Träume.
Die Möglichkeit das Träume wahr werden können,
macht das Leben erst interessant.
Lebe.
Die einzige Möglichkeit, etwas vom Leben zu haben,
ist, sich mit aller Macht hineinzustürzen.
Genieße.
Genieße den Augenblick,
denn der Augenblick ist dein Leben.
Reise.
Jede große Reise
beginnt mit einem kleinen Schritt

Freitag, August 18, 2017

Paraguay + Uruguay: Kurzbesuch in beiden Staaten

Life_Gourmet
Meine Reise in Südamerika startete in Rio de Janeiro, wie ich euch in diesem Beitrag berichtete. Von dort aus ging es quer durch Brasilien zu den Iguaçu Wasserfällen in deren Nähe ich dann die Grenze zum kleinen, eher weniger touristischen Paraguay überquerte. Die erste Stadt auf der anderen Seite, die wir zu Fuß überquerten heißt Ciudad del Este und Sie zeichnet sich durch zahlreiche Shopping Malls und Straßenmärkte aus, da die Brasilianer und Argentinier gerne hierher reisen um kostengünstige Elektrogeräte, Kleidung und Co. zu shoppen.

Neben den zahlreichen Shopping-Tagestouristen in der Stadt, kann man etwas abseits des Trubels zum Beispiel das 2 größte Wasserkraftwerk der Welt besuchen und das sogar mit einer kostenfreien Führung. Die Führung beginnt mit einem 10 minütigen etwas einseitig dargestellten Film, der über die Idee, den Bau und die positiven Veränderungen der Region aufgrund des Bauwerkes erzählt. Fakt ist zwar, dass der Staudamm heute 75% des Strombedarfes des Landes Paraguays abdeckt, aber dennoch wird nicht darauf eingegangen, welche negativen Auswirkungen der Bau für die Natur, Tiere und Co. gehabt hat oder ob Dörfer/Städte deswegen versetzt werden mussten, wie das in China beim Bau des größten Wasserwerkes damals der Fall war.
Weiter ging es von Ciudad del Este in die Hauptstadt des kleinen Landes mit dem Namen Asuncion. Die Stadt hat etwas mehr als eine halbe Millionen Einwohner und gilt als eine der ältesten spanischen Städte von Südamerika. Das Stadtbild besticht durch viele ziemlich heruntergekommene Gebäude die zum Teil in einem miserablen Zustand sind. Die in der Innenstadt bestehenden Favelas aus Blechhütten und Zelten werden nach und nach geräumt und abgerissen, um das Stadtbild angenehmer zu gestalten, allerdings ist hierfür noch einiges an Arbeit nötig. Mich persönlich hat die Stadt nicht richtig packen können, aber das mag auch daran liegen, dass viele schöne Gebäude gerade eingezäunt waren und die Stadt einer großen unfertigen Baustelle glich.
Weiter auf den Weg in den Süden stoppten wir in Encarnacion, welcher als einer der historisch wichtigen Orte des Landes gilt, da in der Gegend viele sehr gut erhaltene Ruinen von Jesuitenreduktionen zu finden sind. Ziel dieser Siedlung war vor allem die Missionierung der Einheimischen "Guarani", aber auch der Schutz dieser vor Sklavenhändlern und Ausbeutung.

Die Anreise zu diesen Reduktionen ist etwas abenteuerlich, da es mehrere in dr Umgebung der Stadt gibt. (2 nördlich + 1 westlich). Es fährt von Encarnacion aus ein Bus zu der Reduktion "Trinidad", welche die größere der nördlich liegenden Reduktionen ist. Von dort aus ist die 2 Reduktion allerdings 15km entfernt und die Taxen die vor Trinidad warten rufen ziemlich hohe Preise für eine Fahrt auf, da sie wissen das keine Busse zwischen den Ruinen verkehren. Wir gingen zurück an die Hauptstraße und bogen in die Straße in Richtung Tavarangüe ein, welche die 2 Reduktion beheimatet. Wir starteten damit die 15km zu laufen, aber mit der Absicht die Strecke zu trampen und tatsächlich direkt das 3 Auto nahm uns mit zu unserem Wunschort. Diese Reduktion ist deutlich kleiner als die Erste, aber bereit im Ticket von der ersten Ruine enthalten. Auf dem Rückweg trampten wir erneut zurück zur Hauptstraße, um von dort zurück einen Bus in die Stadt zu nehmen.
Von Paraguay aus fuhren wir mit dem Bus direkt nach Buenos Aires. Von der argentinischen Hauptstadt berichte ich euch allerdings in meinem folgenden Beitrag mit der Reise durch Argentinien. Stattdessen nahmen wir nach einigen Tagen die Fähre von Buenos Aires nach Colonia del Sacramento in Uruguay.

