Träume.
Die Möglichkeit das Träume wahr werden können,
macht das Leben erst interessant.
Lebe.
Die einzige Möglichkeit, etwas vom Leben zu haben,
ist, sich mit aller Macht hineinzustürzen.
Genieße.
Genieße den Augenblick,
denn der Augenblick ist dein Leben.
Reise.
Jede große Reise
beginnt mit einem kleinen Schritt

Sonntag, Oktober 29, 2017

Ecuador + Kolumbien: Isla de la Plata und meine Kolumbien-Allergie!

Life_Gourmet
Mit dem Nachtbus überquere ich die Grenze nach Ecuador. Nur "kurz" raus zum aus- und ein stempeln, aber aus ein paar Minuten wird da schon Mal eine Stunde. In Cuenca angekommen laufe ich vom Terminal am frühen Morgen zum etwa 20 Minuten entfernten Hostel und komme dort ziemlich übermüdet an, da die etwas fülligere Ecuadorianerin neben mir die ganze Nacht geschnarcht hat wie so mancher Hund.

Nach einer Dusche und einem kurzen Mittagsschläfchen stürze ich mich ins Getümmel der Stadt und schaue mich etwas um. Am selben Tag lerne ich dann noch Carlos kennen, der seit einigen Monaten in der Gegend arbeitet und im Hostel wohnt. Gemeinsam machen wir am nächsten Tag einen "Sightseeing Tag" in Cuenca und schauen auch mal in die eher untouristischen Teile des Örtchens, der wie gefühlt fast jede Stadt in Südamerika Mal wieder von Bergen umrundet ist.
Weiter führt es mich in die Größte Stadt des Landes nach Guayaquil. Warum? Immerhin lassen die meisten Touristen das Städtchen auf Ihrer Route aus...! Die Stadt ist besonders im Innenstadtbereich relativ modern und bietet neben der sehr schön angelegten Stadtpromenade zum Fluss, auch den ein oder anderen Berg in der Gegend zum erklimmen, einer davon ist gesäumt mit vielen bunten Häusern und einem Leuchtturm an der Spitze. Wer auf Salamander steht, der findet in einem der Stadtparks hunderte Exemplare der Tiere "frei" herumlaufend und das ganz ohne Eintritt.
Schon Mal von den Galapagos Inseln gehört? Ja, klar vermutlich jeder von uns, aber schon Mal geschaut was Flüge dahin kosten? Für mich auf alle Fälle unbezahlbar, also nahm ich mit der "Galapagos Insel der armen Leute" vorlieb und fuhr von Guayaquil mit einem Bus nach Puerto Lopez, um von dort aus eine Tour auf die "Isla de la Plata" zu machen.

Ich hatte schon gehört, dass es auch auf dieser Insel einiges zu entdecken gibt, aber bereits als wir aus dem Hafen hinausfuhren querten unser Ausflugsschiffchen 2 ausgewachsene Buckelwale und das keine 10 Meter entfernt. Auch unser Guide war ganz erstaunt, denn die Walsaison ist bereits seit mehr als 3 Wochen vorbei. Wir verfolgten die Tiere einige Momente, bis auch wirklich jeder einen Schnappschuss von den riesigen Säugetieren machen konnte. Auf der Insel angekommen, wanderten (spazierten) wir etwa 2-3 Stunden über die Insel und dabei begegneten uns neben dem Blaufußtölpeln auch einige andere Vogelarten, die natürlich Größenteils zu weit weg oder zu schnell für ein vernünftiges Foto sind. Zurück auf dem Schiff gab es erst mal Mittag und direkt im Anschluss konnten wir dann auch direkt schnorcheln gehen und dabei begegneten mir tatsächlich auch 2 der Schildkröten, während Sie im Wasser fast gewollt vor meiner Kameralinse tänzeln.
Am Abend zuvor hatte ich übrigens noch ein besonderes Ereignis, da ich nach längerer Beobachtung von verschiedenen Flügen und Zeiträumen endlich einen Flug gefunden habe in Richtung Nordamerika. Statt wie eigentlich angedacht Bogota -> Las Vegas, was erstens relativ teuer war (350$) und mit Zwischenstopp in Miami von nur 2 Stunden für eine Ersteinreise in Amerika etwas gewagt war, entschied ich mich auf Grund eines super Preises für eine andere Variante. Anstatt Amerika also von Süden nach Norden zu bereisen (an der Westküste entlang) rolle ich das Pferd von der anderen Seite auf. Von Bogota geht es zuerst einmal nach Cancun (Mexiko) dort verweile ich 5 Tage und schaue mir noch ein paar Maya-Ruinen an, bevor ich dann weiter nach Vancouver (Kanada) fliege und von dort aus die Westküste hinunter reise. Kleiner Nachteil dieses Flugschäppchens von 265$ für beide Flüge inkl. Gepäck, der Flug geht statt wie geplant in 3 Wochen bereits in 10 Tagen.

