Träume.
Die Möglichkeit das Träume wahr werden können,
macht das Leben erst interessant.
Lebe.
Die einzige Möglichkeit, etwas vom Leben zu haben,
ist, sich mit aller Macht hineinzustürzen.
Genieße.
Genieße den Augenblick,
denn der Augenblick ist dein Leben.
Reise.
Jede große Reise
beginnt mit einem kleinen Schritt

Sonntag, Juni 18, 2017

9 Monate auf Weltreise - Rückblick auf 270 Tage auf Reisen

Life_Gourmet
Moin Moin Ihr Gourmets,

mein Reisetagebuch hat in den letzten Tagen die 270 Tage gesprengt und daraus lässt sich sehr einfach errechnen, dass ich mich mittlerweile länger als 9 Monate auf Reisen befinde. Nach 6 Monaten hatte ich bereits schon einmal meine Reise resümiert: Hier der Beitrag dazu. Natürlich habe ich auch in den letzten 3 Monaten viele wunderschöne Orte besuchen dürfen, habe unbeschreiblich freundliche Menschen kennengelernt, das ein oder andere Wiedersehen gefeiert und meine ersten Schritte auf dem Afrikanischen Kontinent gemacht. Neben vielen Highlights in den letzten 90 Tagen, wie zum Beispiel dem Toroko Nationalpark in Taiwan, die Städte Tokio und Kyoto, den Mount Fuji und vieles weitere Eindrücke in Japan, einem Festival zur friedlichen Demonstration in Südkorea, der fantastischen Straßenkunst auf Penang in Malaysia, den Jahrtausende alten Pyramiden und Bauwerken in Ägypten und meinen ersten wilden Elefanten, Löwen, Giraffen, Nashörnern und Co. auf einer Safari in Südafrika, musste ich in Ägypten das erste Mal auf meiner Reise ein Krankenhaus aussuchen, da eine starken Lebensmittelvergiftung mir einen Strich durch die Rechnung machte.
In den letzten 3 Monaten besuchte ich Taiwan, Japan, Südkorea, Malaysia, Ägypten und momentan befinde ich mich in Südafrika. Die Art und Weise des Reisens hat sich in diesen Monaten etwas geändert, da ich direkt in Taiwan das erste Mal damit begonnen habe die App "Couchsurfing" zu nutzen und so viele Nächte in Taiwan, Japan, Südkorea und Ägypten bei lokalen Menschen Zuhause, statt in einem Hostel untergekommen bin. Die Erfahrung unterscheidet sich sehr zu dem klassischen reisen von Hostel zu Hostel, da man Einblicke in den normalen Alltag der Menschen erhält und diese sehr persönlich kennen lernt. Wann bekommt man als Reisender schon mal einen Einblick darin wie ein Apartment in Tokio aufgebaut ist oder wie die Hausfrauen lokale Gerichte Zuhause zubereiten? Diese Erfahrungen sind wirklich einzigartig und neben einigen Freundschaften zu verschiedenen Leuten die mir eine Couch zur Verfügung gestellt haben, freue ich mich schon darauf den ein oder anderen in Deutschland bei einem Gegenbesuch wiederzusehen.

Wie werden die nächsten Monate aussehen?

In wenigen Tagen werde ich für ca. 3 Wochen zurück in die Heimat kehren. Wieso das? Natürlich freue ich mich darauf meine Familie, Freunde, alte Arbeitskollegen und Verwandte wiederzusehen, allerdings hat dieser Besuch noch 2 weitere Gründe. Neben einem Wiedersehen der geliebten Menschen in der Heimat, muss ich meine Versicherung für den amerikanischen Kontinent anpassen, da meine bisherige Reiseversicherung diesen nicht abdeckt. Kurz gesagt: Ich kündige meine bisherige Krankenversicherung und schließe eine neue ab die auch Amerika und Kanada beinhaltet. Für diesen Schritt setzt die Versicherungsgesellschaft allerdings voraus, dass man sich in Deutschland befindet und gestattet es nicht dies aus dem Ausland zu tun. Ein weiterer Grund ist eine junge Dame namens Eveline. Kennengelernt haben wir uns in Neuseeland und in den folgenden Monaten in denen Sie sich in Deutschland befand und ich mich auf Reisen, haben wir beschlossen ab dem deutschen "Sommer" gemeinsam nach Südamerika aufzubrechen. Ihr habt richtig gelesen, ab Mitte Juli reise ich also nicht mehr alleine, sondern mit Eveline im Gepäck oder Sie mit mir. Unser erstes Ziel ist Rio de Janeiro in Brasilien, bevor wir dann weitere Ziele in Südamerika in Angriff nehmen.