Die Stadt Colonia del Sacramento ist die älteste Stadt Uruguay und die Altstadt wurde zum Unesco-Kulturerbe erklärt. Trotz seiner günstigen Lage ist die Stadt mit gerade mal 30.000 Einwohnern keine Großstadt, wie es sich vermuten lassen würde. Obwohl das Wetter während unseres Besuches etwas dürftig war, lässt der Charme dieser Stadt sich durchaus nicht wegregnen. Die Stadt ist zwar relativ übersichtlich, aber die gut erhaltenen alten Gebäude, die Pflastersteine in der Altstadt und viele kleine Details wie die Straßenlaternen und Co. geben dieser Stadt das Gewisse etwas. In den Gassen findet man versteckte Cafes, sieht zahlreiche Oldtimer umher fahren und manchmal sind diese sogar zu Sitzgelegenheiten vor Cafes umfunktioniert worden.
Weiter ging es mit dem Bus in die Hauptstadt des Landes nach Montevideo. Die Stadt hat knapp 1,3 Millionen Einwohner und gilt als eine der sichersten Städte in Lateinamerika. Obwohl die Stadt das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrums des Landes ist, ticken die Uhren hier in der Stadt alle etwas langsamer als in anderen Großstädten Südamerikas, ob das am legalen Marihuana Konsum oder am einfachen Lebensstil seiner Einwohner liegt? Touristisch ist die Stadt relativ schnell besichtigt und wenn man nicht gerade auf der Suche nach vergleichsweise günstigen Partys (Alkohol) oder dem Konsum von Marihuana ist genügen 2-3 Tage Aufenthalt in Montevideo völlig.
Da das Wetter in der Wintersaison rund um Juli/August in Uruguay bis auf wenige Stunden an ausgewählten Tagen nicht wirklich zu einem Besuch der zahlreichen Strandorte wie Punta del Este oder Punta del Diabolo einlädt, ist der Entschluss schnell gefasst auf eine weitere Erkundung des Landes zu verzichten und eine Fähre zurück nach Argentinien zu nehmen. Die Fähre von Hauptstadt zu Hauptstadt soll dabei allerdings mehr als 120 Euro kosten, während eine Busfahrt nach Colonia del Sacramento und der anschließenden Fähre gerade einmal 30 Euro kostet. Wir buchten also das Angebot dieser Fährgesellschaft uns erst mit dem Bus nach Colonia zu fahren und von dort aus mit der Fähre überzusetzen, welches übrigens genauso 3-4 Stunden dauert wie eine Fahrt mit der Fähre von Montevideo aus.

Auf der Fahrt mit dem Bus passierte uns allerdings etwas was ich niemanden auf seiner Reise wünsche, denn wir wurden Zeugen eines Unfalles. Wir sitzen in der oberen Etage des Bus auf den Vordersten Plätzen auf der linken Seite. Plötzlich ein lautes Hupen und ein starkes Bremsen des Busses, während wir aufschauen und auf der linken Seite einen Rentner auf einem Fahrrad sehen können, der mitten auf der Straße steht. Der Bus macht einen Schlenker nach rechts und es ertönt ein dumpfes Geräusch, alle Menschen im Bus schweigen und der Bus kommt wenig später am rechten Straßenrand zum stehen. Allen war klar wir haben Ihn erwischt, aber wie sehr? Die hinteren Autos sperrten die Straße und wir konnten den Mann aus der Entfernung im Bus sitzend regungslos auf der Straße liegen sehen. Von überall eilten Menschen zur Hilfe doch niemand ging wirklich zum Mann hin und wir fragten uns wieso? Jeder blieb mit etwas Abstand zu ihm stehen und war fassungslos. Das Gefühl in meinem Magen wurde immer flauer. Wir warteten etwa 30 Minuten auf einen Ersatzbus und in der Zeit waren auch die Ambulanz und die Polizei vor Ort. Als wir aus dem Bus stiegen und unser Gepäck aus dem Bus nahmen, um in den anderen Bus zu wechseln, konnten wir sehen wieso die Menschen Abstand zum Opfer nahmen, denn auf der Straße lagen Teile des aufgeplatzten Schädels verteilt. Noch heute zieht sich mein Körper zusammen wenn ich an diesen furchtbaren Moment denke.