Daher habe ich mir direkt am selben Tag der Tour noch einen Nachtbus nach Quito gebucht, um keine weiteren Tage auf der Strecke zu lassen. In Quito verbringe ich 2 Nächte, bevor ich statt der geplanten 2 Wochen Kolumbien meinen Kurztrip von 7 Tagen Kolumbien antrete.

Von Quito aus geht es mit dem Bus in den Grenzort "Tulcan" und vom Terminal nehme ich ein Taxi zur Grenze. Hier lasse ich mich ein und ausstempeln und lerne dabei einen Rentner aus Argentinien kennen der auch alleine reist. Wir beschließen uns ein Taxi in die Stadt Ipiales zu teilen, welches die erste Stadt in Kolumbien ist. Dort kaufen wir gemeinsam Bustickets nach Cali für den Nachtbus und lassen unsere Rucksäcke beim Busanbieter. In der Zwischenzeit besuchen wir Las Lajas, dies ist eine Kirche die in eine Schlucht gebaut wurde.
Früh morgens kommen wir in Cali an und verabschieden uns bevor jeder von uns seiner Wege geht. Ich beziehe für 3 Tage ein Zimmer in einem Hostel, da ich für Mexiko und Kanada noch etwas vorplanen will bzw. mich informieren, habe ich mich dazu entschlossen mich in Kolumbien auf Cali und Bogota zu beschränken. In Cali kannte ich zwar niemanden, aber meine liebe Reisebegleitung die Helen aus Bolivien kommt aus Cali und vermittelte mir Ihre Schwester als kleinen Guide durch die Stadt, bevor wir gemeinsam ins Elternhaus der beiden aufbrechen, da auch die Mutter mich kennenlernen wollte und mich zum typischen kolumbianischen Mittagessen eingeladen hat. Das Essen war sehr lecker und die Familie war genau so wie ich auch Helen kennengelernt habe freundlich und durch geknallt auf eine durchaus amüsante Art und Weise. Mit der Ankunft in Cali bzw. Kolumbien musste ich allerdings feststellen, dass sich ein Hautauschlag auf meinem gesamten Oberkörper, Rücken und an den Beinen ausbreitete. Eine Salbe aus der Apotheke brachte auch nach 2 Tagen keine Besserung, sodass ich beschloss in Bogota einen Arzt aufzusuchen und das das erste Mal, seit ich diese Reise gestartet habe!



Schwierig war es nicht einen Arzt zu finden der auch Deutsch/Englisch spricht, da ich direkt einen Vorschlag von Google erhielt als ich danach suchte. Per Whatsapp machte ich einen Termin für in 2 Stunden und schon war ich dran. Wir beide gingen ziemlich zügig von einer allergischen Reaktion aus, wussten allerdings nicht worauf. Er gab mir ein Medikament per Tropf und sichtbar verschwand ein Großteil des Ausschlages, wenn dieser auch einige Stunden später direkt wiederkehrte. Worauf reagiert mein Körper? Ich wusch die Wäsche erneut (hatte sie am letzten Tag in Cali erst gewaschen), aß jeden Tag unterschiedlich, trank nur Getränke aus geschlossenen Flaschen, veränderte Shampoo und Co. aber der Ausschlag wollte nicht dauerhaft von meinem Körper weichen. An allen 3 Tagen in Bogota besuchte ich den Doktor, damit er mir erneut einen Tropf mit dem Medikament geben konnte, denn als Asthmatiker muss man was allergische Reaktionen angeht etwas vorsichtiger sein, dass kann schnell zu einem Asthmaanfall führen.

Der Doktor erzählte mir, dass er schon einmal einen Patienten wie mich hatte bei dem man nie raus bekam wogegen er allergisch war. Damals ging es soweit, dass die Familie ausreisen musste, weil das Kind einfach allergisch auf Kolumbien reagierte. Die Familie wechselte das Hotel, die Wäsche, das Essen, die Klimazone (anderer Ort in Kolumbien) und es wurde und wurde nicht besser, als die Familie zurück in den Niederlanden war, war 2 Tage später alles weg. Nach weiteren zahlreichen Tests von Leber, über Niere bis hin zum Blut konnte der Doktor auch keine Unregelmäßigkeiten bei mir feststellen, sodass wir Beide vermuteten das es evtl. ein ähnliches Phänomen wie bei der Familie wird und darauf hofften, dass der Ausschlag sich in Mexiko verabschieden würde.