Was gibt es noch zu erwähnen?

Was gibt es neues zum Gewicht? von 88kg Startgewicht bin ich mittlerweile auf solide 75kg geschrumpft, dass heißt ich habe in den letzten 3 Monaten nochmals 5kg auf der Strecke gelassen.
Das Gewicht meines Backpacks hat sich kaum verändert, allerdings bietet die Tatsache der Heimreise natürlich die Gelegenheit das ein oder andere zu modifizieren.
Was hätte mir das Reisen leichter gemacht? 
Da gibt es sicher viele Dinge zu nennen, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Reiseverlauf und aus manchen Situationen die erst teuer oder unpraktisch zu sein scheinen, wachsen manchmal günstigere und deutlich intensivere Abenteuer als vorher für möglich gehalten.

Was vermisse ich?
Momentan hält sich das Vermissen in Grenzen, da ich ja in einigen Tagen in der Heimat lande.

Wie oft bin ich dem tot von der Schippe gesprungen?
Natürlich sind gerade meine Allergien gegen Seafood und Erdnüsse in Ländern wie Japan und Malaysia ein Garant dafür diese Kategorie zu bedienen, aber am nächsten dran war auf alle Fälle das Essen im Flugzeug von Kuala Lumpur nach Kairo, da der Inhalt nicht richtig ausgewiesen war und in einer der Bestandteile eine Seafood-Paste enthalten war. Nachdem mein Körper darauf reagierte, nutzte ich die einfachste Möglichkeit um das Problem in einem Flugzeug in den Griff zu bekommen: Ich löste Brechreiz aus und entledigte mich des Essens auf der Bordtoilette. Glücklicherweise funktionierte der Plan und nach einigen Minuten kehrte ein Normalzustand des Körpers zurück. Eine weitere schmerzliche Erfahrung waren die starken Magenkrämpfe durch die Lebensmittelvergiftung in Ägypten, welche aber scheinbar nicht lebensbedrohlich waren.
Was hat den Geist aufgegeben oder ist nicht mehr dabei?
Verloren: Irgendwie ist mir ein paarmal Shampoo abhanden gekommen
Kaputt + Weggeworfen: Meine Schuhe und meine Flip Flops
Verschenkt: Einige Kleidungsstücke (an Einrichtungen in Afrika), eine mobile Box an einen Host in Japan und irgendwer wird das Shampoo schon gefunden und genutzt haben :)

Ich danke euch weiterhin, dass Ihr mich auf meiner Reise begleitet und werde euch weiterhin mit meinen Beiträgen darüber auf dem Laufenden halten, was ich plane, was ich erlebt habe und wie meine weiteren Schritte für diese Reise aussehen.

Bis dahin bleibt reisefreudig!

