Träume.
Die Möglichkeit das Träume wahr werden können,
macht das Leben erst interessant.
Lebe.
Die einzige Möglichkeit, etwas vom Leben zu haben,
ist, sich mit aller Macht hineinzustürzen.
Genieße.
Genieße den Augenblick,
denn der Augenblick ist dein Leben.
Reise.
Jede große Reise
beginnt mit einem kleinen Schritt

Samstag, Oktober 14, 2017

Peru - Macchu Picchu, Laugune 69 und mehr

Life_Gourmet
Macchu Picchu
Über die Stadt Copacabana in Bolivien reiste ich mit dem Bus nach Peru. Mein erstes Ziel ist Arequipa im Süden des Landes und bei der Ausreise aus Bolivien erhielt ich nun auch endlich einen Stempel aus Bolivien (siehe Bolivien Beitrag) und anschließend direkt daneben einen für die Einreise in Peru. Der Bus brachte mich erst nach Puno, wo ich in einen anderen Bus umsteigen musste und abends schließlich in Arequipa ankam. Ich checkte ins Hostel ein und in meinem 8 Bett Zimmer waren nur eine Dänin und ich, sodass wir uns beide freuten Mal etwas Ruhe beim schlafen zu haben.
Traditioneller peruanischer Tanz
Am nächsten Morgen gab es Pfannkuchen zum Frühstück, bevor ich die Stadt unsicher machte. Besonders um den Hauptplatz sind viele alte Kolonialgebäude erhalten geblieben und wieder einmal habe ich das Glück, dass auf dem Platz und drum herum ein Festival mit Musikumzügen und Tanzgruppen stattfindet, welches ich mir natürlich nicht entgehen lasse. Etwas später besorge ich mir eine Simkarte fürs Handy, was etwas aufwendiger ist als gedacht, da man diese nur in bestimmten Filialen registrieren kann als Ausländer und natürlich ist eine solche Filiale nicht im Stadtzentrum sondern etwas weiter entfernt im Industrie-Stadtteil von Arequipa. Aber mit dem Bus, welcher ja günstig ist lässt sich auch diese Strecke überwinden und für gerade einmal 2 Euro kann ich 30 Tage Whatsapp nutzen ohne weiteres Guthaben aufladen zu müssen. (Netz „Claro“)
Traditioneller peruanischer Tanz
Traditioneller peruanischer Tanz
Arequipa
Einige Tage später geht es mit dem Bus weiter in das sehr gehypte Cusco, welches natürlich auch einer der Ausgangspunkte für einen Besuch der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit des Landes ist: Macchu Picchu. Cusco selbst ist ähnlich wie Arequipa ein sehr schöner Ort, der durch seine alten sehr spanisch anmutenden Gebäude besticht und neben vielen, vielen Touristen und entsprechenden Shops für diese, früher vermutlich noch schöner war, aber nichts destotrotz einen Besuch von ein paar Tagen wert ist!
Cusco

In Cusco treffe ich erneut auf Javier aus Madrid den ich in La Paz im Hostel kennen gelernt habe. Zusammen beschließen wir den Besuch von Macchu Picchu und kaufen uns in Cusco direkt die Eintrittstickets, sowie ein Ticket für den Bus zum Hydroelektrik-Wasserkraftwerk und zurück. Statt den überteuerten Zug von Cusco nach Aguas Calientes zu nehmen, welcher Mal eben knapp 120$ pro Person kostet, lassen wir uns für nicht einmal 10 € (für Hin- + Rückweg!) zum Hydroelektrik fahren. Diese Fahrt dauert ca. 7 Stunden und führt über die ein oder andere Straße die nicht etwas für jedermanns Nerven sind, da wir teilweise relativ Nah am Abgrund entlang fahren. Dort angekommen laufen wir ca. 2 Stunden an den Gleisen entlang zurück nach Aguas Calientes, um dort zu übernachten.
Das untere Eingangstor zum Macchu Picchu öffnet um 5 Uhr morgens und gegen 5.05 Uhr sind wir durch die Kontrolle und die Wanderung auf den Berg beginnt. Vor uns liegen knapp 600 Höhenmeter und 1700 Stufen, bis wir nach knapp 1 Stunde die Spitze erreichen. Passend, denn um 6 Uhr öffnet das Tor oben, sodass wir unter den ersten Leuten sind, die Macchu Picchu an diesem Tag betreten. Ein wirklich sehr besonderer Moment für uns Beide, denn wir hatten nicht nur lange davon geträumt hierher zu kommen, sondern der Nebel der die Berge umgibt gibt dem ganzen einen ganz besonders mystischen Touch. Wir verbringen einige Stunden auf dem Gelände und laufen nebenbei auch nur zur Inka-Brücke und zum Sonnentor, welches einen grandiosen Blick von der Seite/Oben auf Macchu Picchu bietet. Natürlich schießen wir auch das ein oder andere Bild, um diesen ganz besonderen Moment für uns festzuhalten. Etwas geschafft holen wir uns noch den Stempel für den Reisepass ab, um gegen Mittag die Treppen wieder hinunter zu laufen, an den Gleisen entlang 2Stunden zurück zum Hydroelektrik zu wandern und dann die 7 Stündige Busfahrt zurück nach Cusco über uns ergehen zu lassen. Völlig geschafft und total verzaubert von dem Erlebnis Macchu Picchu falle ich nach der Dusche ins Bett und schlafe ein.
 