Tatsächlich wird der Ausschlag nicht wieder schlimmer und verschwindet hier in Mexiko langsam, warum und wieso werde ich wohl nie erfahren?!
Von Bogota selbst habe ich zugegebenermaßen nur wenig gesehen, da ich mich viel um meine Weiterreise und die Genesung gekümmert habe. Aber nicht destotrotz habe ich einen kleinen Abstecher zum Plaza Bolivia gemacht, welcher das Zentrum der "Altstadt" ist.

Weiter geht meine Reise mit einem Zwischenstopp in Mexiko/Cancun dann im nächsten Beitrag.

Samstag, Oktober 14, 2017

Peru - Macchu Picchu, Laugune 69 und mehr

Life_Gourmet
Macchu Picchu
Über die Stadt Copacabana in Bolivien reiste ich mit dem Bus nach Peru. Mein erstes Ziel ist Arequipa im Süden des Landes und bei der Ausreise aus Bolivien erhielt ich nun auch endlich einen Stempel aus Bolivien (siehe Bolivien Beitrag) und anschließend direkt daneben einen für die Einreise in Peru. Der Bus brachte mich erst nach Puno, wo ich in einen anderen Bus umsteigen musste und abends schließlich in Arequipa ankam. Ich checkte ins Hostel ein und in meinem 8 Bett Zimmer waren nur eine Dänin und ich, sodass wir uns beide freuten Mal etwas Ruhe beim schlafen zu haben.
Traditioneller peruanischer Tanz
Am nächsten Morgen gab es Pfannkuchen zum Frühstück, bevor ich die Stadt unsicher machte. Besonders um den Hauptplatz sind viele alte Kolonialgebäude erhalten geblieben und wieder einmal habe ich das Glück, dass auf dem Platz und drum herum ein Festival mit Musikumzügen und Tanzgruppen stattfindet, welches ich mir natürlich nicht entgehen lasse. Etwas später besorge ich mir eine Simkarte fürs Handy, was etwas aufwendiger ist als gedacht, da man diese nur in bestimmten Filialen registrieren kann als Ausländer und natürlich ist eine solche Filiale nicht im Stadtzentrum sondern etwas weiter entfernt im Industrie-Stadtteil von Arequipa. Aber mit dem Bus, welcher ja günstig ist lässt sich auch diese Strecke überwinden und für gerade einmal 2 Euro kann ich 30 Tage Whatsapp nutzen ohne weiteres Guthaben aufladen zu müssen. (Netz „Claro“)
Traditioneller peruanischer Tanz
Traditioneller peruanischer Tanz
Arequipa
Einige Tage später geht es mit dem Bus weiter in das sehr gehypte Cusco, welches natürlich auch einer der Ausgangspunkte für einen Besuch der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit des Landes ist: Macchu Picchu. Cusco selbst ist ähnlich wie Arequipa ein sehr schöner Ort, der durch seine alten sehr spanisch anmutenden Gebäude besticht und neben vielen, vielen Touristen und entsprechenden Shops für diese, früher vermutlich noch schöner war, aber nichts destotrotz einen Besuch von ein paar Tagen wert ist!
Cusco

In Cusco treffe ich erneut auf Javier aus Madrid den ich in La Paz im Hostel kennen gelernt habe. Zusammen beschließen wir den Besuch von Macchu Picchu und kaufen uns in Cusco direkt die Eintrittstickets, sowie ein Ticket für den Bus zum Hydroelektrik-Wasserkraftwerk und zurück. Statt den überteuerten Zug von Cusco nach Aguas Calientes zu nehmen, welcher Mal eben knapp 120$ pro Person kostet, lassen wir uns für nicht einmal 10 € (für Hin- + Rückweg!) zum Hydroelektrik fahren. Diese Fahrt dauert ca. 7 Stunden und führt über die ein oder andere Straße die nicht etwas für jedermanns Nerven sind, da wir teilweise relativ Nah am Abgrund entlang fahren. Dort angekommen laufen wir ca. 2 Stunden an den Gleisen entlang zurück nach Aguas Calientes, um dort zu übernachten.
Das untere Eingangstor zum Macchu Picchu öffnet um 5 Uhr morgens und gegen 5.05 Uhr sind wir durch die Kontrolle und die Wanderung auf den Berg beginnt. Vor uns liegen knapp 600 Höhenmeter und 1700 Stufen, bis wir nach knapp 1 Stunde die Spitze erreichen. Passend, denn um 6 Uhr öffnet das Tor oben, sodass wir unter den ersten Leuten sind, die Macchu Picchu an diesem Tag betreten. Ein wirklich sehr besonderer Moment für uns Beide, denn wir hatten nicht nur lange davon geträumt hierher zu kommen, sondern der Nebel der die Berge umgibt gibt dem ganzen einen ganz besonders mystischen Touch. Wir verbringen einige Stunden auf dem Gelände und laufen nebenbei auch nur zur Inka-Brücke und zum Sonnentor, welches einen grandiosen Blick von der Seite/Oben auf Macchu Picchu bietet. Natürlich schießen wir auch das ein oder andere Bild, um diesen ganz besonderen Moment für uns festzuhalten. Etwas geschafft holen wir uns noch den Stempel für den Reisepass ab, um gegen Mittag die Treppen wieder hinunter zu laufen, an den Gleisen entlang 2Stunden zurück zum Hydroelektrik zu wandern und dann die 7 Stündige Busfahrt zurück nach Cusco über uns ergehen zu lassen. Völlig geschafft und total verzaubert von dem Erlebnis Macchu Picchu falle ich nach der Dusche ins Bett und schlafe ein.
 