Daniel alias Life-Gourmet

Montag, Juni 12, 2017

Südafrika - Johannesburg und Kruger-Nationalpark

Life_Gourmet
Von Kairo aus flog ich mit einem kurzen Stopover in Äthiopien nach Johannesburg in Südafrika. Ich zog Geld aus dem ATM und hielt das erste Mal die Scheine mit Nelson Mandelas Gesicht darauf in der Hand. Vom Flughafen aus nahm ich den Zug in die Stadt und gelangte nach einmal Umsteigen zur Haltestelle Rosebank. Einen 10 minütigen Spaziergang später erreichte ich mein Hostel für die nächsten Nächte. Mein Aufenthalt in JoBurg ist mit 3 Tagen angesetzt, bevor ich auf eine Safari in den Kruger Nationalpark aufbreche, welche ohne Zweifel eines der Highlights in Südafrika war.
Die Stadt Johannesburg selbst ist keine wirkliche Augenweide und an vielen Stellen der Stadt sollte man sich weder alleine noch mit zu vielen Wertsachen aufhalten, wenn man diese behalten möchte. Eine Möglichkeit die Stadt zu erkunden ist der Hop On – Hop Off Bus oder die „Free Walking Tours“ die angeboten werden. Während dich der Bus auch zu etwas abgelegeneren Orten, wie zum Beispiel das Apartheid-Museum bringt, beschränken sich die kostenlosen Fußgänger Touren auf die Innenstadt der Stadt. Eine der kostenlosen Touren führt euch auch in das ehemalige Geschäftsviertel (CBD), welches heute ein Viertel ist, dass man alleine auf alle Fälle meiden sollte. Viele der Gebäude stehen seit Jahren leer und die Obdachlosen der Stadt haben die Hand in diesem Viertel übernommen. Mittlerweile werden viele der leeren Gebäude geräumt und die unteren Stockwerke zugemauert, damit sich hier keine Obdachlosen einnisten können. Die Zahl der Arbeitslosigkeit und der Menschen ohne Zuhause liegt in Johannesburg bei über 30% und diese extreme Zahl kann man mit jedem Schritt in diesem Distrikt spüren. Die Stadt selbst entstand aufgrund eines Goldrausches, da genau an dieser Stelle die bis heute größte Goldader der Erde gefunden wurde, welche heute noch immer abgebaut wird. Wenn ich alleine daran denke könnte ich würgen, denn wie so oft auf dem afrikanischen Kontinent ist der Boden reich an Schätzen und dennoch sind die Menschen vor Ort arm und leben teilweise am Existenzminimum.
Weiter führt mich die meine Reise in Richtung Kruger Nationalpark. Am frühen Morgen sammelt mich der Tourbus an meinem Hostel in Johannesburg ein und nach 2 oder 3 Stopps an anderen Hostels befinden wir uns schon auf dem Weg in den Osten des Landes. Nach der einen oder anderen kurzen Fotopause und einer Frühstücks- und Mittagspause gelangen wir gegen 15 Uhr zum „Moholoholo Rehab Centre“. Hier bekommen wir von Steve, einem Mitarbeiter des Zentrums eine Führung durch die Einrichtung und einen guten Einblick wofür das Moholoholo Zentrum gebaut wurde. Neben vielen Vogelarten (besonders Adlern), treffen wir den berühmten Honigdachs „Stoffel“ (siehe Youtube), einige Löwen, Geparden, Leoparden, Hyänen, Wilde Hunde und einige andere Tiere. Im Anschluss beziehen wir unser Camp etwa 25 Minuten entfernt vom Kruger Nationalpark und lassen den Abend am Lagerfeuer ausklingen.
Auf dem Weg an einer Raststätte
Fotostop in den Drakensbergen
Leopard in Moholoholo
Leopard in Moholoholo
Löwein in Moholoholo
Stoffel der Honigdachs
Die nächsten beiden Tage sind geprägt von Safarifahrten im offenen Gefährt durch den Kruger Nationalpark und direkt der erste Tag fängt vielversprechend an. Auf dem Weg vom Eingangstor zur Anmeldung begegnen wir bereits einem Rudel von Löwen, welches es sich an einem Schlammloch gemütlich gemacht hat. Das Rudel besteht aus einer jungen Familie mit 1 männlichen, 2 weiblichen und 3 Jungtieren, welche sich nach 10 minütiger Beobachtung überlegen dir Straße direkt neben uns zu überqueren. Gelungener Start in den Tag ! Im weiteren Verlauf des Tages begegnen wir einigen Herden von Elefanten, die zum Teil direkt vor unserem Auto die Straße kreuzen. Natürlich sehen wir viele Impalas, Zebras, Giraffen, Gnus, Antilopen, Vögel, Warzenschweine, Sträuße,  Mungos, Affen und viele andere Tiere. Zum Highlight des Tages wird neben den Löwen und Elefanten unsere Sichtung von Nashörnern, da unser Guide fast täglich im Nationalpark unterwegs ist und bereits einige Wochen keine Nashörner mehr zu Gesicht bekommen hatte. Auf dem Weg Richtung Ausgang am späten Nachmittag können wir dann sogar noch eine Herde von Wasserbüffeln auf unserer Liste abhaken. Wer mit rechnet wird feststellen, dass wir also bereits 4 der Big 5 am ersten Tag zu Gesicht bekommen haben und nun natürlich klar war, welches Tier wir neben den Hippos (Nilpferden) am nächsten Tag sehen wollten: Den Leoparden.
Zu den Big 5 (Den großartigen Fünf) zählen der Elefant, der Löwe, der Wasserbüffel, der Leopard und die Nashörner, aber wieso nennt man diese Big 5? Immerhin gibt es einige Tiere wie Giraffen und Hippos die doch viel „bigger“ sind als zum Beispiel der Leopard. Ganz einfach: Als Big 5 bezeichneten die Großwildjäger die 5 Tiere die am schwierigsten und gefährlichsten zu jagen sind bzw. waren. Neben den Big 5 gibt es heutzutage auch einige andere „5“ wie zum Beispiel: die Little 5, die Ugly 5, die Shy 5 und die Impossible 5.