Weiter geht es von Cusco ein paar Tage später mit dem Bus nach Abancay, um von dort aus einen Minibus zu besteigen und in das Dörfchen Andahuaylas weiter zufahren. Hier verbringe ich eine Nacht um an nächsten Nachmittag weiter in Richtung Ayacucho zu fahren. Alle diese Orte sind nicht wirklich sehenswert, aber die Fahrten durch die Umgebungen sind atemberaubend und ich würde es jederzeit wieder genauso machen! Ein weiterer sehr cooler Nebeneffekt ist, dass man auf dieser Strecke kaum Touristen trifft, da die meisten direkt weiter nach Nazca oder Lima fahren.
Eine Busfahrt mit Ausblick
Ayacucho
Von Ayacucho geht es mit dem Nachtbus dann nach Lima und schon als ich in der Stadt ankomme, merke ich für mich, dass dies überhaupt nicht meine Stadt ist. Manchmal muss man wohl einfach auf sein Bauchgefühl hören, nicht destotrotz buchte ich mich 2 Nächte in ein Hostel in der Innenstadt ein und machte neben eine „Free Walking Tour“ ein paar eigene Erkundungen. Aber wie schon anfangs vermutet, werden Lima und ich nicht so richtig warm mit einander, sodass ich gut und gerne einen weiteren Nachtbus in Richtung Huaraz buchte.
Lima
In Huaraz angekommen buche ich mit einen Bus (ca. 9€) der mich am nächsten Morgen in einen Nationalpark fährt, da ich dort hinauf zur Lagune 69 wandern möchte. Der Beginn der Wanderung liegt auf ca. 3850Höhenmetern und auf dem 8km langen Trekk zur Lagune muss man knapp 700 Höhenmeter überwinden, sodass man auf ca.4600 Metern endet. Die Wanderung ist durchaus einer Herausforderung und mit knapp 2 Stunden war ich noch einer der flotteren Kandidaten und konnte so die Lagune einige Minuten mit wenigen anderen Leuten gemeinsam genießen, bevor ein größerer Schwung an Wanderern ankam. Der Lagune ist von hohen Bergen umgeben, sodass man nur anhand der Luft wahrnimmt wie hoch man wirklich ist, denn der höchste Berg ist mit mehr als 6700m noch ein deutliches Stück höher.
Lagune69
Lagune69
Lagune69
Weg zur Lagune69
Weg zur Lagune69
Von Huaraz geht es für mich weiter nach Trujillo, wo ich nur einen Nachmittag verbringe, um am nächsten Morgen weiter nach Chiclayo zu fahren und von dort nachmittags direkt einen Nachtbus weiter ins das nächste Abenteuer in Ecuador zu nehmen.

Mein Fazit zu Peru

Ich habe meine Zeit in Peru sehr genossen und meine absoluten Highlights waren natürlich Macchu Picchu und die Wanderung zur Lagune 69. Von Lima hingegen war ich etwas enttäuscht, da es für mich nur wie eine große asiatische Stadt wirkte… laut, dreckig und überfüllt! Natürlich bin ich auch in Peru wieder wundervollen Menschen begegnet und besonderes eine Situation mit einer etwas älteren Peruanerin die sich im Bus versuchte mit mir zu unterhalten, obwohl Sie kein Englisch und ich kaum Spanisch spreche war wundervoll. Mit Hand und Fuß und im Notfall mit Übersetzer unterhielten wir uns und ich erzählte ihr von meiner Reise um wie Welt und zeigte Ihr Bilder und ein glänzen in den Augen zeigte mir, dass Sie viele dieser Orte noch nie gesehen hatte und dies auch für Sie ein ganz besonderer Moment war.