Der neue Bus brachte uns zum Fährterminal und wir wurden mit der Fähre nach Buenos Aires gebracht. Von unserer Reise durch Argentinien berichte ich euch dann im nächsten Beitrag.

Samstag, Juli 29, 2017

Brasilien: Rio de Janeiro und die Iguaçu Wasserfälle

Life_Gourmet
Strand in der Nähe vom Zuckerhut
Nach meiner kleinen Pause vom Reisen in der ich knapp 20 Tage in der Heimat und bei Freunden rund um Deutschland und Österreich verbachte, geht meine Reise nun auf dem südamerikanischen Kontinent weiter. Erster Halt ist die Stadt des Samba, des Zuckerhuts und der weltberühmten Jesus Statue: Rio de Janeiro.

Meine Maschine fliegt von Hamburg aus nach London und dann direkt weiter ins Herz von Brasilien. Wir verbringen einigen Tage in Rio und erkunden die Stadt von unserer Unterkunft in Santa Therese aus. Mit einer alten Straßenbahn die alle 20 Minuten fährt kann man von hieraus kostenlos in Richtung Zentrum fahren, nur die Rückfahrt ist relativ kostspielig, wenn man den etwas erhöht liegenden Stadtteil nicht täglich zu Fuß erklimmen will.
Oben fährt die Straßenbahn aus Santa Theresa kommend.
Die Straßenbahn
Natürlich gibt es in Rio einiges zu entdecken und neben den Escadapia Selaron, dem Zuckerhut, der Jesus Statue, Copacabana, Ipanema und Co. sind es vor allem die kleinen Dinge die diese Stadt auszeichnen. Direkt in unmittelbarer Umgebung von Santa Theresa gibt es eine vorbildlich restaurierte Ruine von der aus man einen wundervollen Ausblick auf die Stadt hat und das sogar kostenlos. Natürlich gehört in der Stadt des Samba auch ein Besuch der Jesus Statue dazu, welche völlig überlaufen ist und einem weder einen ruhigen Moment zum genießen der Situation, noch gute Fotoperspektiven der Statue bietet ohne zahlreiche Statisten auf dem Bild.

Park der Ruinen (Ausblick siehe unten)
Copacabana
Kunstmuseum (außen)
Ausblick von der Ruine
Besuch bei der Jesus Statue
Ausblick vom Jesus
Weiter geht es mit einem Besuch des Zuckerhuts und dem anliegenden Strand (Praia Vermelha). Mit der Seilbahn erklimmen wir den Berg und natürlich ist auch diese Aussichtsplattform durchaus voll von Menschen, allerdings ist für mich persönlich die Aussicht vom Jesus-Berg deutlich schöner, aber da streiten sich auch hier vor Ort die Geister drüber. Das ist sehr ähnlich der Frage welcher der Strände: Copacabana oder Ipanema schöner ist, wobei beide für mich nur riesige, überfüllte Strände sind ohne etwas besonderes, da gefiel mir der kleine Lagunen ähnliche Strand in der Nähe des Zuckerhutes deutlich besser.
Zuckerhut
Ausblick vom Zuckerhut
Ausblick vom Berg vor dem Zuckerhut
Ein weiterer interessanter Bereich in Rio ist der neu gestaltete Hafenbereich, welcher auch mit den meisten erhaltenen Kolonialbauten punkten kann. Neben einer hoch modern designten Promenade findet man in den kleineren und größeren Straßen drum herum die manchmal fast wie eine Geisterstadt wirkenden Gebäude aus der Kolonialzeit.
Einen etwas größeren Sprung machen wir von Rio direkt zu den größten Wasserfällen des Erdballs in der Gegend um Foz de Iguaçu. Die Stadt liegt einen knappen Tag Busfahrt (24Stunden) entfernt und ist der Ausgangspunkt zum großen Wasserspektakel zwischen Brasilien und Argentinien. Es ist möglich beide Seiten der Wasserfälle zu besuchen und natürlich tun wir dies auch.