Little 5 (Die kleinen 5)
AmeisenLÖWE, NASHORNkäfer, ELEFANTENspitzmaus, BÜFFELweber und LEOPARDENschildkröte.

Ugly 5 (Die Hässlichen 5)
Hyäne, Warzenschwein, Geier,  Marabu und Gnu.

Shy 5 (Die schüchternen 5)
Erdmännchen, Erdferkel, Stachelschwein, Erdwolf und Löffelhund.

Impossible 5 (Die unmöglichen 5)
Erdferkel, Leopard, Schuppentier, Buschmannhase und ein weißer Löwe
Am nächsten Tag starten wir in selbiger Frühe wie am vorherigen Tag und auch heute soll der Tag wieder grandios beginnen. Auf dem Weg vom Eingangstor zur Anmeldung begegnen uns bereits ein männlicher Löwe, der einige hundert Meter auf der Straße entlang läuft, sowie ein Elefant und ein Wasserbüffel die unseren Weg kreuzen und die Straße vor uns überqueren. Erneut 3 von 5 in den ersten 30 Minuten, das klingt vielversprechend für den zweiten Tag im Nationalpark. Ähnlich wie gestern begegnen uns zahlreiche weitere Tiere unter anderem einige weitere Löwen und Elefanten. Doch der Leopard lässt leider auf sich warten. Trösten können wir uns damit, dass wir heute Nilpferde zu Gesicht bekommen und wir einige Leoparden bereits im Moholoholo Zentrum sehen konnten, auch wenn es nicht das Selbe ist wie Sie in freier Wildbahn zu sehen. Abends machen wir eine „Sundowner Fahrt“ durch den Nationalpark in dem sich unser Camp befindet, allerdings begegnen uns außer ein paar Eulen nur die Nilpferde die am Wasserloch des Parkes verweilen. Erneut lassen wir den Abend mit der Truppe am Lagerfeuer ausklingen und resümieren unsere 2 Tage Safari voller Aufregung, Adrenalin und wundervoller Eindrücke im Kruger Nationalpark, bevor wir am nächsten Morgen das Camp verlassen.
Auf den Weg zurück nach Johannesburg machen wir einen Stopp am 3. größten Canyon der Erde, dem Blyde River Canyon. In den frühen Morgenstunden zieht der Morgennebel durch den Canyon und beschert uns einen wundervolles Fotomotiv als die Sonne über den Bergen am Horizont aufgeht.
Zurück in Johannesburg verbringe ich eine Nacht dort, bevor ich meine Reise mit dem BazBus in Richtung Kapstadt beginne mehr dazu erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

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