Dienstag, Oktober 10, 2017

Bolivien - Salar de Uyuni, Stadt-Festival und Amazonasgebiet

Life_Gourmet
Salar de Uyuni
 Vom Norden Argentiniens, um genauer zu sein dem kleinen Ort Humahuaca reise ich heute weiter nach Bolivien. Der Bus führt mich in die Grenzstadt La Quiaca in der ich zu Fuß mit meinem Gepäck die Grenze über eine Brücke überquere. Ich werde aus Argentinien ausgestempelt aber irgendwie nicht nach Bolivien hinein, aber das hat seine Richtigkeit, denn in Bolivien hält man nur bei der Einreise mit dem Flugzeug einen Einreisestempel (Die Info habe ich hinterher gegooglt). Der erste Ort in Bolivien nennt sich Villazon und von hier fahren nur sporadisch Busse in alle Himmelsrichtung. Das Terminal in der Nähe der Grenze was auch von Google Maps als Terminal bezeichnet wird gibt es so nicht mehr, sondern nur das alte etwas marode erscheinende Gebäude. Auf Nachfrage bei einigen Einheimischen erhalte ich die Auskunft, dass es ein neues Terminal außerhalb der Stadt gibt und direkt mache ich mich auf den Weg dorthin. Dort angekommen muss ich feststellen, dass auch hier Größenteils Busse nur 1-2 Mal am Tag fahren, sodass ich mich in einen Minibus setze, welcher das Schild Tupiza im Fenster hat, welches der Name der nächsten größeren Stadt ist. Nachdem sich der Bus gefüllt hat geht’s dann auch los und in knapp 90 Minuten erreichen wir Tupiza wo ich meine erste Nacht in Bolivien verbringe.

Am nächsten Morgen geht es von Tupiza ca. 8 Stunden nach Uyuni im Süden des Landes. Die Strecke ist mindestens genau so abenteuerlich wie der Bus mit dem wir durch die Gegend kutschiert werden, denn dieser scheint deutlich älter als ich selbst zu sein. Im Bus lerne ich eine Kolumbianerin Namens Helen kennen und wir beschließen gemeinsam den Ausflug in die Salar de Uyuni für den nächsten Tag zu buchen nachdem wir angekommen sind. Wir beziehen unsere Hostels und treffen uns zum Abendessen und der anschließenden Suche nach einer Tour in die Salzwüste, welche schnell gefunden ist. Die Auswahl fällt auf eine 2 Tages Tour, welche direkt am nächsten Morgen beginnt.
Salar de Uyuni
Vulkan in der Salar de Uyuni
Ich und mein Reisepass :)
Flamingos
Die Tour beginnt auf einem Eisenbahnfriedhof und anschließend geht es dann auch direkt in die Salar de Uyuni. Wir besuchen und durchqueren verschiedene Teile der Wüste, einen der noch Wasser auf der Oberfläche hat, einen Teil in dem sich heiße Quellen gebildet haben, eine Kakteen-Insel, eine Lagune mit Flamingos und wir wandern auf einen Vulkan, um einen wundervollen Blick auf die in der Salzwüste anmutende Oase zu haben.
Salar de Uyuni
Nochmal Ich und mein Reisepass :)
Normalerweise tanzen Frauen einem ja nur auf der Nase :)
Nach der Rückkehr in die Stadt Uyuni nehme ich gemeinsam mit Helen direkt einen Bus in die Stadt Potosi. Am späten Abend (nachts) kommen wir dort an und beziehen ein Hostel, bevor wir noch etwas zu Essen suchen. Am nächsten Tag begutachten wir die Stadt und nutzen die Zeit, um etwas mehr in die Kultur der Stadt einzutauchen.
Weiter geht es nach Sucre, doch was uns da erwartete konnten wir im Vorwege gar nicht erahnen! Als wir dort ankamen waren wir bereits mitten drinne in einem riesigen Straßenfestival mit bunten Kostümen, Musik, schillernden Tanzperformances und vielem mehr, sodass man nicht wusste wo man zuerst hin schauen sollte. Man informierte uns darüber, dass dieses Festival noch das gesamte Wochenende geht und wir konnten Erst mal unser Gepäck im Hostel los werden, bevor wir weiter diese skurrilen Gestalten beobachteten.
In Sucre trennten sich die Wege von mir und Helen, denn für mich ging es weiter nach La Paz, während Helen noch einige Tage dort blieb, um etwas Geld zu verdienen. Der Nachtbus kam am frühen Morgen in der Hauptstadt des Landes an und da ich noch nicht einchecken konnte, gab ich meine Sachen ab und machte direkt die Stadt unsicher. Ich wanderte auf einen Aussichtspunkt, bestaunte die historischen Gebäude der Stadt und buchte für den nächsten Tag eine Tour auf der gefährlichsten Straße der Welt für den nächsten Tag.