Weiter geht es von Cusco ein paar Tage später mit dem Bus nach Abancay, um von dort aus einen Minibus zu besteigen und in das Dörfchen Andahuaylas weiter zufahren. Hier verbringe ich eine Nacht um an nächsten Nachmittag weiter in Richtung Ayacucho zu fahren. Alle diese Orte sind nicht wirklich sehenswert, aber die Fahrten durch die Umgebungen sind atemberaubend und ich würde es jederzeit wieder genauso machen! Ein weiterer sehr cooler Nebeneffekt ist, dass man auf dieser Strecke kaum Touristen trifft, da die meisten direkt weiter nach Nazca oder Lima fahren.
Eine Busfahrt mit Ausblick
Ayacucho
Von Ayacucho geht es mit dem Nachtbus dann nach Lima und schon als ich in der Stadt ankomme, merke ich für mich, dass dies überhaupt nicht meine Stadt ist. Manchmal muss man wohl einfach auf sein Bauchgefühl hören, nicht destotrotz buchte ich mich 2 Nächte in ein Hostel in der Innenstadt ein und machte neben eine „Free Walking Tour“ ein paar eigene Erkundungen. Aber wie schon anfangs vermutet, werden Lima und ich nicht so richtig warm mit einander, sodass ich gut und gerne einen weiteren Nachtbus in Richtung Huaraz buchte.
Lima
In Huaraz angekommen buche ich mit einen Bus (ca. 9€) der mich am nächsten Morgen in einen Nationalpark fährt, da ich dort hinauf zur Lagune 69 wandern möchte. Der Beginn der Wanderung liegt auf ca. 3850Höhenmetern und auf dem 8km langen Trekk zur Lagune muss man knapp 700 Höhenmeter überwinden, sodass man auf ca.4600 Metern endet. Die Wanderung ist durchaus einer Herausforderung und mit knapp 2 Stunden war ich noch einer der flotteren Kandidaten und konnte so die Lagune einige Minuten mit wenigen anderen Leuten gemeinsam genießen, bevor ein größerer Schwung an Wanderern ankam. Der Lagune ist von hohen Bergen umgeben, sodass man nur anhand der Luft wahrnimmt wie hoch man wirklich ist, denn der höchste Berg ist mit mehr als 6700m noch ein deutliches Stück höher.
Lagune69
Lagune69
Lagune69
Weg zur Lagune69
Weg zur Lagune69
Von Huaraz geht es für mich weiter nach Trujillo, wo ich nur einen Nachmittag verbringe, um am nächsten Morgen weiter nach Chiclayo zu fahren und von dort nachmittags direkt einen Nachtbus weiter ins das nächste Abenteuer in Ecuador zu nehmen.

Mein Fazit zu Peru

Ich habe meine Zeit in Peru sehr genossen und meine absoluten Highlights waren natürlich Macchu Picchu und die Wanderung zur Lagune 69. Von Lima hingegen war ich etwas enttäuscht, da es für mich nur wie eine große asiatische Stadt wirkte… laut, dreckig und überfüllt! Natürlich bin ich auch in Peru wieder wundervollen Menschen begegnet und besonderes eine Situation mit einer etwas älteren Peruanerin die sich im Bus versuchte mit mir zu unterhalten, obwohl Sie kein Englisch und ich kaum Spanisch spreche war wundervoll. Mit Hand und Fuß und im Notfall mit Übersetzer unterhielten wir uns und ich erzählte ihr von meiner Reise um wie Welt und zeigte Ihr Bilder und ein glänzen in den Augen zeigte mir, dass Sie viele dieser Orte noch nie gesehen hatte und dies auch für Sie ein ganz besonderer Moment war.

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