Hauptpfades zurück kehren.

Einfache Länder für Backpacker: Australien, Neuseeland, USA, Kanada, Singapur, Malaysia, Thailand, Vietnam, Südafrika, Argentinien, Brasilien, Chile, Mexico, Costa Rica und noch einige weitere..

Länder für fortgeschrittene Backpacker: (besonders Provinzgebiete außerhalb der Großstädte)
China, Russland, Ägypten, Bangladesch, Japan, Indien, Kuba, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Peru, Bolivien, Kambodscha, Myanmar, Indonesien und noch einige weitere..

Als sicher geltende Reiseländer:
Japan, Singapur, Vatikan, Neuseeland, Nordeuropa, Dubai, Jordanien, USA, Mitteleuropa, Australien, Südostasien, China, Chile und noch einige weitere..

Als gefährlich geltende Reiseländer:
Generelle Kriegsgebiete, Irak, Somalia, Nigeria, Afghanistan, Haiti, Jemen, DR Kongo. Südafrika, Pakistan, Guatemala, Honduras, Peru, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, und noch einige weitere..





Faktor 3 – Reisezeit/Klima

Für die Planung deiner Reiseroute bzw. der Reihenfolge in denen du die verschiedenen Ländern/Kontinente besuchen möchtest solltest du unbedingt einen Blick auf das zu erwartende Klima werfen. Es ist nicht in allen Gebieten notwendig, die jeweils beste Reisezeit abzuwarten, zu Mal diese natürlich auch immer die teuerste ist und ein abpassen der jeweils besten Reisezeit in jedem Land so gut wie unmöglich ist. In vielen Gegenden gibt es allerdings sehr schlechte Zeiten zum Reisen und wenn Du zu so einer Zeit in bestimmten Ländern bist, kannst Du im ungünstigsten Fall in Naturkatastrophen, einen Monsun oder schlicht in den Winter des Landes geraten. In den Wintermonaten ist tendenziell schlechteres Wetter und die Tage sind kürzer, so dass die Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien deutlich eingeschränkt sind.

Klassische Länder in die man im „Deutschen Winter“ reist sind zum Beispiel: Neuseeland, Indonesien, die Südsee, Peru, Bolivien, das südliche Brasilien und der Süden Australiens, da zu dieser Zeit dort Sommer ist und dies die angenehmste Zeit zum reisen vor Ort ist.

Je näher man dem Äquator kommt, desto mehr verschwimmt das vertraute Bild der Jahreszeiten und wird abgelöst durch eine Teilung des Jahres in Trocken- und Regenzeiten. Die Sommermonate sind feucht und heiß, während der Winter trocken und warm ist. Typische Gebiete hierfür sind: Zentralamerika, die Golfküste, die Karibik, Mexiko, Hawaii und die Philippinen.

Ein super Tool um deine Reise zu planen findest du auf dieser Seite: www.weltreise-info.de



Faktor 4 - Budget / Reisedauer

Zu den größten bzw. bedeutendsten Faktoren gehören natürlich dein Budget und die mögliche Reisezeit, denn diese bestimmen wie lange du verreise kannst, welchen Reisestil du dir leisten kannst und ob Dinge wie ein Bungeejump oder andere schöne, aber leider teurer Dinge möglich sind oder nicht.

Hier ein paar Ansätze, um preisgünstig zu reisen:

    - Hostel und Couchsurfing, statt Hotel
    - Arbeiten für Unterkunft und Essen (wwoofing)
    - Regionale Speisen (außerhalb von vielen Touristen) und selber Kochen
    - Günstiges Reiseland auswählen

Als günstige Länder zum Reisen gelten:

Laos, Indien, Nepal, Thailand, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Peru, Bolivien, Kambodscha, Myanmar, Indonesien und noch einige weitere..

Als teure Länder zum Reisen gelten:
Japan, Inselstaaten, Bhutan, USA (Städte), Australien, Südafrika, Brasilien, Chile, Neuseeland und noch einige weitere..




Faktor 5 - Reisestil

Wie schon unter dem Punkt Budget beschrieben, bedingen sich Budget und Reisestil ungemein! Du kannst deine Reise entweder nach Budget planen und den Reisestil dementsprechend anpassen oder aber du wählst dein Reisestil aus und schaust, welche Möglichkeiten du mit deinem vorhandenen Budget hast.

Welche Reisestile gibt es?
- Gruppenreisen - z.B. geführte Touren
- Arbeiten während der Reise - z.B. Working Holiday Visa oder Wwoofing
- Backpacking - mit den Rucksack über Stock & Stein
- Kreuzfahrt - mit dem Schiff werden verschiedene Orte angefahren
- Autotrip - du bereist Länder mit einem Auto (Ideal für z.B. Island oder Irland)
- es gibt noch viele viele mehr.. Abenteuerreisen, Camping, Erkundungsreisen, und so weiter

Jeder Reisestil eröffnet dir verschiedene Möglichkeiten. Wenn dein Budget beispielsweise relativ gering ist, kannst du während deiner Reise arbeiten (Wwoofing). Vorteil ist, dass du so keine Kosten für eine Unterkunft hast und durch die Zusammenarbeit mit den Familien/Leuten vor Ort eine gute Möglichkeit bekommst in das Land einzutauchen. Der Nachteil ist hingegen, dass du in der Zeit des Wwoofing nur bedingt reisen kannst, da du ja stetig an weiteren Orten arbeiten musst, um deine Reise zu finanzieren. Manchmal bleibt die Freizeit und Freiheit dadurch ein bisschen auf der Strecke.

Eine nette Alternative ist hierfür das "Housesitting", welches dich zwar an einen Ort bindet, dir aber dennoch die Freiheit gibt Dinge zu erleben.


Life_Gourmet / Autor & Editor

Ich bin ein abenteuerlustiger, neugieriger, optimistischer, ehrgeiziger, kontaktfreudiger Realist der es liebt sich Wissen anzueignen. Neue Herausforderungen sind mein Steckenpferd und ich liebe das Reisen und Erkunden neuer Orte und Kulturen.

2 Kommentare:

  1. Klasse Beitrag. Vom Wwoofing kam schon mal eine Reportage im TV die ich sehr interessant fand. Vor allem das man dadurch mit den Menschen bei denen man lebt super in Kontakt kommt, deren Sitten und Gebräuche kennenlernen und natürlich auch deren Esskultur.

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  2. Moin Danke Fabien!
    Ja genau, dass ist der große Vorteil am WWoofing. :)

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