Die sogenannte Death Road startet auf ca. 4700m und mit dem Fahrrad geht es bis auf 1300m hinunter und das nicht auf irgendeiner Straße, sondern der angeblich gefährlichsten der Welt! Die ersten Km sind noch relativ harmlos asphaltiert, doch dann geht die Strecke in einen Schotterweg über, wird deutlich schmaler und es gibt keine Schutzvorrichtungen die den Weg vom hunderte und teilweise tausende Meter steil hinunter gehenden Abgrund trennen. Mit einem ziemlichen Tempo, viel Spaß und der Erkenntnis, dass auf dem Weg bergab mindestens 100 Kreuze am Wegesrand auf verunglückte Menschen hindeuteten, glaube ich nun daran, dass dies eine der gefährlichsten Straßen der Welt ist.
Demonstration in La Paz
La Paz
Die Death Road :)
Die Death Road :)
Die Death Road :)
Aber viel Zeit zum verschnaufen gab es nicht, denn direkt am nächsten Morgen startete das nächste Abenteuer. Mit einem Bombardier (einer alten Kriegsmaschine) startete ich auf meine Tour von La Paz in das Amazonasgebiet Boliviens. Etwa 2 Stunden später lande ich in einer anderen Welt auf dem Flughafen von Rurrenabbaque. Von dort aus werde ich direkt eingesammelt und nach dem Mittagessen beginnt direkt die Tour mit einem kleinen Boot in das 4 tägige Abenteuer im Amazonasgebiet. Wir schlafe in einer Lodge mitten im Urwald, sehen hunderte verschiedene wilde Tiere wir Krokodile, Kaimane, Aras, Tukan, Spinnen, gelbe Affen, pinke Flussdelfine, Brüllaffen, verschiedenste Vogelarten, Wasserschweine und viele andere Tiere deren Namen mir wieder entfallen sind. Wir gingen auf Anakonda-Suche (leider vergeblich), fischten Piranhas (gar nicht so einfach wie man denken mag!), begutachteten Sonnenauf- und Untergang und genossen zahlreiche Bootstouren in verschiedene Seitenarme des Flusses, um Tiere, die Natur und einiges mehr zu erleben.
Zurück in Rurrenabaque nehme ich einen Nachtbus nach La Paz, um von dort weiter an den Titicacasee nach Copacabana zu fahren. Dies ist meine letzte Station im schönen Bolivien, bevor es weiter geht nach Peru. In Copacabana gibt es einen Berg den ich zum Sonnenuntergang besteige, um diesen über einen der höchstgelegenen Seen der Welt begutachten zu können.
Auto/Busfähre nach Copacabana
Copacabana

Fazit zu Bolivien

Bolivien ist ein sehr facettenreiches Land und auch wenn dem ein oder anderen sicher die dauerhaften Höhenunterschiede etwas zu schaffen machen können, blicke ich gerne auf meine zweieinhalb Wochen im Land mit der der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt zurück. Ich lernte wundervolle Menschen kennen, konnte mit der Salar de Uyuni und meinem Besuch im Amazonasgebiet zwei weitere Dinge von meiner „Möchte ich unbedingt auf meiner Reise machen Liste“ streichen. Sehr gefallen hat mir außerdem das Stadtfestival von Sucre in das wir ganz unbewusst hinein geraten sind du gar nicht mehr heraus wollten, denn das Beiwohnen eines solchen Festivals in Bolivien ist etwas sehr besonderes und ich kann nur jedem empfehlen dies mit einzuplanen bei einem Besuch.

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