Wir beginnen mit der brasilianischen Seite und nehmen den Bus der direkt vor dem Hostel abfährt und direkt am Eingang des Nationalparkes endet. Für beide Seiten gibt es auch ziemlich kostspielige Touren die wirklich nicht notwendig sind, denn beide Seiten sind sehr einfach alleine besuchbar! Die brasilianische Seite gibt dir einen guten Überblick über die Größe des Wasserfalls (bzw. der Wasserfälle) und erlaubt die Schnappschüsse von etwas Entfernung, wobei es auch Plattformen gibt auf denen man etwas nass werden kann. Die Chance auf dem Weg durch den Park dem einen oder anderen Nasenbären zu begegnen sind durchaus gut, aber sei vorsichtig mit Speisen! :)

TIPP: Lasse dich vom Bus ganz ans Ende der Tour fahren und laufe dann vom Ende zurück! Warum? Es bilden sich riesige Schlangen auf den langen Wegen zu den verschiedenen Plattformen und du beginnst zwar direkt bei der Besten, aber kannst dadurch viele Touristen die noch auf dem Weg zum Ende sind umgehen. Desweiteren kommst du schneller voran, da du vermutlich der einzige bist der diesen Kurs rückwärts läuft und du nicht wie die anderen in Kilometer langen "Entenmarsch Schlangen" warten musst.
Nun geht es zur etwas schwieriger erreichbaren argentinischen Seite. Du nimmst einen Bus der dich in die Stadt Port de Iguaçu führt, diese sind oft extra mit Argentinien Schildern gekennzeichnet. An der Grenze steigst du nur auf der argentinischen Seite aus, da du für die Iguaçu-Wasserfälle nicht aus Brasilien ausgestempelt werden musst (bei Tagestrips!), dich aber in Argentinien ein stempeln musst! Der Bus wartet auf dich und deine Mitfahrer und setzt seinen Weg fort. An der Hauptstraße kommt er in einen Kreisverkehr und direkt dahinter ist die erste Bushaltestelle an der du aussteigst, wenn du bereits Pesos hast, denn die brauchst du um den Eintritt zu zahlen! Die Argentinische Seite akzeptiert weder die brasilianische Währung noch Kreditkarte! Solltest du keine Pesos haben, fahre bis zum Terminal durch, denn dort gibt es einige ATM etwa 2 Blocks entfernt. Vom Terminal aus fährst du mit dem Bus zu den Iguaçu-Wasserfällen. Dies ist der Selbe Bus in den du einsteigst, wenn du direkt nach dem Kreisverkehr aussteigt und auf der anderen Straßenseite wartest, aber du sparst dir ca. 20. Minuten Busfahrt zum und vom Terminal hin!

Was gibt es dort zu sehen?
Die argentinische Seite bietet einen anderen Blick auf die Wasserfälle als die brasilianische Seite. Es gibt 2 Wanderwege die angelegt wurden, damit man von deutlich weiterer Entfernung, einen Überblick auf die Vielzahl der Wasserfälle erhält. Allerdings kann man auch mit einer Bahn direkt in den "Teufelsschlund" fahren und ins Auge der Wassermassen sehen. Nachteil daran ist, dass der Zug meistens einige Stunden Wartezeit mit sich bringt, aber man kann dir Strecke an den Gleisen entlang auch laufen (ca.5km) und dann nach etwas Wartezeit auf dem Steeg (aufgrund der Menschenmassen) einen Blick in die Tiefe werfen.
Wasserfälle vom oberen Pfad
Wasserfälle vom oberen Pfad
Teufelsschlund
Teufelsschlund
Weiter führt mich die Reise in das kleine eher weniger touristische Paraguay. Im nächsten Beitrag berichte ich euch dann von meiner Woche am zweitgrößten Wasserkraftwerk der Welt, der Hauptstadt Asuncion und den erhaltenen Jesuiten Ruinen im Süden des Landes.

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